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Montag, 27. Juli 2015

Mit einer Nussschale über den Atlantik – die historische Fahrt der „Bom Sucesso“


Wer jemals die Stadt Olhão in der südportugiesischen Algarve besucht hat (lesen sie hierzu bitte auch meinen Blogeintrag „Olhão“, vom 30. Juni 2015), dem wird am Hafen, zwischen all den Fischer- und Segelbooten, ein kleiner, aber besonders schöner Segler aufgefallen sein.
Bei diesem Kahn – einem so genannten Kaik (port.: caíque) – handelt es sich um eine maßstabgetreue Nachbildung eines Seglers, welches vor über 200 Jahren eine recht abenteuerliche Atlantiküberquerung hinter sich gebracht hat.
Der Name dieses Kaik lautete und lautet „Bom Sucesso“ (dt.: guter Erfolg / gutes Gelingen / viel Erfolg) und ist heute das Wappen der Stadt Olhão.

Kaiks – nicht zu verwechseln mit Kajaks! – sind, vereinfacht gesagt, Miniaturausgaben von Schiffstypen mit denen Portugal einst die Welt umsegelte, wie etwa Karavellen, Galeonen und Naus.
Im Gegensatz zu diesen großen Seglern, waren Kaiks aber nicht für lange Fahrten konzipiert, sondern fanden als robuste Fischer- und Frachtschiffe eigentlich nur in Küstennähe Verwendung.
Die Fischer der Algarve wagten mit diesen kleinen Kähnen gerade mal ab und zu eine Fahrt bis ins nahe Nordafrika.
Vor allem die Einwohner von Olhão benutzten diesen recht wendigen Bootstyp seit jeher um in der vor ihrer Haustür liegenden Ria Formosa zu fischen.

Als Anfang des 19. Jahrh. französische Soldaten auf Befehl von Napoleon Bonaparte Portugal besetzten, verboten sie u. a. den Fischern von Olhão die Kaiks zu benutzen und so ihrem eigentlichen Broterwerb nachzugehen.
Daraufhin fanden die Einwohner von Olhão eine zwar gefährlichere – da unter Todesstrafe stehende – aber dennoch wesentlich ertragreichere Erwerbstätigkeit:
sie schmuggelten auf Teufel komm raus!
Die schnittigen Kaiks, die kaum Tiefgang hatten, waren in den zahlreichen Kanälen, Sanddünen, Salzmarschen und seichten Lagunen der Ria Formosa hierfür für ihre Besitzer sehr von Nutzen. 

Im Juni 1808 erhoben sich die Bürger von Olhão erfolgreich gegen die französischen Besatzer.
Dank der Hilfe englischer Truppen konnten die französischen Soldaten recht schnell besiegt werden und hinter die spanische Grenze gedrängt werden.
Bereits am 23. Juni 1808 galt die Algarve als von den Franzosen befreit.

Die Nachricht über diesen überaus wichtigen Sieg gegen die verhassten Franzosen konnte zuerst einmal nicht an den Staatsoberhaupt gegeben werden, da die damalige Monarchin, Königin Maria I, und ihr Sohn Prinzregent João, der spätere König João VI, im entfernten Brasilien im Exil weilten.
Die königliche Familie war kurz vor der französischen Besatzung im November 1807, samt ihrem Hofstaat und der Regierung, außer Landes gegangen und hatte in Rio de Janeiro ihre Zelte aufgeschlagen.

Da man aber so schnell wie möglich den Prinzregenten über den durchaus wichtigen militärischen Erfolg in der Heimat in Kenntnis setzen wollte, entschloss die portugiesische Militärregierung der Algarve dem Regenten ein Dokument mit der Nachricht über den Sieg Portugals gegen Frankreich zukommen zu lassen.

Am 07. Juli 1808, drei Wochen nach der Befreiung der Algarve, bestiegen 17 einfache Männer aus Olhão den Kaik „Bom Sucesso“ und stachen wagemutig in See.
An Bord waren Manuel de Oliveira Nobre, der zum Kapitän bestimmt worden war,
Manuel Martins Garrocho, der Eigentümer der „Bom Sucesso”,
und die einfachen Fischer
António Pereira Gémio
António da Cruz Charrão
António dos Santos Palma
Domingos do Ó Borrego
Domingos de Sousa
Francisco Lourenço
João Domingues Lopes
João do Munho
Joaquim do Ó
Joaquim Ribeiro
José Pires
José da Cruz
José da Cruz Charrão
Manuel de Oliveira
und Pedro Ninil

Keiner dieser Männer hatte sich vorher so weit in den Atlantik hinausgewagt und es darf behauptet werden, dass keiner von ihnen sich auch nur annähernd vorstellen konnte was für Strapazen und Gefahren vor ihnen lagen.
Wenn man bedenkt, dass die „Bom Sucesso“ gerade mal 18 m lang und 5 m breit war, das mehrere Tausend Kilometern vor ihnen lagen, sie vor französischen Kriegsschiffen und Piraten ständig auf der Hut sein mussten und das sie, außer einer alten Seekarte, keinerlei nautisches Gerät an Bord hatten, kann man ohne Zweifel von Wagemut bei diesen Männern sprechen.
Sie orientierten sich nachts mit Hilfe der Sterne und nutzten die Winde und Meeresströmungen um ihr Ziel Rio de Janeiro zu erreichen.

Begünstigt durch aus Nordosten wehenden Winden erreichte nach einer Woche auf See die „Bom Sucesso“ am 14. Juli Funchal auf Madeira. Hier versorgte sich die Mannschaft mit frischem Wasser und Lebensmitteln.
In einer Hafenkneipe lernte Kapitän Manuel de Oliveira Nobre den Seemann Francisco Domingos Machado kennen.
Machado war zwar noch jung an Jahren, hatte aber schon als Matrose eine Reise ins entfernte Macau hinter sich gebracht, was ihn, in den Augen des Kapitäns, „hochseetauglich“ machte.
Kapitän Oliveira Nobre lud den jungen Machado zur Überfahrt ein, konnte ihn aber nicht für diese bezahlen. Außer dem Dokument mit der Nachricht an den Prinzregenten hatte die „Bom Sucesso“ keinerlei Wertsachen an Bord. Kapitän Oliveira Nobre machte Machado aber ein Angebot schmackhaft, welches er sofort annahm.
Vor versammelter Mannschaft sagte Kapitän Oliveira Nobre dem jungen Machado zu, er würde das Kommando der „Bom Sucesso“ übernehmen, sollte er selber während der abenteuerlichen Reise versterben.
Ein Angebot das der einfache Matrose Machado nicht ausschlagen konnte und wollte.
Zwei Tage später, am 16. Juli, stach die „Bom Sucesso“ wieder in See.

Nach einer langen Zeit auf dem Meer ließen sich eines Morgens zwei Pelikane auf der „Bom Sucesso“ nieder, wohl um sich auszuruhen. Da die Männer diese Vögel von ihrer Heimat her kannten, wussten sie dass sich Pelikane nur sehr selten mehr als 60 oder 70 Seemeilen vom Land zu entfernten pflegten.
Als die Männer dann auch Treibholz, Seegras und Schilfrohr im Wasser treiben sahen, wussten sie, dass sie sich wohl nicht mehr sehr weit von der Küste befinden würden.

Fünf lange und stürmische Wochen nach ihrer Wegfahrt von Madeira und nachdem sie mit großer Zähigkeit und Willenskraft alle Hindernisse auf hoher See überwunden hatten, sichteten die Männer endlich die südamerikanische Küste.
Als sie an Land gingen erfuhren sie von Missionaren, die im Urwald Indios bekehrten, dass sie nicht in Brasilien angelandet waren, sondern sich in Französisch-Guayana befanden – also in Feindesland.
Sie füllten ihre Fässer mit frischem Wasser, besorgten sich im Urwald Nahrung und stachen darauf hin sofort wieder in See.
Da sie nun wussten wo sie sich ungefähr befanden, segelten sie die restliche Strecke immer in Landesnähe.
Sie segelten und ruderten an der dicht bewaldeten Küste Amazoniens, Pernambucos und Bahias vorbei, bevor sie endlich am 22. September 1808 in die Bucht von Guanabara, in Rio de Janeiro, einfuhren.

Sie hissten die portugiesische Flagge und gingen an Land.
Sofort sammelten sich am Hafen zahlreiche Bürger der Stadt und die Soldaten Rios, die den Kaik zuerst gar nicht bemerkt hatten, dachten anfänglich an einen üblen Scherz, denn für sie war es unvorstellbar, dass solch eine Nussschale wie die „Bom Sucesso“ den Atlantik überqueren konnte.
Als dem wachhabenden Kommandeur aber das versiegelte Dokument an den Prinzregenten gezeigt wurde, wurden die Atlantiküberquerer sofort in den königlichen Palast zu Prinzregent João geführt.

Der Regent war beeindruckt und konnte zuerst einmal, wie wohl jeder an diesem Tag in Rio de Janeiro, nicht so richtig glauben das die „Bom Sucesso“ den weiten Weg von Olhão nach Brasilien gefunden hatte.
Er empfing die ganze Mannschaft und ließ dieser, nach dem lesen des Dokuments das die portugiesische Militärregierung der Algarve an ihn gesendet hatte, noch am selben Tag die stattliche Summe von 1.200 Reis, die damalige portugiesische Goldwährung, auszahlen.

Aber der Prinzregent beließ es nicht bei dieser stattlichen Geldsumme für die 18 wagemutigen und tapferen Fischer aus Olhão.
In den folgenden Tagen gab er allen einen hohen militärischen Rang und versah jeden von ihnen mit dem höchsten Verdienstsorden den der portugiesische Staat damals zu vergeben hatte, dem Christusorden (port.: ordem de Cristo), einem Orden der bis dahin eigentlich nur an Adelige verliehen wurde.
Außerdem kaufte er Manuel Martins Garrocho, dem Eigentümer der „Bom Sucesso“, seinen Kaik ab und schenkte ihm einen neuen Segler, mit dem die Mannschaft später auch die Heimreise nach Portugal antrat.

Die original „Bom Sucesso“ gibt es heute nicht mehr.
Keiner weiß was aus dieser kleinen Nussschale geworden ist. Tatsache ist, das der Kaik bis 1841 nachweißlich eines der beliebtesten Ausstellungsstücke des renommierten Marinemuseums von Rio de Janeiro war.

Am 15. November 1808 erhob Prinzregent João Olhão zur Stadt und versah diese mit dem lyrischen Beinamen „Vila de Olhão da Restauração“ (dt.: Olhão, Stadt der Wiederherstellung).
Diesen Ehrentitel gab der Prinzregent der Stadt als Dank für die wichtige Initiative der Bürger Olhãos für die „Wiederherstellung“ der Unabhängigkeit Portugals von den französischen Besatzern.

Im Februar 1809 kehren die 18 Fischer aus Olhão in ihre Heimat zurück.
An Bord nahmen sie verschiedene Schriftstücke mit, unter ihnen verschiedene Anordnungen und Befehle des Prinzregenten an die Militärverwaltungen in Lissabon und der Algarve, sowie zahlreiche Briefe und Schriftstücke bürgerlicher, adliger und kirchlicher Bürger Rios an die verschiedensten Empfänger in Portugal.
Der portugiesische Seepostweg war gegründet!

In Portugal angekommen fingen einige der 17 Männer der „Bom Sucesso“ eine militärische Karriere an, andere widmeten sich wieder der Fischerei zu und zwei von ihnen, Manuel de Oliveira Nobre und Francisco Domingos Machado blieben der portugiesischen Übersee-Seefahrt treu.

Aber so unterschiedlich sich auch ihre jeweiligen Lebenswege nach ihrer tapferen Reise über den Atlantik entwickelten, alle 18 fanden sie nach dem Tod ihre letzte Ruhestätte in der Kapelle Nossa Senhora dos Aflitos im Herzen von Olhão, dort wo sie heute noch ruhen.
Der Kaik „Bom Sucesso“, wenn auch nur die Kopie, hat sie alle überlebt und steht heute im Hafen von Olhão, wo sie der Stadt als Museums- und Ausflugsboot dient.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Degenfisch oder Schwertfisch? – Hauptsache Fisch!


Meine liebe Freundin Regina aus Schwäbisch-Hall verbringt derzeit ein paar erholsame Tage hier in Cascais.
Gestern hat sie mir von ihrem dortigen Besuch auf dem Fischmarkt (port.: mercado de peixe) erzählt und wie sehr ihr die immense Auswahl an frischem Fisch imponiert hat.

Von so vielem frischen Fisch inspiriert, wollte sie dann in einem Restaurant zum Mittagessen Fisch essen.
Auf der deutschsprachigen Menükarte, die ihr nach dem feststellen ihrer Nationalität gereicht wurde, entdeckte sie „Schwertfisch“ und wollte diesen dann auch gerne mal probieren.

Leider sind ja die meisten ins deutsche übersetzten portugiesischen Speise- oder Getränkekarten hierzulande einfach nur grottensschlechte grammatikale Peinlichkeiten, und diese, die man Regina in Cascais in die Hand drückte, scheint so ein mit wenig Sorgfalt übersetztes Exemplar gewesen zu sein, denn anstatt „Schwertfisch“ (port.: espadarte) setzte man ihr „Degenfisch“ (port.: peixe-espada) vor.
Zwischen einem Schwert und einem Degen mag es keinen allzu großen Unterschied geben, zwischen einem Schwertfisch und einem Degenfisch aber ist der Unterschied riesengroß – sowohl biologisch als auch geschmacklich!
Na ja, Hauptsache der Fisch war lecker und hat ihr geschmeckt.
Und leckeren Fisch bekommt man hier in Portugal Gott sei Dank mit Leichtigkeit!

Die Fischerei hat in Portugal traditionsgemäß große Bedeutung.
Aktuell werden, durch die von der EU auferlegten Fischfangquoten bedingt, jährlich nur gut 160.000 t Meeresfisch vor der portugiesischen Küste oder auf hoher See gefangen, obwohl sich das portugiesische Meereshoheitsgebiet über stolze 3.877.408 km² erstreckt und bei weitem das größte Europas ist.
Große Bedeutung kommt hierzulande der Sardinen-Fischerei zu, sowie dem Schellfischfang (port.: bacalhau) vor der nordamerikanischen Küste zwischen Grönland und Neufundland.

Die mittel- und nordportugiesischen Fischanlandungsgebiete, wie Sesimbra, Matosinhos, Peniche oder Figueira da Foz, sind die produktivsten.
Aber auch die Inselarchipel der Azoren und Madeira sind sehr fischreich.

Die zehn wichtigsten Fischanlandungshäfen Portugals sind:

- Sesimbra (Zentrum) mit 25.000 t
- Matosinhos (Norden) mit 21.450 t
- Peniche (Zentrum) mit 14.300 t
- Figueira da Foz (Zentrum) mit 11.800 t
- Olhão (Algarve) mit 11.700 t
- Aveiro (Zentrum) mit 11.000 t
- Sines (Alentejo) mit 8.800 t
- São Miguel (Azoren) mit 6.000 t
- Portimão (Algarve) mit 5.500 t
- Funchal (Madeira) mit 4.100 t

Andere wichtige portugiesische Fischereihäfen sind Nazaré, Setúbal, Póvoa de Varzim, Tavira und Cascais.

Statistisch gesehen essen wir Portugiesen ca. 57 kg Fisch im Jahr!
Damit ist Portugal absoluter Spitzenreiter in der EU.
Weltweit liegt Portugal auf den 3. Platz des Fischkonsums. Lediglich die Isländer und die Japaner vertilgen pro Kopf mehr Fisch als die Portugiesen.
Da Portugals Fischfangflotte lediglich aus 4.469 registrierten Fischerbooten besteht, können diese den nationalen Konsum an Fisch bei weitem nicht decken und so muss Portugal 2/3 seines Fischbedarfes in gesalzener, getrockneter, geräucherter oder tief gefrorener Form importieren.
Die in Portugal am meisten gefischten und zum Verkauf angebotenen Fischarten sind Sardinen (sardinha), Makrelen (port.: carapau), Dorsch (port.: pescada), Schellfisch (port.: bacalhau) und Degenfisch (port.: peixe-espada).
Eine Meerestierart die biologisch natürlich nicht zu den Fischen gehört, die hier in Portugal aber immer zu diesen gezählt wird und die man auf jedem Markt neben den einzelnen Fischsorten bewundern kann, sind Kopffüßler wie Tintenfische (port.: polvo), Sepia (port.: choco) und Kalmare (lula).

So wichtig die Hochsee- und Küstenfischerei für Portugal ernährungstechnisch und wirtschaftlich auch sein mag, die Fluss- bzw. die Süßwasserfischerei spielt in Portugal keine relevante Rolle.
Nur in einigen Gegenden Portugals, zumeist im Landesinneren, greift man auf Süßwasserfische wie Aal (port.: enguia), Barbe (port.: barbo), Forelle (port.: truta) oder Neunauge (port.: lampreia) zum Verzehr zurück.

Folgend nun einpaar portugiesische Fischnamen, die einem Deutschen hier auf einem Fischmarkt, in einem Supermarkt oder auf einer Speisekarte jederzeit begegnen können:

- atum (dt.: Thunfisch)
- bacalhau (dt.: Schellfisch)
- carapau / cavala (dt.: Makrele)
- cherne / garoupa (dt.: Zackenbarsch)
- choco (dt.: Sepia)
- dourada (dt.: Dorade)
- espadarte (dt.: Schwertfisch)
- faneca (dt.: Franzosendorsch)
- linguado (dt.: Seezunge)
- lula (dt.: Kalmare)
- goraz (dt.: Rote Fleckbrasse)
- peixe-espada(dt.: Degenfisch)
- pescada (dt.: Hechtdorsch)
- polvo (dt.: Tintenfisch)
- pregado (dt.: Steinbutt)
- raia (dt.: Rochen)
- robalo (dt.: Wolfsbarsch)
- safio (dt.: Meeraal)
- salmão (dt.: Lachs)
- almonete (dt.: Streifenbarbe)
- sardinha (dt.: Sardine)
- sargo (dt.: Geißbrasse)
- tamboril (dt.: Seeteufel)

Wer viele der hier oben genannten Meeresfische einmal nicht nur tot in einer Markthalle oder auf seinem Teller sehen will, sondern lebend und schwimmend im Wasser, dem empfehle ich einen Besuch im Lissabonner Ozeanarium (port.: Oceanário de Lisboa), Europas größtem Aquarium auf dem ehemaligen EXPO-Gelände (bitte lesen sie hierzu auch meinen Blogeintrag „Ozeanarium – Oceanário, vom 14. August 2009).

Mittwoch, 29. April 2015

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur verschiedene Arten von gutem Wetter!


Heute hatten wir hier in Lissabon einen schönen sonnigen und recht warmen Tag.
Als Mitte des Monats meine Freundin Vanda in Portugal war, um hier ein paar Tage Urlaub an der Algarve zu machen, hatte sie mit dem Wetter weniger Glück, denn sie hat ziemlich regnerische, windige und leider auch kalte Urlaubstage abbekommen.

Als Vanda sich bei mir telefonisch über das Wetter beschwerte – als ob ich beim portugiesischen Wetterdienst arbeiten würde und daher für das schlechte Wetter zuständig wäre – gab ich ihr zum Trost als Antwort eine uralte portugiesische Bauernweisheit mit auf dem Weg:

„Abril, águas mil!“ – was ins deutsche übersetzt soviel heißt wie „Im Monat April, mach dich auf viel Wasser gefasst!“, d.h. der April gilt auch hierzulande als ein sehr unbeständiger und beim Wetter sehr unzuverlässiger Monat.

Heute bin ich von meinem Leser Peter, der dieses Jahr einen zweiwöchigen Urlaub hier in Portugal plant, gefragt worden welche die beste Reisezeit wäre, um in Portugal „so richtig geiles Wetter“ abzubekommen.

Nun, in Zeiten globaler Erderwärmung und extremen Klimawandel lässt sich leider nicht mehr so genau sagen, wie das Wetter am nächsten Tag, nächste Woche oder im nächsten Monat hierzulande sein wird.
Das war früher einfacher.
Da gab es hier in Portugal zuverlässig einen Frühling, einen Sommer, etwas Herbst und kaum einen Winter.
Aber heute ist das leider alles nicht mehr so eindeutig wie früher.

Meine Verbindungen zu Petrus sind in letzter Zeit nicht die allerbesten, aber ich glaube sagen zu dürfen das für gewöhnlich eine Rundfahrt durch Portugal, einen Aufenthalt an der Südküste oder auch einen Kulturtrip nach Lissabon sich der Frühling und der Herbst am besten anbieten, so etwa von März bis Anfang Juni sowie von Anfang September bis Anfang November.
An der Algarve kann man im Regelfall in diesen Monaten mit einem angenehm warmen und recht beständigen Wetter rechnen; es ist jedoch nie auszuschließen, dass es auch mal einige Tage lang recht heftig regnet – man frage die leidgeprüfte Vanda…

Wer einen Badeurlaub an der westlichen Atlantikküste plant, sollte den Hochsommer als Reisezeit wählen.
Ein beständig kräftig wehender Wind sorgt dafür, dass es nie zu heiß wird.
Im Norden bleiben selbst im Juli und August manchmal Regenfälle nicht aus und außerhalb der Algarve erreichen die Wassertemperaturen nur sehr selten die 18°C.
Erträglich ist ein Aufenthalt im Hochsommer eigentlich nur an der Algarve, wo die Höchsttemperaturen selten über 35°C steigen.
Da jedoch in Portugal die Sommermonate die Zeit des stärksten Reiseverkehrs sind, wird sich mancher im Gedränge an der Algarve und vor allem in den Seebädern um Lissabon herum nicht mehr so recht wohl fühlen.
Die portugiesische Südküste hat ein sehr wintermildes Klima. Die Tiefsttemperaturen sinken nur kurzzeitig unter 10°C; an einem geschützten Plätzchen kann man hier selbst im Dezember und Januar die Sonnenstrahlen genießen.

Da das Klima auf Madeira das ganze Jahr über mild bis subtropisch ist, wählen viele auch hierzulande die Atlantikinsel als Winter- und Frühjahrsreiseziel.
Sogar in den Wintermonaten sinkt die Temperatur in Funchal nur sehr, sehr selten unter 12°C, die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 22°C.
Man muss damit rechnen, dass es hin und wieder regnet, meist handelt es sich jedoch um Schauer von kurzer Dauer.
Das Wasser ist selten kälter als 18°C.
Im Sommerhalbjahr sind die Niederschläge deutlich geringer; die höchsten Durchschnittstemperaturen werden in Funchal im August mit gut 25°C erreicht.

Dank des nach der Azorengruppe benannten Azorenhochs, macht es kaum einen Unterschied ob man im Hochsommer oder im Winter auf die Azoren reist.
Da die Inselgruppe im Bereich des Golfstroms liegt, hat sie das ganze Jahr über ein gleichmäßig mildes Klima, mit durchschnittlich 22°C.
Dennoch darf man auf den Azoren keinesfalls mit beständig schönem Wetter rechnen. Im Gegenteil, es ist ganz normal das man auf den Inseln an einem einzigen Tag die vier Jahreszeiten erleben kann.
Die hohen Niederschläge verteilen sich auf das ganze Jahr, zudem sind die Azoren ebenfalls das ganze Jahr beständigen Winden ausgesetzt.

Aber ob es nun regnet oder die Sonne scheint, man sollte einen Besuch in Portugal – außer man hat wie meine Freundin Vanda einen Badeurlaub geplant – nie vom Wetter abhängig machen.
Im Grunde genommen gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur verschiedene Arten von gutem Wetter!

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Portugals einzigartige Leuchttürme


Wie die portugiesische Marine (port.: marinha portuguesa) gestern auf ihrer Internetseite verlautbaren ließ, sind ab sofort 29 der über 100 portugiesischen Leuchttürme (port.: farois) das ganze Jahr über für Besucher geöffnet.

Leuchttürme sind hier in Portugal, wie wohl überall auf der Welt, strahlende Wahreichen der Seefahrt.
Ihre weithin leuchtenden Feuer haben über Jahrhunderte hinweg hierzulande unzählige Seeleute, vom anonymen Matrosen bis hin zum bekannten Seefahrer und Entdecker, vor gefährlichen Sandbänken, Korallenriffen und Untiefen gewarnt und ihnen so oftmals das Leben gerettet.

17 Leuchttürme in Kontinentalportugal, elf auf den Azoreninseln und ein Leuchtturm (port.: farol) auf der Insel Madeira können fortan immer mittwochs von 14 h bis 17 h kostenlos und ohne Voranmeldung besucht werden.
Diese Leuchttürme sind, von Nord nach Süd:

Festlandsportugal

- Farol de Montedor – gelegen in der Stadt Viana do Castelo, ist dies der nördlichste Leuchtturm an Portugals Küste. Er ging 1910 in Betrieb und hat eine Leuchtkraft von 22 Seemeilen

- Farol da Barra – dieser Leuchtturm trägt auch den Namen Farol de Aveiro, benannt nach der Hafenstadt an dem es liegt, und steht am Strand von Barra. Er ist mit 62 m der höchste Leuchtturm Portugals und wurde zwischen 1885 und 1893 erbaut. Seine Leuchtkraft hat eine Reichweite von 23 Seemeilen

- Farol de Leça – er ist auch unter dem Namen Farol da Boa Nova bekannt und liegt in der nordportugiesischen Gemeinde Leça da Palmeira. Der 1926 errichtete Leuchtturm ist 46 m hoch und steht auf einer 57 m hohen Klippe. Er hat eine Leuchtkraft von 28 Seemeilen

- Farol do Cabo Mondego – dieser am Kap Mondego, in der Stadt Figueira da Foz, gelegene Leuchtturm ist zwar nur 15 m hoch, liegt aber auf einer 98 m hohen Anhöhe und sein Lichtstrahl ist so bis zu 28 Seemeilen weit zu sehen. Erbaut wurde er 1858

- Farlo do Penedo da Saudade – errichtet wurde er 1912. Dieser Leuchtturm ist 32 m hoch, steht in der Gemeinde São Pedro de Moel und seine Leuchtkraft reicht bis zu 30 Seemeilen weit ins Meer

- Farol do Cabo Carvoeiro – dieser Leuchtturm wurde 1790 auf Anordnung des Premierministers Marques de Pombal errichtet und ist heute eines der ältesten noch erhaltenen Leuchttürme Portugals. Er steht an der steilen Klippe des Cabo Carvoeiro bei Peniche und seine Leuchtkraft hat eine Reichweite von 15 Seemeilen

- Farol da Berlenga – dieser auf der Insel Berlenga Grande, vor der Küstenstadt Peniche, stehende Leuchtturm, ist auch unter dem Namen Farol do Duque de Bragança bekannt. 1841 errichtet, wurde er im Jahr darauf, 1842, in Betrieb genommen. Seine Leuchtkraft beträgt bis zu 27 Seemeilen

- Farol do Cabo da Roca – „Dort wo das Land endet und das Meer beginnt“, dort befindet sich das Cabo da Roca. Hier, am westlichsten Punkt des europäischen Festlands, steht dieser bereits 1772, auf Anordnung Premierministers Marques de Pombal, errichtete Leuchtturm. Er ist 22 m hoch, steht auf einer 165 m hohen Klippe und sein Lichtkegel reicht bis zu 26 Seemeilen ins Meer hinein

- Farol do Cabo Espichel – schon Anfang des 15. Jahrhunderts soll am Cabo Espichel, gut 50 km südlich von Lissabon, ein Leuchtturm gestanden haben. Der heutige Leuchtturm stammt aus dem Jahre 1790 und wurde auf Anordnung des Marques de Pombal, dem Premierminister von König José I, erbaut. Er hat eine Leuchtkraft von gut 26 Seemeilen

- Farol do Cabo de Sines – dieser 1880 erbaute Leuchtturm steht unweit der Stadt Sines, auf dem Kap gleichen Namens. Er hat eine Höhe von 22 m und sein Lichtkegel ist bis zu 26 Seemeilen weit zu sehen

- Farol do Cabo Sardão – obwohl schon im Jahre 1883 geplant, wurde dieser Leuchtturm erst 1915 in Betrieb genommen. Er steht auf dem Kap Sardão, unweit des Städtchen Odemira, im Küstenstreifen des Alentejo. Er hat eine Höhe von 22 m und eine Leuchtkraft die gut 23 Seemeilen weit ins Meer hinausstrahlt

- Farol do Cabo de São Vicente – das Kap São Vicente an der Algarveküste ist der südwestlichste Punkt des europäischen Festlandes. Hier, in der Nähe von Sagres, wurde einstmals der erste Leuchtturm Portugals errichtet. 1520 versah man den Turm des alten Klosters São Francisco mit einem Leuchtfeuer und benutzte ihn fortan als Leuchtturm. Dieser wurde dann aber 1587 bei einem Angriff des englischen Freibeuters Francis Drake völlig zerstört. Der heutige 28 m hohe Leuchtturm Farol do Cabo de São Vicente steht auf einer 86 m hohen Klippe und wurde ursprünglich im Jahre 1846, auf Anordnung von Königin Maria II, erbaut. Sein Lichtkegel reicht 32 Seemeilen in den Atlantik hinein und er ist somit der lichtstärkste Leuchtturm Europas

- Farol da Ponta da Piedade – die Ponta da Piedade, unweit der Stadt Lagos, ist eine der schönsten und charakteristischsten Felsklippenlandschaften an der Algarveküste. Hier, auf einer 51 m hohen Klippe, steht der zwischen 1912 und 1913 erbaute Leuchtturm, der nur eine Höhe von 5 m besitzt und eine Leuchtkraft von etwa 20 Seemeilen aufweist

- Farol da Ponta do Altar – gut 7 km südwestlich der Stadt Portimão, an der Algarveküste, steht der 1893 erbaute Leuchtturm Farol da Ponta do Altar. Er ist 10 m hoch und sein Lichtkegel reicht 16 Seemeilen ins Meer hinaus

- Farol de Alfanzina – über der Praia do Carvoeiro, an der Algarveküste, steht auf einer 63 m hohen Felsklippe der Leuchtturm Farol de Alfanzina, mit einem Lichtkegel der bis zu 29 Seemeilen in den Atlantik hinausleuchtet

- Farol do Cabo de Santa Maria – dieser im Naturpark Ria Formosa, auf der kleinen Insel Ilha da Culatra befindliche Leuchtturm wurde einstmals im Jahre 1864 errichtet um die Zufahrt in die Hafenstädte Faro und Olhão zu sichern. Er ist 46 m hoch und hat eine Leuchtkraft von 25 Seemeilen

- Farol de Vila Real de Santo Antonio – an der Mündung des Rio Guadiana in den Atlantik, unweit der Grenze zu Spanien, befindet sich in der Stadt Vila Real de Santo Antonio dieser Leuchtturm. Er wurde 1923 errichtet, ist 46 m hoch und sein Lichtkegel leuchtet bis zu 26 Seemeilen weit ins Meer hinaus

Azoren

- Farol da Ponta das Lajes – dieser auf der westlichen Azoreninsel Flores (port.: Ilha das Flores) stehende 16 m hohe Leuchtturm ist bereits 1881 geplant, aber erst im Oktober 1910 in Betrieb genommen worden. Er befindet sich etwa 1,5 km von der Inselkleinstadt Lajes entfernte, auf dem Kap Ponta das Lajes, und hat eine Leuchtreichweite von 26 Seemeilen. Ursprünglich, wie jeder Leuchtturm auf den Azoren, errichtet um eine sichere Navigation zwischen Europa und Nordamerika zu gewährleisten, diente er über mehrere Jahrzehnte hinweg auch den Walfängern auch als Aussichtsturm

- Farol da Ponta do Albernaz – der Leuchtturm von Ponta do Albernaz, auf der Azoreninsel Flores, ist der westlichste Leuchtturm Europas. Obwohl 1902 geplant, wurde er erst im Jahre 1925 fertig gestellt. Dieser 15 m hohe Leuchtturm, der heute eine Leuchtkraft von 22 Seemeilen hat, wurde erst im Jahre 2005 an das öffentliche Stromnetz angeschlossen

- Farol da Ponta do Topo – der im äußersten Südosten der Azoreninsel São Jorge (port.: São Jorge) gelegene 18 m hohe Leuchtturm steht auf einer 58 m hohen Klippe. Er wurde 1927 in Betrieb genommen und im Jahre 1980, bei einem verheerenden Erdbeben, fast völlig zerstört. Danach wurde er wieder aufgebaut und heute hat er einen Lichtschein der 20 Seemeilen in den Atlantik hinausstrahlt

- Farol da Ponta da Ilha – der 19 m hohe Leuchtturm von Ponta da Ilha, auch unter dem Namen Farol da Manhenha bekannt, befindet sich in der Gemeinde Lajes auf der Azoreninsel Pico (port.: Ilha do Pico). Obwohl schon 1883 geplant, wurde er erst 1946 erbaut. Die Reichweite des Lichtes des Leuchtturmes, der erst 1983 an das öffentliche Stromnetz angeschlossen wurde, beträgt rund 26 Seemeilen

- Farol da Ponta da Barca -  mit 71 m über dem Meeresspiegel ist er einer der höchstgelegenen Leuchttürme der Azoren. Der 1930 erbaute Farol da Ponta da Barca steht im Nordosten der Insel Graciosa (port.: Ilha da Graciosa)

- Farol das Contendas – dieser 13 m hohe Leuchtturm befindet sich auf einer Anhöhe Namens Ponta das Contendas, auf der Azoreninsel Terceira (port.: Ilha Terceira). Der Leuchtturm Farol das Contendas ging im Februar 1934 in Betrieb

- Farol da Ponta Garça – an der Südküste der Azoreninsel São Miguel (port.: Ilha de São Miguel) gelegen, unweit der Stadt Vila Franca do Campo, ist der Leuchtturm von Ponta Garça mit einem Lichtkegel ausgestattet, der 16 Seemeilen ins Meer hinausleuchtet. Er ist 1957 erbaut worden, 14 m hoch und befindet sich auf einer 101 m hohen Anhöhe

- Farol do Arnel – ein anderer Leuchtturm auf der Azoreninsel São Miguel ist der Farol do Arnel, der im Nordosten der Insel liegt. Er misst 15 m und ist seit September 1876 in Betrieb. Erst 1993 wurde der Leuchtturm an das öffentliche Stromnetz angeschlossen

- Farol da Ponta do Cintrão – mit 14 m Höhe hat der Leuchtturm von Ponta do Cintrão eine Leuchtkraft von 16 Seemeilen. Er befindet sich unweit der Stadt Ribeira Grande auf der Azoreninsel São Miguel

- Farol da Ferraria – ein weiterer Leuchtturm auf der Azoreninsel São Miguel ist der 18 m hohe Farol da Ferraria, auf einer Anhöhe mit dem Namen Ponta da Ferraria. Sein Lichtkegel strahlt bis zu 22 Seemeilen hinaus in den Atlantik

- Farol de Gonçalo Velho – der Leuchtturm Gonçalo Velho befindet sich auf der Azoreninsel Santa Maria (port.: Ilha de Santa Maria). Er steht in der Gemeinde Santo Espirito, unweit der Kleinstadt Vila do Porto, der ältesten Siedlung der Azoren. Obwohl schon 1883 geplant, wurde dieser Leuchtturm erst 1927 in Betrieb genommen. Der Farol de Gonçalo Velho, der auch unter dem Namen Farol da Ponta do Castelo bekannt ist, erhebt sich 114 m über dem Meeresspiegel und hat eine Leuchtkraft von 25 Seemeilen

Madeira

- Farol da Ponta do Pargo – der Leuchtturm Ponta do Pargo steht in der Gemeinde Calheta, im äußersten Westen der portugiesischen Atlantikinsel Madeira. Dieser im Jahre 1922 erbaute, 14 m hohe Leuchtturm steht auf einer 312 m hohen Felsenklippe der Insel. Seine Leuchtkraft hat eine Reichweite von 26 Seemeilen


Die von der portugiesischen Marine jetzt angekündigten wöchentlichen Besichtigungen werden bei allen hier genannten Leuchttürmen von den jeweiligen Leuchtturmwärtern durchgeführt werden.

Viele stellen sich hierzulande die Frage, zumal heute im Zeitalter knapper Kassen, ob Leuchttürme im Zeitalter elektronischer Karten und Satellitennavigation noch zeitgemäß sind.
Ich persönlich glaube sie sind zeitgemäß!
Denn obwohl heute technisch oftmals weit überholt, sind die Leuchttürme weiterhin einzigartige Symbole der maritimen Vergangenheit Portugals.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Das Welterbe der UNESCO in Portugal


Als Ende November dieses Jahres die UNESCO den originellen Chorgesang Cante Alentejano auf ihre Liste des Immateriellen Kulturwelterbes setzte, war diese prestigeträchtige Liste um eine kulturelle Tradition und Ausdrucksform reicher.
Nach dem Fado ist der Cante Alentejano die zweite portugiesische darstellende Kunst die es auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes geschafft hat.

Die Liste des UNESCO-Welterbes umfasst aber nicht nur diese zwei portugiesischen Kulturformen, sondern auch 14 Weltkulturdenkmäler und ein Weltnaturdenkmal.
Außerdem sind im Rahmen des im Jahre 1992 gegründeten Programms „Memory of the World“ (port.: „Memória do Mundo“ / dt.: „Gedächtnis der Welt“) auch fünf wertvolle portugiesische Handschriften oder Handschriftensammlungen in das Weltdokumentenerbeverzeichnis aufgenommen worden.

Hier nun die Liste des gesamten UNESCO-Welterbes in Portugal:

Weltkulturerbe (port.: Património Mundial da Cultura)

-   Kloster der Heiligen Maria von Alcobaça
Das Kloster von Alcobaça (port.: Mosteiro de Santa Maria de Alcobaça) wurde im Jahre 1989 in die Weltkulturerbeliste aufgenommen. Aus dem 12. Jahrhundert stammend, beherbergt die riesige Zisterzienserklosteranlage, außer den üblichen Wirtschaftsräumen eines Klosters, fünf Kreuzgänge, sieben Dormitorien, eine Bibliothek und die größte Kirche Portugals
(lesen sie hierzu bitte auch meinen Blogeintrag „Alcobaça“ vom 17. November 2013)

-   Weinanbaugebiet des Alto Douro
Das steile Tal des Alto Douro und seine Weinanbaukultur (port.: Região Vinhateira do Alto Douro) sind seit 2001 Weltkulturerbe. Mit den Tälern weniger Nebenflüsse bildet der Alto Douro das älteste gesetzlich abgegrenzte Weinanbaugebiet der Welt! Es beginnt 100 km östlich der Stadt Porto und zieht sich über 120 km in Richtung spanisch-portugiesische Grenze. Nur in dieser Region, die auch als „País do Vinho“ (dt.: Weinland)  bezeichnet wird und in der seit über 2.000 Jahre Weinanbaukultur praktiziert wird, darf u. a. der weltberühmte Portwein angebaut werden.

-   Historisches Stadtzentrum von Angra do Heroismo
Die Stadt Angra do Heroismo, auf der Azoreninsel Terceira, ist die erste portugiesische Stadt die außerhalb Festlandportugals im Jahre 1534 gegründet wurde. Das historische Stadtzentrum von Angra do Heroismo hat mehrere besuchenswerte stattliche Barockbauten, eine schöne Kathedrale und eine mächtige Burg, den Castelo de São João Baptista, von dem man eine prächtige Panoramasicht über die Stadt hat. Bis 1822 war Angra do Heroismo die Hauptstadt der Azoren, bis es dann von Ponta Delgada, auf der Azoreninsel São Miguel, abgelöst wurde. Aber noch heute gilt die Stadt, die 1983 auf die Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde, als der kulturelle Mittelpunkt der Azoren
(lesen sie hierzu auch bitte meinen Blogeintrag „Die Azoreninsel Terceira“ vom 8. September 2009)

-   Weinanbaukultur der Azoreninsel Pico
Der jungvulkanische Boden der Azoreninsel Pico ist auf weiten Stecken völlig ohne Humusdecke, was kaum eine erträgliche Landwirtschaft zulässt. Agrarisch ertragreich ist lediglich der Weinanbau an den mühevoll bearbeiteten Hängen des Pico Alto, einem noch heute tätigen Vulkan der mit 2.351 m die höchste Erhebung Portugals ist. Seit dem 15. Jahrhundert ist Pico für seine exquisiten Weine berühmt. Im Jahre 2004 nahm die UNESCO die Weinanbaukultur der Azoreninsel Pico (port.: Cultura da Vinha da Ilha do Pico) in ihre Welterbeliste auf
(lesen sie hierzu auch bitte einem Blogeintrag „Die Azoreninsel Pico“ vom 05. September 2009)

-   Kloster von Batalha
Die schlichte Stadt Batalha, zwischen Lissabon und Coimbra in einem fruchtbaren Talkessel des Flusses Lena gelegen, wäre wohl kaum jemanden bekannt, gäbe es da nicht das ehemalige Dominikanerkloster der Heiligen Maria der siegreichen Schlacht (port.: Mosteiro de Santa Maria da Vitótia da Batalha). Das sich an der Nordseite des Ortes erhebende Kloster wurde 1387 von König João I auf Grund eines Gelübdes gegründet, das er am 14. August 1385, zu Beginn der für die Unabhängigkeit Portugals vom Königreich Kastilien siegreichen und entscheidenden Schlacht von Aljubarrota, abgelegt hatte. Das Kloster von Batalha ist das große steinerne Freiheitsdenkmal der Portugiesen. Es wurde im Jahre 1840 zum Nationaldenkmal erklärt und ist seit 1983 Weltkulturerbe
(lesen sie hierzu auch meinen Eintrag „Batalha“ vom 21. Juni 2011)

-   Universität von Coimbra
In der Altstadt von Coimbra befindet sich die ehrwürdige Universität von Coimbra (port.: Universidade de Coimbra), mit all ihren alten Universitätsgebäuden, ihrer Universitätskirche, ihrer grandiosen Bibliothek und dem angrenzenden Botanischen Garten. Sie ist die älteste und bedeutendste Universität Portugals und eine der renommiertesten in Europa. Die Universität ist auch heute, über 700 Jahre nach ihrer Gründung, mit ihren Studenten ein kultureller und wissenschaftlicher Mittelpunkt Portugals
(lesen sie hierzu auch meine zwei Blogeinträge „Die Universität von Coimbra“ vom 18. Januar 2012 und „Coimbras Universität ist Weltkulturerbe“ vom 22. Juni 2013)

-   Die Stadt Elvas und ihre Befestigungsanlagen
Nahe der spanisch-portugiesischen Grenze liegt die alte Garnisonsstadt Elvas, mit ihren 220 registrierten Baudenkmälern. Als Stützpunkt gegen das nahe gelegene spanische Badajoz wurde die „Königin der Grenze“, wie die Stadt auch genannt wird, seit dem späten Mittelalter mit immer umfangreicheren Mauern befestigt und im 17. und 18. Jahrhundert mit mächtigen Forts gesichert, die zu den eindruckvollsten ihrer Zeit in Portugal gehören. Die Befestigungsanlagen von Elvas sind die größten und besterhaltenen der Welt! Seit 2012 ist diese alte Stadt Weltkulturerbe der UNESCO
(lesen sie hierzu bitte meinen Eintrag „Elvas, die Königin der Grenze, ist auch UNESCO-Weltkulturerbe“, vom 01. Juli 2012)

-   Historisches Stadtzentrum von Évora
Évora, die ehemalige Hauptstadt der Provinz Alentejo, steht seit dem Jahre 1986 auf der Liste des Weltkulturerbes. Die Stadt wird hier in Portugal wegen ihrer vielen historisch bedeutenden Bauwerke, darunter zahlreiche Stadtpaläste, Kirchen und Klöster, auch stolz „Cidade Museu“ (dt.: Museumsstadt) genannt
(lesen sie hierzu auch bitte meinen Blogeintrag „Évora“ vom 11. November 2011)

-   Historisches Stadtzentrum von Guimarães
Guimarães, die Geburtsstadt des ersten portugiesischen Königs, Afonso Henriques I, war die erste Hauptstadt Portugals und trägt hierzulande auch den Beinamen „Berço da Nação“ (dt.: Wiege der Nation). Die recht malerische Altstadt von Guimarães mit ihrer stattlichen Burg, ihren zahlreichen Stadtpalästen, Kirchen, Klöstern und ihren blumengeschmückten Granithäusern ist seit 2001 Weltkulturerbe der UNESCO
(lesen sie hierzu bitte auch meinen Blogeintrag „Guimarães“ vom 02. Januar 2012)

-   Turm von Belém und Hieronymuskloster in Lissabon
Belém, der südwestlichste Stadtteil Lissabons, ist wegen seiner großartigen historischen Baudenkmäler und höchst sehenswerten Museen berühmt. Die zwei wohl bekanntesten Bauwerke Lissabons, der Turm von Belém (port.: Torre de Belém) und das ehemalige Hieronymuskloster (port.: Mosteiro dos Jerónimos) liegen in diesem Stadtteil. Beide Bauwerke sind bedeutende Beispiele manuelistischer Baukunst und eindrucksvolle Symbole für Portugals Macht und Reichtum zur Zeit der kolonialen Eroberungen. Sowohl der Turm als auch das Kloster sind seit 1983 Weltkulturerbe

-   Historisches Stadtzentrum von Porto
Die historische Altstadt von Porto (port.: Centro Histórico do Porto), der zweitgrößten Stadt Portugals, beherbergt mehrere bedeutende Bauwerke, wie etwa die gut erhaltene Stadtmauer, die imposante romanische Kathedrale, den neo-klassischen Börsenpalast oder die barocke Kirche Igreja dos Clérigos mit dem Wahrzeichen der Stadt, der Torre dos Clérigos, dem höchsten Kirchenglockenturm Portugals. Seit 1996 gehört das historische Stadtzentrum Portos zum Weltkulturerbe

-   Kulturlandschaft Sintra
Die von der UNESCO im Jahre 1995 qualifizierte Kulturlandschaft von Sintra (port.: Paisagem Cultural de Sintra) beinhaltet die Altstadt von Sintra und das romantische Sintragebirge mit all seinen exotischen Parks und prächtigen Gärten und den vielen architektonisch-einzigartigen Palästen, den jahrhundertealten Klöstern und den märchenhaften Schlössern
(lesen sie hierzu auch meinen Eintrag „Sintra“ vom 23. Juli 2013)

-   Christuskloster in Tomar
Die Tempelrittermönche des 1162 gegründeten Christusritterordens (port.: Ordem de cavalharia de Nosso Senhor Jesus Cristo) sind verantwortlich für den Bau der Klosteranlage von Tomar, die aus einer umfangreichen Gruppe imposanter und reich verzierter Gebäude des 12. bis 17. Jahrhunderts besteht. Einst „zur Verteidigung des Glaubens“ von den Tempelrittern erbaut, erlebte das im gotisch-manuelistischem Stil erbaute Christuskloster (port.: Convento de Cristo) unter seinen Großmeistern Heinrich dem Seefahrer und König Manuel I seine größte Blüte. Das Christuskloster wurde 1983 auf die Weltkulturerbeliste aufgenommen

-   Archäologischer Park im Tal des Côa
Im Nordosten Portugals befindet sich das Tal des Flusses Côa. In den steinernen Uferhängen dieses Flusstals wurden Ende des letzten Jahrhunderts mehrere Tausend eingravierte Felszeichnungen aus prähistorischer Zeit, manche von ihnen gut 30.000 Jahre alt, entdeckt. Diese Felsmalereien erstrecken sich über insgesamt 17 km im ganzen Tal und zeigen vor allem Tiermotive, wie man sie bisher nur aus Höhlen und Felsengrotten Mitteleuropas her kannte. Die prähistorischen Felsmalereien stehen seit 1998 auf der Liste des UNESCO-Welterbes

Weltnaturerbe (port.: Património Mundial da Natureza)

-   Der Lorbeerwald von Madeira
Der Lorbeerwald Madeiras bedeckt 20 % der Insel, also gut 150 qkm. Er besteht aus 20 verschiedenen, für die Insel charakteristischen Baumarten, wie z.B. den Madeira-Lorbeer (port.: vinhático / latein.: Persea indica), den Madeira-Holunder (port.: sabugueiro madeirense / latein.: Sambucus lanceolata), den Barbusano (port.: barbusano / latein.: Apollonias barbujana) oder den Stinklorbeer (port.: til / latein.: Ocotea foetens), sowie aus verschiedenen Farnarten. Im Dezember 1999 wurde dieser einzigartige Urwald zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt

Immaterielles Weltkulturerbe (port.: Património Cultural Imaterial da Humanidade)

-   Fado
Der Musikstil des Fado wurde 2011 von der UNESCO zum Immaterielles Kulturerbe der Menschheit (port.: Patrimônio Cultural Imaterial da Himanidade) ernannt. Er ist wohl der portugiesischste aller Musikstile in Portugal. Der Fado ist voller Schmerz und Sehnsucht, und handelt meistens von nicht erfüllter Liebe, vom Unglück, vom Schicksal und alten, verlorenen Zeiten. Dennoch ist der Fado, trotz dieser ganzen negativen Gefühle, voller Hoffnung und Leben. Da der Fado die wehmütigen Sehnsuchtsgefühle der Portugiesen so praktisch musikalisch symbolisiert, wird er oftmals – und das zu Recht – als „die Seele Portugals“ (port.: „a alma de Portugal“) bezeichnet
(lesen sie hierzu auch bitte meinen Blogeintrag „Weltkulturerbe Fado“ vom 27. November 2011)

-   Chorgesang Cante Alentejano
Auf den Tag genau drei Jahre nach dem Fado wurde der portugiesische Musikstil des Cante Alentejano im Jahre 2014 auf die Weltkulturerbeliste von der UNESCO gesetzt.
Der Cante Alentejano ist ein Chorgesang der ohne Instrumente in einem langsamen Tempo und in einem charakteristischen harmonisch-monotonem Takt gesungen wird. Fast immer handeln die vorgetragenen Lieder vom Alltag, von der Liebe, der Freundschaft und dem schweren Arbeitsalltag im Alentejo.
(lesen sie hierzu bitte auch meinen Blogeintrag „Weltkulturerbe Cante Alentejano“ vom 27. November 2014)

Weltdokumentenerbe (port.: Programa Memória do Mundo)

-   Brief über die Entdeckung Brasilien
Der Brief über die Entdeckung Brasiliens am 22. April 1500 (port.: Carta do Achamento do Brasil) ist ein dokumentarischer Bericht des Seefahrers Pedro Álvares Cabral an den portugiesischen König Manuel I. In diesem mit dem 01. Mai 1500 datierten Brief beschrieb der Chronikschreiber Pêro Vaz de Caminha an den König in Portugal die ersten Eindrücke der Portugiesen in der neu entdeckten Welt, ihre erste Begegnung mit den Ureinwohnern und ihre ersten Einblicke in die neue, unbekannte Flora und Fauna Südamerikas. Der vierzehn Seiten doppeltbeschriftete lange Brief, der eigentlich eine Art Chronik ist, befindet sich heute im portugiesischen Nationalarchiv Torre do Tombo und gilt als das erste literarische Dokument Brasiliens. Die UNESCO nahm den Brief über die Entdeckung Brasiliens im Jahre 2005 in die Weltdokumentenerbeliste auf
(bitte lesen sie hierzu auch meinen Blogbeitrag „Pero Vaz de Caminha“ vom 20. Februar 2012)

-   Vertrag von Tordesilhas
Der Vertrag von Tordesilhas (port.: Tratado de Tordesilhas), der am 07. Juni 1494 nach langwierigen Verhandlungen zwischen Portugal und Spanien abgeschlossen wurde, gilt als die dokumentierte Abschlussvereinbarung zwischen diesen beiden Königreichen, die damalige bekannte Welt untereinander aufzuteilen und die Hälfte des anderen zu respektieren. Der Vertrag von Tordesilhas gilt somit als der erste „Nichtangriffspakt“ zwischen Portugal und Spanien. Der Vertrag befindet sich heute im portugiesischen Nationalarchiv der Torre do Tombo und ist seit 2007 ein Welterbedokument

-   Chronologische Manuskriptsammlung „Corpo Cronologico“
Der „Corpo Cronologico“ ist eine Sammlung von verschiedenen Dokumenten und Manuskripten die zwischen 1756 und 1784 vom damaligen Leiter des Nationalarchivs Torre do Tombo, Manuel da Maia, zusammengetragen wurden. Die Sammlung umfasst insgesamt 83.212 verschiedene Verträge, Manuskripten und Dokumente des portugiesischen Staates die zwischen den Jahren 1161 und 1696 verfasst wurden.
Der Tatsache, das Manuel da Maia seinerseits die Schriftstücke alle chronologisch archivierte, versankt die Sammlung ihren Namen „Corpo Cronologico“. Seit 2007 ist die Sammlung, die sich weiterhin im Nationalarchiv Torre do Tombo befindet, Welterbedokument der UNESCO

-   Bericht der Flugpioniere Gago Coutinho und Sacadura Cabral
Im Jahre 1922 unternahmen die portugiesischen Flugpioniere Carlos Viegas Gago Coutinho und Artur de Sacadura Cabral den ersten Südatlantikflug der Geschichte. Am 30.März 1922 flogen beide Piloten mit ihrem Wasserdoppeldeckerflugzeug „Santa Cruz“ von Lissabon nach Rio de Janeiro in Brasilien. Über ihre Flugreise schrieben sie einen detaillierten Bericht (port.: Relatório dos aeronautas Gago Coutinho e Sacadura Cabral), der dann im Jahre 2010 als Welterbedokument von der UNESCO in ihre Liste aufgenommen wurden. Der Bericht der beiden Flugpioniere Coutinho und Cabral befinden sich heute im Archiv der Marinebibliothek in Lissabon

-   Reisetagebuch der ersten Indienfahrt des Vasco da Gama
Als der Seefahrer und Entdecker Vasco da Gama am 20. Mai 1498 seinen Fuß auf dem indischen Subkontinent setzte, hatte er als erster Mensch den Seeweg nach Indien entdeckt. Seine Reise hatte am 08. Juli 1497 in der portugiesischen Hauptstadt begonnen und erst zwei Jahre später, am 10. Juli 1499, segelte er wieder in Lissabon ein. Über seine Entdeckungsreise nach Indien verfasste er ein Reisetagebuch (port.: Diário da primeira viagem de Vasco da Gama), welches er später König Manuel I vorlegte. Dieses Reisetagebuch seiner ersten Indienfahrt ist 2013 von der UNESCO auf die Welterbedokumentenliste gesetzt worden. Es wird heute im Archiv der Stadtbibliothek von Porto aufbewahrt

Und hier nun eine Liste der von der portugiesischen Regierung nominierten Bauwerke und Naturschauplätze für eine zukünftige Bewerbung als Weltkultur- und Weltnaturerbe bei der UNESCO:

- die vulkanische Schachthöhle Angar do Carvão auf der Azoreninsel Terceira
- das historische Stadtzentrum von Santarém
- die Schwefelhöhle Furna do Enxofre auf der Azoreninsel Graciosa
- die von mittelalterlichen Mauern umgebene Kleinstadt Marvão und der kleine Berg auf dem es liegt
- die kleine unbewohnte Inselgruppe Ilhas Selvagens (dt.: Wilde Inseln) im Atlantik, vor der Küste Afrikas
- der Naturpark Südöstliche Alentejoküste im Alentejo
- die Lissabonner Unterstadt Baixa (port.: Baixa Pombalina)
- die Schloss- und Klosteranlage des Nationalpalastes von Mafra (port.: Palácio Nacional de Mafra)
- die Ortschaft Buçaco und das Waldgebiet in dem es liegt
- der Naturpark der Serra Arrábida
- die Dinosaurierfußspuren im Naturpark von Ourém-Torres Novas (port.: Parque Natural das Pegadas de Dinossáurio de Ourém-Torres Novas)