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Montag, 11. Mai 2015

Internationaler Museumstag 2015


Am kommenden Montag, den 18. Mai 2015, ist hier in Portugal der Internationale Museumstag (port.: Dia Internacional dos Museus). Am Samstagabend zuvor, den 16. Mai, findet die hierzulande sehr beliebte Museumsnacht statt.
Im Gegensatz zu Deutschland, wo der Museumstag immer am dritten Sonntag im Mai stattfindet, wird dieser Tag hier landesweit also Wochentags begangen.
An diesem seit 1978 alljährlichen stattfindenden internationalen Ereignistag machen die verschiedensten Museen weltweit auf die große Vielfalt und die kulturelle Bedeutung ihrer historischen Gebäude und ihren oftmals wertvollen Kunstsammlungen aufmerksam.

Über 70 Museen werden sich an diesem Tag hier in Portugal mit über 400 kostenlosen Aktionen, wie Sonderführungen, Museumsfesten und den schon erwähnten Museumsnächten, präsentieren.

Genauso wie in anderen Ländern, entwickelt sich der Internationale Museumstag immer mehr zu einem kulturell vielfältigen und mancherorts auch aktionsreicher Familientag der immer kostenlos ist.

Hier nun einige der besonders sehenswertesten Bauwerke und Museen Portugals die am Internationalen Museumstag teilnehmen und die nicht nur an diesem Tag einen Besuch wert sind:

Alcobaça
- Mosteiro de Alcobaça (dt.: Kloster von Alcobaça)

Aveiro
- Museu da Cidade de Aveiro (dt.: Stadtmuseum von Aveiro)

Batalha
- Mosteiro da Batalha (dt.: Kloster von Batalha)

Caldas da Rainha
Museu de José Malhoa (dt.: Museum José Malhoa)

Coimbra
- Museu Monográfico de Conimbriga (dt.: Archäologisches Museum von Conimbriga)
- Museu Nacional de Machado de Castro (dt.: Nationalmuseum Machado de Castro)

Guarda
- Museu da Cidade da Guarda (dt.: Stadtmuseum von Guarda)

Lisboa
- Museu de Arte Popular (dt.: Volkskundemuseum)
- Museu Calouste Gulbenkian (dt.: Gulbenkianmuseum)
- Museu da Carris (dt.: Straßenbahn- und Busmuseum)
- Museu do Chiado (dt.: Museum für zeitgenössische Kunst)
- Museu da Cidade de Lisboa (dt.: Lissabonner Stadtmuseum)
- Museu do Fado (dt.: Fadomuseum)
- Mosteiro dos Jerónimos em Belém (dt.: Hieronymitenkloster in Belém)
- Museu da Musica (dt.: Musikmuseum)
- Museu Nacional de Arquelogia (dt.: Nationalmuseum für Archäologie)
- Museu Nacional de Arte Antiga (dt.: Nationalmuseum für Alte Kunst)
- Museu Nacional do Azulejo (dt.: Nationales Kachelmuseum)
- Museu Nacional dos Coches (dt.: Nationales Kutschenmuseum)
- Museu Nacional de Etnologia (dt.: Ethnologisches Nationalmuseum)
- Museu Nacional do Teatro e da Dança (dt.: Nationalmuseum für Theater und Tanz)
- Museu Nacional do Traje (dt.: Nationales Trachtenmuseum)
- Palácio Nacional da Ajuda (dt.: Nationalpalast von Ajuda)
- Panteão Nacional (dt.: Nationales Pantheon)
- Torre de Belém (dt.: Turm von Belém)


Mafra
- Palácio Nacional de Mafra (dt.: Nationalpalast von Mafra)

Porto
- Museu Nacional de Soares dos Reis (dt.: Nationalmuseum Soares dos Reis)

Portimão
- Museu da Cidade Portimão (dt.: Stadtmuseum von Portimão an der Algarve

Tomar
- Convento de Cristo (dt.: Christuskloster)

Viseu
- Museu Grão Vasco (dt.: Museum des Malers Grão Vasco)

Mittwoch, 22. April 2015

Tomar






Das reizvoll in der mittelportugiesischen Landschaft Ribatejo, unweit nördlich vom Tejo, am Fluss Nabão gelegene Städtchen Tomar hat knapp 41.000 Einwohner und ist vor allem wegen seines mächtigen Ordenskloster der Christusritter, das seit 1983 UNESCO-Weltkulturerbe ist, bekannt.

Das Flüsschen Nabão teilt das recht ansprechende Städtchen in einen westlichen und einen östlichen Teil.
Das historische Zentrum befindet sich westlich des Flusses, rund um die Praça da República.
An diesem zentralen Platz, an dem ein Denkmal für den Stadtgründer Gualdim Pais steht, befindet sich die um 1490 erbaute Kirche São João Baptista mit ihrem wunderschönen, zierlichen manuelistischen Portal.
Vor dieser Kirche beginnt das nur alle vier Jahre stattfindende größte Stadtfest von Tomar, die „Festa dos Tabuleiros“ (port.: Fest der Präsentierplatten), mit einem traditionellen Volksfestumzug.

Bei dieser religiösen Prozession ziehen weißgekleidete Mädchen und Frauen durch die Straßen der Altstadt und balancieren auf ihren Köpfen hohe Präsentierplatten (port.: tabuleiros), auf denen sich immer 30 Brotlaibe türmen, die mit Ähren, bunten Papierblumen, Klatschmohn und Weinlaub geschmückt sind. Jeder „tabuleiro“ hat in der Regel die Höhe des Mädchens, das ihn auf den Kopf trägt.
Mit diesem Fest soll an die Zeremonie erinnert werden, mit der im 14. Jahrhundert vom Heilig-Geist-Orden Lebensmittel bei Prozessionen an die Armen verteilt wurden.

Etwas südlich von der Praça da República steht die aus dem 15. Jahrhundert stammende alte Synagoge im alten Judenviertel (port.: judiaria), indem sich das kleine jüdische Museum Abraão Zacuto (port.: Museu Luso-Hebraico Abraão Zacuto) befindet, das nach Abraham ben Samuel Zacuto, dem jüdischen Astronomen von König João II, benannt ist. Tomar gehört heute, auf Grund seiner jüdischen Geschichte, der „Rede de Judiarias“ an, einer Gruppe von historischen portugiesischen Stätten mit ehemals bedeutenden jüdischen Gemeinden, zu denen z.B. auch die Städte Belmonte, Évora, Lamego und Trancoso gehören.

Östlich von der Synagoge überquert die Ponte Velha (port.: Alte Brücke) den Rio Nabão.
In einer Sandbank des Flusses wurde der hübsche Park do Mouchão angelegt, in dessen Umgebung sich die Kirche Igreja de Santa Maria do Olival befindet, die lange Zeit Sitz des großen Ordenskapitels und Mutterkirche aller Ordenskirchen in Portugal und all seinen Kolonien war. Das Innere der ehemaligen Templerkirche entstammt überwiegend aus der Renaissancezeit und in ihr befinden sich die Gräber zahlreicher Ordensmeister und Ritter, auch das des Großmeisters und Stadtgründers Gualdim Pais.

Unweit der Kirche Igreja de Santa Maria do Olival führt, an der alten Kapelle Eremida de Nossa Senhora da Conceição vorbei, eine kurvenreiche Straße hinauf zur Christusritterordensburg (port.: Convento da Ordem de Cristo), der wohl bedeutendsten Sehenswürdigkeit der Stadt Tomar.

Der Christusritterorden (port.: Ordem de cavalharia de Nosso Senhor Jesus Cristo) wurde einstmals von den Templern zur „Verteidigung des Glaubens und zur Bekämpfung der Mauren“ als Templerorden im Jahre 1118 infolge des Ersten Kreuzzuges gegründet. Der Templerorden war der erste Orden der die bis dahin streng getrennten Stände der Mönche und Ritter miteinander verband.
Im Jahre 1159 siedelte sich der Templerorden unter seinem vierten Großmeister Gualdim Pais, einem Ritter der mit König Afonso Henriques in der Schlacht von Ourique gegen die Mauren gekämpft hatte, in Portugal an.
Gualdim Pais war es dann auch der ein Jahr drauf, 1160, hoch über dem rechten Ufer des Nabão eine Burg erbauen ließ – dies war die Geburtsstunde von Tomar.
Im Jahre 1312 wurde der Orden durch fadenscheinigen Anschuldungen des französischen Königs Philipp IV von Papst Clemens V aufgelöst und verboten.

Nach dem päpstlichen Verbot des Templerordens, der auch in Portugal befolgt werden musste, gründete im Jahre 1317 der portugiesische König Dinis den Christusritterorden. Vor allem französische Mitglieder des verbotenen Templerordens die vor König Philipp IV nach Portugal geflohen waren fanden in dem neuen Orden Zuflucht. Recht schnell erlangte der Christusritterorden an Bedeutung und vor allem unter den späteren Großmeistern Heinrich dem Seefahrer (port.: Henrique o Navegador) und König Manuel I hatte der Orden seine Glanzzeit.

Mit Mitteln des Ordens – die Güter und Reichtümer des ehemaligen Templerordens waren fast alle auf den Christusritterorden übertragen worden – wurden Entdeckungsexpeditionen an die Westküste Afrikas entsandt und damit die Kolonialerwerbung der europäischen Völker eingeleitet. Unter König Manuel I, Großmeister ab 1484, bildeten die Christusritter mit ihren Besitzungen in Afrika und Ostindien den reichsten Orden der Christenheit.

Die hoch über Tomar thronende Christusritterordensburg besteht heute aus mehreren stattlichen Bauten des 12. bis 17. Jahrhunderts, von dem einer der wichtigsten wohl die zinnengekrönte achteckige Templerkirche ist, mit deren Bau im Jahre 1162 begonnen und die nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem errichtet wurde. Der überreiche Innenschmuck dieser Kirche – vergoldete Holzschnitzereien, Fresken und Statuen – stammt fast ausnahmslos aus dem 16. Jahrhundert.

Die an die Templerkirche angrenzende Christusritterkirche, mit deren Bau 1515 nach Plänen von João de Castilho – dem Baumeister der später auch am Hieronymuskloster in Lissabon und dem Kloster von Batalha mitgewirkt hat – begonnen wurde, gilt als eines der hervorragendsten Baudenkmäler manuelistischen Stils in Portugal. Das Äußere der Kirche ist über und über mit Schmuckwerk und Statuen beladen und vor allem das weltberühmte prunkvolle „Fenster von Tomar“ (port.: Janela de Tomar) des alten Kapitelsaals zeigt den manuelistischen Stil in seiner schönsten Vollendung.
Die Prachtentfaltung der Templerburg drückt sich ohne Zweifel vor allem in der Architektur der insgesamt acht Kreuzgänge (port.: claustros) aus, die man hier findet.

Da wäre zum einen der älteste Kreuzgang der Templerburg, der Claustro do Cemitério (dt.: Friedhofskreuzgang), der aus der Zeit des Großmeisters Heinrich dem Seefahrer stammt und mit wunderschönen Fliesen im Mudejarstil ausgestattet ist. In diesem Kreuzgang wurden einstmals traditionell die Ritter und Mönche des Christusordens bestattet.

Östlich neben dem Friedhofskreuzgang befindet sich der zweistöckige Claustro da Lavagem (dt.: Kreuzgang der Waschungen), ein weiterer Kreuzgang aus der Zeit des Großmeisters Heinrich des Seefahrers. In ihm fanden früher immer die religiösen Waschungen der Rittermönche statt.

Ein weiterer Kreuzgang der Templerburg ist der Claustro da Hospedaria (dt.: Kreuzgang der Beherbergung). Wie der Name schon andeutet war dieser Kreuzgang dazu bestimmt, die Personen zu beherbergen, die damals das Kloster als Besucher aufsuchten und dort verweilten.

In der Vorhalle des vom Architekten João de Castilho erbauten Claustro da Micha (dt.: Kreuzgang des Brotes) wurde einstmals das Brot an die Armen verteilt.

Der Claustro dos Corvos (dt.: Kreuzgang der Raben), der früher die Klosterküche beherbergte, ist der einzige Kreuzgang der Mönchsburganlage mit einem Garten.

Ein anderer Kreuzgang auf der Klosterburg ist der überaus prachtvolle Bau des  Claustro dos Filipes (dt.: Philippkreuzgang). Der Kreuzgang verfügt über zwei Stockwerke und von der Terrasse hat man einen grandiosen Überblick über die gesamte Klosteranlage. Hier im Claustro dos Filipes wurde im Jahre 1580 der spanische Monarch Felipe II als Filipe I zum König von Portugal gekrönt.

Vom Claustro dos Filipes gelangt man in den Claustro de Santa Barbara (dt.: Sankt-Barbara-Kreuzgang). Dieser kleine Kreuzgang wurde im Auftrag von König Manuel I im Stil der Frührenaissance erschaffen. Von der Terrasse dieses zweistöckigen Kreuzganges hat man den besten Nahblick auf das schon erwähnte prächtige manuelistische Fenster des Kapitelsaals der Christuskirche.
Das Fenster wird von zwei mächtigen Strebepfeilern, Tauwerk, Knoten, Bändern und vielem anderem, vor allem mit dem Motiv Meer verbundenem steinernem Schmuckwerk umgeben. Das portugiesische Wappen oberhalb des Fensters überragt heute noch das Kreuz der Christusritter.

Ein weiterer Kreuzgang ist der Claustro de João III (dt.: Kreuzgang von João III). Der Bau dieses Kreuzganges wurde unter König João III begonnen und erst unter dem Spanier Felipe II, der gleichzeitig auch König von Portugal war, und seinen Lieblingsarchitekten Filippo Terzi beendet. Filippo Terzi war auch der Baumeister der 6 km langen Wasserleitung Aqueduto dos Pegões, der die Klosterburg und die Stadt mit Wasser versorgte.

Im Jahre 1523 wurde der Christusritterorden auf Befehl von König João III zu einem reinen Mönchsorden. Die politische Bedeutung des Ordens nahm in den folgenden Jahrhunderten rapide ab, bis er im Zuge der Säkularisierung, aufgelöst wurde.
Der religiöse Orden wurde zwar aufgegeben, aber der Christusorden besteht seit 1834 als politische Auszeichnung für verschiedene Verdienste heute immer noch und ist der höchste Verdienstorden den Portugal aktuell zu vergeben hat.
Deutsche Träger des portugiesischen Christusordens waren und sind u. a. Alexander von Humboldt, Konrad Adenauer, Heinrich von Brentano, Gerhard Schröder und Hans-Diedrich Genscher.

Tomar ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.
Aber vor allem jetzt im Frühsommer, wenn es überall in der Stadt blüht und duftet, ist die Stadt am Ufer des Rio Nabão ein wundervolles Erlebnis für Augen und Sinne.

Dieses Jahr findet vom 04. bis zum 13. Juni das nur alle vier Jahre stattfindende und hier am Anfang dieses Textes schon erwähnte berühmte Stadtfest „Festa dos Tabuleiros“ statt, eine Festivität voll religiösem Brauchtum, geschichtlicher Tradition und gut gelaunten Menschen jeden Alters.
Zum Abschluss ein Link von den Festlichkeiten der letzten „Festa dos Tabuleiros“ im Jahre 2011, aufgenommen von dem von mir sehr geschätzten Antonio Rovisco:



Dienstag, 9. Dezember 2014

Das Welterbe der UNESCO in Portugal


Als Ende November dieses Jahres die UNESCO den originellen Chorgesang Cante Alentejano auf ihre Liste des Immateriellen Kulturwelterbes setzte, war diese prestigeträchtige Liste um eine kulturelle Tradition und Ausdrucksform reicher.
Nach dem Fado ist der Cante Alentejano die zweite portugiesische darstellende Kunst die es auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes geschafft hat.

Die Liste des UNESCO-Welterbes umfasst aber nicht nur diese zwei portugiesischen Kulturformen, sondern auch 14 Weltkulturdenkmäler und ein Weltnaturdenkmal.
Außerdem sind im Rahmen des im Jahre 1992 gegründeten Programms „Memory of the World“ (port.: „Memória do Mundo“ / dt.: „Gedächtnis der Welt“) auch fünf wertvolle portugiesische Handschriften oder Handschriftensammlungen in das Weltdokumentenerbeverzeichnis aufgenommen worden.

Hier nun die Liste des gesamten UNESCO-Welterbes in Portugal:

Weltkulturerbe (port.: Património Mundial da Cultura)

-   Kloster der Heiligen Maria von Alcobaça
Das Kloster von Alcobaça (port.: Mosteiro de Santa Maria de Alcobaça) wurde im Jahre 1989 in die Weltkulturerbeliste aufgenommen. Aus dem 12. Jahrhundert stammend, beherbergt die riesige Zisterzienserklosteranlage, außer den üblichen Wirtschaftsräumen eines Klosters, fünf Kreuzgänge, sieben Dormitorien, eine Bibliothek und die größte Kirche Portugals
(lesen sie hierzu bitte auch meinen Blogeintrag „Alcobaça“ vom 17. November 2013)

-   Weinanbaugebiet des Alto Douro
Das steile Tal des Alto Douro und seine Weinanbaukultur (port.: Região Vinhateira do Alto Douro) sind seit 2001 Weltkulturerbe. Mit den Tälern weniger Nebenflüsse bildet der Alto Douro das älteste gesetzlich abgegrenzte Weinanbaugebiet der Welt! Es beginnt 100 km östlich der Stadt Porto und zieht sich über 120 km in Richtung spanisch-portugiesische Grenze. Nur in dieser Region, die auch als „País do Vinho“ (dt.: Weinland)  bezeichnet wird und in der seit über 2.000 Jahre Weinanbaukultur praktiziert wird, darf u. a. der weltberühmte Portwein angebaut werden.

-   Historisches Stadtzentrum von Angra do Heroismo
Die Stadt Angra do Heroismo, auf der Azoreninsel Terceira, ist die erste portugiesische Stadt die außerhalb Festlandportugals im Jahre 1534 gegründet wurde. Das historische Stadtzentrum von Angra do Heroismo hat mehrere besuchenswerte stattliche Barockbauten, eine schöne Kathedrale und eine mächtige Burg, den Castelo de São João Baptista, von dem man eine prächtige Panoramasicht über die Stadt hat. Bis 1822 war Angra do Heroismo die Hauptstadt der Azoren, bis es dann von Ponta Delgada, auf der Azoreninsel São Miguel, abgelöst wurde. Aber noch heute gilt die Stadt, die 1983 auf die Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde, als der kulturelle Mittelpunkt der Azoren
(lesen sie hierzu auch bitte meinen Blogeintrag „Die Azoreninsel Terceira“ vom 8. September 2009)

-   Weinanbaukultur der Azoreninsel Pico
Der jungvulkanische Boden der Azoreninsel Pico ist auf weiten Stecken völlig ohne Humusdecke, was kaum eine erträgliche Landwirtschaft zulässt. Agrarisch ertragreich ist lediglich der Weinanbau an den mühevoll bearbeiteten Hängen des Pico Alto, einem noch heute tätigen Vulkan der mit 2.351 m die höchste Erhebung Portugals ist. Seit dem 15. Jahrhundert ist Pico für seine exquisiten Weine berühmt. Im Jahre 2004 nahm die UNESCO die Weinanbaukultur der Azoreninsel Pico (port.: Cultura da Vinha da Ilha do Pico) in ihre Welterbeliste auf
(lesen sie hierzu auch bitte einem Blogeintrag „Die Azoreninsel Pico“ vom 05. September 2009)

-   Kloster von Batalha
Die schlichte Stadt Batalha, zwischen Lissabon und Coimbra in einem fruchtbaren Talkessel des Flusses Lena gelegen, wäre wohl kaum jemanden bekannt, gäbe es da nicht das ehemalige Dominikanerkloster der Heiligen Maria der siegreichen Schlacht (port.: Mosteiro de Santa Maria da Vitótia da Batalha). Das sich an der Nordseite des Ortes erhebende Kloster wurde 1387 von König João I auf Grund eines Gelübdes gegründet, das er am 14. August 1385, zu Beginn der für die Unabhängigkeit Portugals vom Königreich Kastilien siegreichen und entscheidenden Schlacht von Aljubarrota, abgelegt hatte. Das Kloster von Batalha ist das große steinerne Freiheitsdenkmal der Portugiesen. Es wurde im Jahre 1840 zum Nationaldenkmal erklärt und ist seit 1983 Weltkulturerbe
(lesen sie hierzu auch meinen Eintrag „Batalha“ vom 21. Juni 2011)

-   Universität von Coimbra
In der Altstadt von Coimbra befindet sich die ehrwürdige Universität von Coimbra (port.: Universidade de Coimbra), mit all ihren alten Universitätsgebäuden, ihrer Universitätskirche, ihrer grandiosen Bibliothek und dem angrenzenden Botanischen Garten. Sie ist die älteste und bedeutendste Universität Portugals und eine der renommiertesten in Europa. Die Universität ist auch heute, über 700 Jahre nach ihrer Gründung, mit ihren Studenten ein kultureller und wissenschaftlicher Mittelpunkt Portugals
(lesen sie hierzu auch meine zwei Blogeinträge „Die Universität von Coimbra“ vom 18. Januar 2012 und „Coimbras Universität ist Weltkulturerbe“ vom 22. Juni 2013)

-   Die Stadt Elvas und ihre Befestigungsanlagen
Nahe der spanisch-portugiesischen Grenze liegt die alte Garnisonsstadt Elvas, mit ihren 220 registrierten Baudenkmälern. Als Stützpunkt gegen das nahe gelegene spanische Badajoz wurde die „Königin der Grenze“, wie die Stadt auch genannt wird, seit dem späten Mittelalter mit immer umfangreicheren Mauern befestigt und im 17. und 18. Jahrhundert mit mächtigen Forts gesichert, die zu den eindruckvollsten ihrer Zeit in Portugal gehören. Die Befestigungsanlagen von Elvas sind die größten und besterhaltenen der Welt! Seit 2012 ist diese alte Stadt Weltkulturerbe der UNESCO
(lesen sie hierzu bitte meinen Eintrag „Elvas, die Königin der Grenze, ist auch UNESCO-Weltkulturerbe“, vom 01. Juli 2012)

-   Historisches Stadtzentrum von Évora
Évora, die ehemalige Hauptstadt der Provinz Alentejo, steht seit dem Jahre 1986 auf der Liste des Weltkulturerbes. Die Stadt wird hier in Portugal wegen ihrer vielen historisch bedeutenden Bauwerke, darunter zahlreiche Stadtpaläste, Kirchen und Klöster, auch stolz „Cidade Museu“ (dt.: Museumsstadt) genannt
(lesen sie hierzu auch bitte meinen Blogeintrag „Évora“ vom 11. November 2011)

-   Historisches Stadtzentrum von Guimarães
Guimarães, die Geburtsstadt des ersten portugiesischen Königs, Afonso Henriques I, war die erste Hauptstadt Portugals und trägt hierzulande auch den Beinamen „Berço da Nação“ (dt.: Wiege der Nation). Die recht malerische Altstadt von Guimarães mit ihrer stattlichen Burg, ihren zahlreichen Stadtpalästen, Kirchen, Klöstern und ihren blumengeschmückten Granithäusern ist seit 2001 Weltkulturerbe der UNESCO
(lesen sie hierzu bitte auch meinen Blogeintrag „Guimarães“ vom 02. Januar 2012)

-   Turm von Belém und Hieronymuskloster in Lissabon
Belém, der südwestlichste Stadtteil Lissabons, ist wegen seiner großartigen historischen Baudenkmäler und höchst sehenswerten Museen berühmt. Die zwei wohl bekanntesten Bauwerke Lissabons, der Turm von Belém (port.: Torre de Belém) und das ehemalige Hieronymuskloster (port.: Mosteiro dos Jerónimos) liegen in diesem Stadtteil. Beide Bauwerke sind bedeutende Beispiele manuelistischer Baukunst und eindrucksvolle Symbole für Portugals Macht und Reichtum zur Zeit der kolonialen Eroberungen. Sowohl der Turm als auch das Kloster sind seit 1983 Weltkulturerbe

-   Historisches Stadtzentrum von Porto
Die historische Altstadt von Porto (port.: Centro Histórico do Porto), der zweitgrößten Stadt Portugals, beherbergt mehrere bedeutende Bauwerke, wie etwa die gut erhaltene Stadtmauer, die imposante romanische Kathedrale, den neo-klassischen Börsenpalast oder die barocke Kirche Igreja dos Clérigos mit dem Wahrzeichen der Stadt, der Torre dos Clérigos, dem höchsten Kirchenglockenturm Portugals. Seit 1996 gehört das historische Stadtzentrum Portos zum Weltkulturerbe

-   Kulturlandschaft Sintra
Die von der UNESCO im Jahre 1995 qualifizierte Kulturlandschaft von Sintra (port.: Paisagem Cultural de Sintra) beinhaltet die Altstadt von Sintra und das romantische Sintragebirge mit all seinen exotischen Parks und prächtigen Gärten und den vielen architektonisch-einzigartigen Palästen, den jahrhundertealten Klöstern und den märchenhaften Schlössern
(lesen sie hierzu auch meinen Eintrag „Sintra“ vom 23. Juli 2013)

-   Christuskloster in Tomar
Die Tempelrittermönche des 1162 gegründeten Christusritterordens (port.: Ordem de cavalharia de Nosso Senhor Jesus Cristo) sind verantwortlich für den Bau der Klosteranlage von Tomar, die aus einer umfangreichen Gruppe imposanter und reich verzierter Gebäude des 12. bis 17. Jahrhunderts besteht. Einst „zur Verteidigung des Glaubens“ von den Tempelrittern erbaut, erlebte das im gotisch-manuelistischem Stil erbaute Christuskloster (port.: Convento de Cristo) unter seinen Großmeistern Heinrich dem Seefahrer und König Manuel I seine größte Blüte. Das Christuskloster wurde 1983 auf die Weltkulturerbeliste aufgenommen

-   Archäologischer Park im Tal des Côa
Im Nordosten Portugals befindet sich das Tal des Flusses Côa. In den steinernen Uferhängen dieses Flusstals wurden Ende des letzten Jahrhunderts mehrere Tausend eingravierte Felszeichnungen aus prähistorischer Zeit, manche von ihnen gut 30.000 Jahre alt, entdeckt. Diese Felsmalereien erstrecken sich über insgesamt 17 km im ganzen Tal und zeigen vor allem Tiermotive, wie man sie bisher nur aus Höhlen und Felsengrotten Mitteleuropas her kannte. Die prähistorischen Felsmalereien stehen seit 1998 auf der Liste des UNESCO-Welterbes

Weltnaturerbe (port.: Património Mundial da Natureza)

-   Der Lorbeerwald von Madeira
Der Lorbeerwald Madeiras bedeckt 20 % der Insel, also gut 150 qkm. Er besteht aus 20 verschiedenen, für die Insel charakteristischen Baumarten, wie z.B. den Madeira-Lorbeer (port.: vinhático / latein.: Persea indica), den Madeira-Holunder (port.: sabugueiro madeirense / latein.: Sambucus lanceolata), den Barbusano (port.: barbusano / latein.: Apollonias barbujana) oder den Stinklorbeer (port.: til / latein.: Ocotea foetens), sowie aus verschiedenen Farnarten. Im Dezember 1999 wurde dieser einzigartige Urwald zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt

Immaterielles Weltkulturerbe (port.: Património Cultural Imaterial da Humanidade)

-   Fado
Der Musikstil des Fado wurde 2011 von der UNESCO zum Immaterielles Kulturerbe der Menschheit (port.: Patrimônio Cultural Imaterial da Himanidade) ernannt. Er ist wohl der portugiesischste aller Musikstile in Portugal. Der Fado ist voller Schmerz und Sehnsucht, und handelt meistens von nicht erfüllter Liebe, vom Unglück, vom Schicksal und alten, verlorenen Zeiten. Dennoch ist der Fado, trotz dieser ganzen negativen Gefühle, voller Hoffnung und Leben. Da der Fado die wehmütigen Sehnsuchtsgefühle der Portugiesen so praktisch musikalisch symbolisiert, wird er oftmals – und das zu Recht – als „die Seele Portugals“ (port.: „a alma de Portugal“) bezeichnet
(lesen sie hierzu auch bitte meinen Blogeintrag „Weltkulturerbe Fado“ vom 27. November 2011)

-   Chorgesang Cante Alentejano
Auf den Tag genau drei Jahre nach dem Fado wurde der portugiesische Musikstil des Cante Alentejano im Jahre 2014 auf die Weltkulturerbeliste von der UNESCO gesetzt.
Der Cante Alentejano ist ein Chorgesang der ohne Instrumente in einem langsamen Tempo und in einem charakteristischen harmonisch-monotonem Takt gesungen wird. Fast immer handeln die vorgetragenen Lieder vom Alltag, von der Liebe, der Freundschaft und dem schweren Arbeitsalltag im Alentejo.
(lesen sie hierzu bitte auch meinen Blogeintrag „Weltkulturerbe Cante Alentejano“ vom 27. November 2014)

Weltdokumentenerbe (port.: Programa Memória do Mundo)

-   Brief über die Entdeckung Brasilien
Der Brief über die Entdeckung Brasiliens am 22. April 1500 (port.: Carta do Achamento do Brasil) ist ein dokumentarischer Bericht des Seefahrers Pedro Álvares Cabral an den portugiesischen König Manuel I. In diesem mit dem 01. Mai 1500 datierten Brief beschrieb der Chronikschreiber Pêro Vaz de Caminha an den König in Portugal die ersten Eindrücke der Portugiesen in der neu entdeckten Welt, ihre erste Begegnung mit den Ureinwohnern und ihre ersten Einblicke in die neue, unbekannte Flora und Fauna Südamerikas. Der vierzehn Seiten doppeltbeschriftete lange Brief, der eigentlich eine Art Chronik ist, befindet sich heute im portugiesischen Nationalarchiv Torre do Tombo und gilt als das erste literarische Dokument Brasiliens. Die UNESCO nahm den Brief über die Entdeckung Brasiliens im Jahre 2005 in die Weltdokumentenerbeliste auf
(bitte lesen sie hierzu auch meinen Blogbeitrag „Pero Vaz de Caminha“ vom 20. Februar 2012)

-   Vertrag von Tordesilhas
Der Vertrag von Tordesilhas (port.: Tratado de Tordesilhas), der am 07. Juni 1494 nach langwierigen Verhandlungen zwischen Portugal und Spanien abgeschlossen wurde, gilt als die dokumentierte Abschlussvereinbarung zwischen diesen beiden Königreichen, die damalige bekannte Welt untereinander aufzuteilen und die Hälfte des anderen zu respektieren. Der Vertrag von Tordesilhas gilt somit als der erste „Nichtangriffspakt“ zwischen Portugal und Spanien. Der Vertrag befindet sich heute im portugiesischen Nationalarchiv der Torre do Tombo und ist seit 2007 ein Welterbedokument

-   Chronologische Manuskriptsammlung „Corpo Cronologico“
Der „Corpo Cronologico“ ist eine Sammlung von verschiedenen Dokumenten und Manuskripten die zwischen 1756 und 1784 vom damaligen Leiter des Nationalarchivs Torre do Tombo, Manuel da Maia, zusammengetragen wurden. Die Sammlung umfasst insgesamt 83.212 verschiedene Verträge, Manuskripten und Dokumente des portugiesischen Staates die zwischen den Jahren 1161 und 1696 verfasst wurden.
Der Tatsache, das Manuel da Maia seinerseits die Schriftstücke alle chronologisch archivierte, versankt die Sammlung ihren Namen „Corpo Cronologico“. Seit 2007 ist die Sammlung, die sich weiterhin im Nationalarchiv Torre do Tombo befindet, Welterbedokument der UNESCO

-   Bericht der Flugpioniere Gago Coutinho und Sacadura Cabral
Im Jahre 1922 unternahmen die portugiesischen Flugpioniere Carlos Viegas Gago Coutinho und Artur de Sacadura Cabral den ersten Südatlantikflug der Geschichte. Am 30.März 1922 flogen beide Piloten mit ihrem Wasserdoppeldeckerflugzeug „Santa Cruz“ von Lissabon nach Rio de Janeiro in Brasilien. Über ihre Flugreise schrieben sie einen detaillierten Bericht (port.: Relatório dos aeronautas Gago Coutinho e Sacadura Cabral), der dann im Jahre 2010 als Welterbedokument von der UNESCO in ihre Liste aufgenommen wurden. Der Bericht der beiden Flugpioniere Coutinho und Cabral befinden sich heute im Archiv der Marinebibliothek in Lissabon

-   Reisetagebuch der ersten Indienfahrt des Vasco da Gama
Als der Seefahrer und Entdecker Vasco da Gama am 20. Mai 1498 seinen Fuß auf dem indischen Subkontinent setzte, hatte er als erster Mensch den Seeweg nach Indien entdeckt. Seine Reise hatte am 08. Juli 1497 in der portugiesischen Hauptstadt begonnen und erst zwei Jahre später, am 10. Juli 1499, segelte er wieder in Lissabon ein. Über seine Entdeckungsreise nach Indien verfasste er ein Reisetagebuch (port.: Diário da primeira viagem de Vasco da Gama), welches er später König Manuel I vorlegte. Dieses Reisetagebuch seiner ersten Indienfahrt ist 2013 von der UNESCO auf die Welterbedokumentenliste gesetzt worden. Es wird heute im Archiv der Stadtbibliothek von Porto aufbewahrt

Und hier nun eine Liste der von der portugiesischen Regierung nominierten Bauwerke und Naturschauplätze für eine zukünftige Bewerbung als Weltkultur- und Weltnaturerbe bei der UNESCO:

- die vulkanische Schachthöhle Angar do Carvão auf der Azoreninsel Terceira
- das historische Stadtzentrum von Santarém
- die Schwefelhöhle Furna do Enxofre auf der Azoreninsel Graciosa
- die von mittelalterlichen Mauern umgebene Kleinstadt Marvão und der kleine Berg auf dem es liegt
- die kleine unbewohnte Inselgruppe Ilhas Selvagens (dt.: Wilde Inseln) im Atlantik, vor der Küste Afrikas
- der Naturpark Südöstliche Alentejoküste im Alentejo
- die Lissabonner Unterstadt Baixa (port.: Baixa Pombalina)
- die Schloss- und Klosteranlage des Nationalpalastes von Mafra (port.: Palácio Nacional de Mafra)
- die Ortschaft Buçaco und das Waldgebiet in dem es liegt
- der Naturpark der Serra Arrábida
- die Dinosaurierfußspuren im Naturpark von Ourém-Torres Novas (port.: Parque Natural das Pegadas de Dinossáurio de Ourém-Torres Novas)

Dienstag, 1. Juli 2014

Zu vermieten


Bisher war es ja kein Problem hier in Portugal eine Location für eine private Familienfeier, eine Firmenveranstaltung, eine Cocktailparty, eine Tagung, ein Kongress oder ein besonderes Essen mit Freunden zu finden.
Ausgefallene Locations sind in Portugal weiß Gott keine Mangelwahre!
Aber ab dem heutigen Tag sind noch ein paar außergewöhnliche und garantiert geschichtsträchtige Veranstaltungsorte dazu gekommen – einige von ihnen gehören zu den bedeutendsten Baudenkmälern Portugals.

Wie die portugiesische Generaldirektion für kulturelles Erbe (port.: Direção-Geral do Património Cultural) – eine Behörde die mit der deutschen Denkmalschutzbehörde gleichzusetzen ist – mitteilt, wird es ab dem heutigen 01. Juli 2014 möglich sein in Zukunft 23 historische Bauwerke und staatlichen Museen landesweit für Familienfeiern, Business Events oder private Partys zu mieten.
Die Preise der Bauwerke und Museen die man buchen kann, hängen von vielen Faktoren ab, w.z.B. vom Prestige des Bauwerkes, vom Standort desselbigen, von den Räumlichkeiten die man mieten will oder kann, vom Datum, von der Anzahl der Gäste mit denen man feiern will und natürlich ob ein Catering gebraucht wird oder nicht.

Hier nun die „Preisliste“ der 23 besonderen Locations, die man für die nächste private oder öffentliche Veranstaltung hier in Portugal buchen kann:

- Hieronymuskloster
(port.: Mosteiro dos Jerónimos)
Lissabon
von 3.000 bis 40.000 Euro

- Nationales Kutschenmuseum
(port.: Museu Nacional dos Coches)
Lissabon
bis zu 10.000 Euro

- Königspalast von Ajuda
(port.: Palácio da Ajuda)
Lissabon
von 2.500 bis 7.500 Euro

- Turm von Belém
(port.: Torre de Belém)
Lissabon
von 1.500 bis 7.500 Euro

- Nationales Phanteon
(port.: Panteão Nacional)
Lissabon
von 750 bis 5.000 Euro

- Kloster von Alcobaça
(port.: Mosteiro de Alcobaça)
Alcobaça (Distrikt Leiria)
von 500 bis 7.500 Euro

- Kloster von Batalha
(port.: Mosteiro da Batalha)
Batalha (Distrikt Leiria)
von 200 bis 7.500 Euro

- Christuskloster von Tomar
(port.: Convento de Cristo)
Tomar (Distrikt Santarém)
von 100 bis 7.500 Euro

- Königspalast von Mafra
(port.: Palácio de Mafra)
Mafra (Distrikt Lissabon)
von 1.500 bis 6.000 Euro

- Nationalmuseum für Alte Kunst
(port.: Museu Nacional de Arte Antiga)
Lissabon
von 1.000 bis 4.000 Euro

- Nationalmuseum Machado de Castro
(port.: Museu Nacional de Machado de Castro)
Coimbra
von 250 bis 3.000 Euro

- Azulejo-Nationalmuseum
(port.: Museu Nacional do Azulejo)
Lissabon
von 250 bis 3.000 Euro

- Museum Dr. Anastácio Gonçalves
(port.: Casa de Malhoa)
Lissabon
von 500 bis 2000 Euro

- Lissabonner Musikmuseum
(port.: Museu da Música)
Lissabon
von 500 bis 2000 Euro

- Lissabonner Volkskunstmuseum
(port.: Museu de Arte Popular de Lisboa)
Lissabon
von 500 bis 2000 Euro

- Chiado-Museum
(port.: Museu do Chiado)
Lissabon
von 500 bis 2000 Euro

- Museum Grão Vasco
(port.: Museu de Grão Vasco)
Viseu
von 500 bis 2000 Euro

- Ethnologisches Nationalmuseum
(port.: Museu Nacional de Etnologia)
Lissabon
von 500 bis 2000 Euro

- Nationales Theater-Museum
(port.: Museu Nacional do Teatro)
Lissabon
von 500 bis 2000 Euro

- Nationales Kunstmuseum Soares dos Reis
(port.: Museu Nacional de Soares dos Reis)
Porto
von 500 bis 2000 Euro

- Nationales Archäologiemuseum
(port.: Museu Nacional de Arqueologia)
Lissabon
von 100 bis 3.500 Euro

- Nationales Trachten- und Modemuseum
(port.: Museu Nacional do Traje e da Moda)
Lissabon
von 125 bis 2.500 Euro

- Museum der Ausgrabungsstätte von Conimbriga
(port.: Museu Monográfico de Conimbriga)
Coimbra
von 50 bis 1.500 Euro

Bei all diesen Locations handelt es sich um in Stein gehauene Geschichte, die jede für sich eine prachtvolle und individuelle Kulisse abgibt.
Ab jetzt sind sie für jeden, der es sich finanziell leisten kann, als besonderer Veranstaltungsort zugänglich.

Samstag, 31. März 2012

Die zentralen Feierlichkeiten zum 10. Juni 2012


Wie das portugiesische Präsidialamt diese Woche bekannt gegeben hat, hat Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva verfügt, dass die diesjährigen Feierlichkeiten zum portugiesischen Nationalfeiertag, am 10. Juni, in der Hauptstadt Lissabon stattfinden sollen.

Der 10. Juni ist einer der höchsten Feiertage Portugals und trägt den offiziellen Namen „Dia de Portugal, de Camões e das Comunidades Portuguesas“ (dt.: „Tag Portugals, Camões und der portugiesischen Gemeinden“.

Zum ersten Mal wurde dieser Feiertag im Jahre 1933, noch zu Zeiten der Salazar-Diktatur, gefeiert, und zwar noch unter dem weniger rühmlichen Namen „Dia de Portugal, de Camões e da Raça“ ( dt.: „Tag Portugals, Camões und der (portugiesischen) Rasse“).
Unter Diktator António de Oliveira Salazar fanden die zentralen Feierlichkeiten dieses Tages, das ursprünglich die portugiesische Kolonialpolitik verherrlichen sollte, immer in Lissabon statt.

Mit dem Ende der Diktatur im Jahre 1974 änderte sich nicht nur der Name des Feiertages – der Begriff „Raça“ (dt.: Rasse) wurde durch den Begriff „Comunidades Portuguesas“ (dt.: Portugiesische Gemeinden) ersetzt – sondern auch der Ort der Feierlichkeiten.
Seit 1977 ist es nämlich nun Tradition die zentralen Feierlichkeiten zum Portugal-Tag stets abwechselnd in jeweils einer anderen Stadt des Landes zu feiern, und nicht wie früher, nur in Lissabon.
So bekamen auch kleinere Provinzstädte, wie Covilhã, Vila Real oder Tomar, die Möglichkeit die Feiern zum portugiesischen Nationalfeiertag auszutragen.

Lissabon war, nach der Nelkenrevolution von 1974, bisher vier Mal Austragungsort der zentralen Feierlichkeiten zum 10. Juni, nämlich in den Jahren 1983, 1987, 1992 und 1998.

Bisherige Austragungsstädte der jeweiligen Feiern waren von 1977 bis heute:

• 1977 – Guarda (Beira Alta)
• 1978 – Portalegre (Alto Alentejo)
• 1979 – Vila Real (Trás-os-Montes)
• 1980 – Leiria (Beira Litoral)
• 1981 – Funchal (Madeira)
• 1982 – Figueira da Fóz (Beira Litoral)
• 1983 – Lisboa (Estremadura)
• 1984 – Viseu (Beira Alta)
• 1985 – Porto (Douro Litoral)
• 1986 – Évora (Alto Alentejo)
• 1987 – Lisboa (Estremadura)
• 1988 – Covilhã (Beira Baixa)
• 1989 – Ponta Delgada (Azoren)
• 1990 – Braga (Minho)
• 1991 – Tomar (Ribatejo)
• 1992 – Lisboa (Estremadura)
• 1993 – Sintra (Estremadura)
• 1994 – Coimbra (Beira Litoral)
• 1995 – Porto (Douro Litoral)
• 1996 – Lagos (Algarve)
• 1997 – Chaves (Trás-os-Montes)
• 1998 – Lisboa (Estremadura)
• 1999 – Aveiro (Beira Litoral)
• 2000 – Viseu (Beira Alta)
• 2001 – Porto (Douro Litoral)
• 2002 – Beja (Baixo Alentejo)
• 2003 – Angra do Heroismo (Azoren)
• 2004 – Bragança (Trás-os-Montes)
• 2005 – Guimarães (Minho)
• 2006 – Porto (Douro Litoral)
• 2007 – Setúbal (Estremadura)
• 2008 – Viana do Castelo (Minho)
• 2009 – Santarém (Ribatejo)
• 2010 – Faro (Algarve)
• 2011 – Castelo Branco (Beira Baixa)

Somit ist es nun also beschlossene Sache:
Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva wird, zum ersten Mal seit seiner Amtseinführung im Jahre 2006, die Feiern zum 10. Juni in der portugiesischen Hauptstadt stattfinden lassen.