Freitag, 30. Oktober 2009

Auguste Viktoria, Königin ohne Land


Im vorherigen post „Manuel II und Twickenham“ berichte ich über die Enthüllung einer Gedenktafel für Manuel II, dem ehemaligen König von Portugal, im englischen Twickenham.
Manuel II ist den Bürgern von Twickenham heute noch als Wohltäter und Gönner bekannt.

Aber auch seine Frau, Auguste Viktoria, Prinzessin von Hohenzollern und Königin von Portugal, war äußerst sozial engagiert und unterstützte ihren Gatten tatkräftig bei seinen wohltätigen Aufgaben.

Auguste Viktoria Wilhelmine Antonie Mathilde Ludovika Josephine Maria Elisabeth, Prinzessin von Hohenzollern, wurde am 19. August 1890 in Potsdam geboren.

Am 04. September 1913 heiratete sie dann in der Stadtkirche von Sigmaringen den König von Portugal, Manuel Maria Filipe Carlos Amélio Luís Miguel Rafael Gabriel Gonzaga Xavier Francisco de Assís Eugénio de Bragança

Nach dem Sturz der Monarchie in Portugal, lebte das Paar auf dem königlichen Landsitz Fulwell-Park, aus dem Jahre 1607, in Twickenham bei London.
Als der König am 2. Juli 1932 auf Fulwell-Park in Twickenham verstarb, zog es die Königin wieder in ihre deutsche Heimat.
Sie ließ sich von ihrem Bruder, Friedrich Fürsten von Hohenzollern, vom Stammgut Umkirch, bei Freiburg, Grundstücke abtreten und baute in der Nachbarschaft des fürstlichen Schlosses einen neuen Landsitz, den sie in Erinnerung an ihren englischen Sitz Fulwell-Park nannte.

Durch die Heirat mit Manuel II, automatisch Königin von Portugal geworden, musste Auguste Viktoria ihr Leben lang im Exil leben und somit das Schicksal erleiden, Portugal niemals betreten zu haben.
Von ihren Freunden wurde sie die „Königin ohne Land“ genannt.

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