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Mittwoch, 29. Juli 2015

TAP Portugal – Bildnis eines Volkes


2015 ist nicht nur das Jahr in dem die TAP (port.: Transportes Aéreos Portugueses / dt.: Portugiesische Luftverkehrstransporte) privatisiert worden ist, sondern es ist auch das Jahr an dem die portugiesische Fluggesellschaft ihr siebzigjähriges Bestehen feiert.

Aus Anlass des 70. Geburtstags der TAP zeigt das Lissabonner Mode- und Designmuseum MUDE (port.: Museu do Design e da Moda) seit Mitte dieses Monats Juli die Sonderausstellung „TAP Portugal: Imagem de um Povo“ (dt.: TAP Portugal: Bildnis eines Volkes).

Flugkapitäns- und Flugbegleiteruniformen, Bordgeschirr wie Teller, Tassen und Bestecke, Reisetaschen, Flugtickets, Werbeplakate, Fotographien, Postkarten und andere Exponate – viele von ihnen von Privatleuten ausgeliehen und zur Verfügung gestellt – zeigen auf eindrucksvolle Weise die historische Entwicklung des Designs und dessen Einfluss auf die modische Geschichte der TAP vom ersten Tag an bis heute.
Gegründet wurde Portugals größte Fluggesellschaft von dem einflussreichen Politiker und General Humberto Delgado am 14. März 1945, als dieser Generaldirektor der zivilen portugiesischen Luftfahrt war.

Die Ausstellung „TAP Portugal: Imagem de um Povo“ kann noch bis zum 15. Oktober 2015 besucht werden.
Sie ist jede Woche von Dienstag bis Sonntag, 10 Uhr bis 18 Uhr, geöffnet und der Eintritt ist frei!

Donnerstag, 7. Mai 2015

Wenn Vertrauen verloren geht


Es ist zum Kotzen, aber die Piloten der portugiesischen Fluggesellschaft TAP (port.: Transportes Aéreos Portugueses / dt.: Portugiesische Luftverkehrsgesellschaft) und die ihres Tochterunternehmens PGA-Portugália streiken wieder einmal.
Seit dem 01. Mai sind die Flugkapitäne der TAP im Ausstand und sie wollen diesen bis zum kommenden Sonntag, dem 10. Mai, fortsetzen – koste es was es wolle!

Trotz einer zweiwöchigen Vorankündigung Mitte April, hat dieser Streik bis dato, durch seine totalen Flugausfällen und extremen Verspätungen auf allen portugiesischen Lang- und Kurzstreckenflügen, zahlreichen Fluggästen eine Menge Geduld abverlangt.

Hintergrund des jetzigen Ausstandes, den hierzulande genauso wenige verstehen können wie etwa aktuell Millionen Bahnkunden in Deutschland, ist der festgefahrene Tarifkonflikt zwischen der portugiesischen Regierung und einigen der langzeiteingestellten Piloten der TAP, die zum einen höhere Löhne fordern und die zum anderen vor allem Angst um ihre vielen Privilegien haben, die sie bei der bestehenden Privatisierung der Fluggesellschaft vielleicht teilweise verlieren könnten und die sie um jeden Preis beibehalten möchten – auch wenn es die Nerven Hunderttausender Passagiere kostet!

Obwohl die Mehrheit der TAP-Angestellten sowie etwa 300.000 betroffener Passagiere gegen den laufenden Streik sind, will also eine kleine Anzahl an Piloten diesen Ausstand noch bis zum kommenden Wochenende fortführen.

Das Verhältnis zwischen der staatlichen portugiesischen Fluglinie TAP, die am 14. März dieses Jahres ihren siebzigsten Geburtstag gefeiert hat, und ihren auf allen Erdteilen verteilten Passagieren ist aktuell mehr als belastet.
Die traurige Wahrheit ist, dass am Ende dieses 10-tägigen Streiks ein paar wenige Piloten mit ihrem Muskelspiel nicht nur der portugiesischen Wirtschaft einen Schaden von vielen, vielen Millionen Euro zugefügt haben werden.
Nein, sie werden auch für etwas verantwortlich sein, das ein namhaftes Unternehmen nur sehr schwerlich wiederherstellen kann, wenn es das einmal verloren hat…

…das Vertrauen ihrer Kunden!

Samstag, 26. Juli 2014

Unangenehme Annullierungen bei der TAP


Die portugiesische Fluggesellschaft TAP (port.: Transportes Aéreos Portugueses) musste diese Woche 48 ihrer Flüge annullieren, darunter auch teilweise die Mittelstreckenflugverbindungen nach Frankfurt/Main, München und Berlin.
Obwohl eine Umbuchung auf die von TAP gecharterte Flugzeuge anderer Airlines, wie ich selbst erleben konnte, keinerlei Probleme mit sich bringt, ist diese Situation, zumal jetzt zur Sommerzeit, der portugiesischen Fluggesellschaft sehr unangenehm.

Dabei ist die TAP ziemlich unverschuldet in die missliche Lage geraten, in der sie sich jetzt befindet.
Der Flugzeughersteller Airbus hatte sich vertraglich dazu verpflichtet der TAP Ende Juni zwei Airbus A330 für ihre Langstreckenflüge, sowie zwei Airbus A319 und zwei Airbus A320 für ihre Mittelsteckenflüge auszuliefern.
Da diese Flugzeuglieferungen aber bisher leider ausblieben, steckt die TAP nun in diesem Schlammassel und kann ihren Sommerflugplan, nicht wie erwartet, vollständig realisieren.

Wie mir heute am Lissabonner Flughafen von TAP mitgeteilt wurde, wird bis zum kommenden 15. August mit einer wöchentlichen Annullierung von mehreren Flügen zu rechnen sein.

Alle die bis dahin von oder nach Portugal fliegen wollen, empfehle ich dringend einen Besuch auf der Seite der Fluggesellschaft, die da lautet:


Samstag, 23. November 2013

Ich werde (vielleicht) nie wieder Pepsi trinken




Wie ich in meinem vorhergehenden Blogeintrag „El Comandante siegt gegen selbsternannten Gott“ beschrieben habe, hatte es die portugiesische Fußballnationalmannschaft vor ihrem WM-Playoff-Rückspiel gegen die schwedische Nationalelf am 19. November 2013 alles andere als einfach.
Die Portugiesen mussten in Solna, unweit von Stockholm (port.: Estocolmo), nicht nur in einem Stadion voller heimischer Fußballfans gegen eine motivierte schwedische Mannschaft antreten, sondern sie mussten auch gegen die verschiedensten Aktionen und Kampagnen der schwedischen Presse und Medien ankämpfen.

Eine dieser zweifelhaften Aktionen war eine polemische Werbekampagne des Brauseherstellers Pepsi in Schweden (port.: Suécia).
Der hatte nämlich mehrere Plakate publiziert, auf dem eine Voodoo-Puppe mit einem Portugaltrikot mit der Nummer 7 (die Rückennummer von Cristiano Ronaldo) zu sehen war.
Auf einem dieser Plakate war die Voodoo-Puppe gefesselt, auf einem Bahngleis liegend, dargestellt.
Ein anderes Plakat zeigte die Puppe von hunderten Nadeln durchspickt.
Und auf einer dritten Anzeige sah man, wie die Voodoo-Puppe von einer Pepsi-Getränkedose symbolisch erschlagen wurde.

Das fand man hier in Portugal überhaupt nicht witzig!

Vielleicht waren sich ja die Werbestrategen von Pepsi, als sie diese PR-Aktion lostraten, nicht darüber im Klaren, dass sie auch im Süden Europas ihre Brause vertreiben…
Wie dem auch sei: seit seiner geschmacklosen Kampagne wird der Brausehersteller hier in Portugal mit wütenden Protesten und mehreren Gegenaktionen konfrontiert.

So wird hierzulande auf verschiedenen sozialen Seiten im Internet, ziemlich erfolgreich wie es scheint, zu einem Boykott von Pepsi-Cola aufgerufen.
Zahlreiche Cafés, Restaurants und Bars haben Pepsi freiwillig aus ihren Kühlschränken und Regalen genommen.
An verschiedenen Orten des Landes wurden schon mutwillig Pepsi-Plakate, Pepsi-Werbesäulen und Pepsi-Getränkeautomaten beschmiert und vandalisiert.
Selbst die portugiesische Fluggesellschaft TAP (port.: Transportes Aéreos Portugueses) hat dieser Tage in Erwägung gezogen Pepsi, der einer ihrer offiziellen Lieferanten ist, aus ihren Flugzeugen zu verbannen. In einem am Mittwoch veröffentlichen Kommentar bezeichnet die TAP die Kampagne von Pepsi sogar als „groben Hooliganismus“ (port.: hooliganismo grosseiro“).

Angesichts solch heftiger Reaktionen, hat sich nun Pepsi bei Cristiano Ronaldo und den portugiesischen Fans in aller Form mit einem kurzen Statement auf ihrer facebook-Seite für die unglückliche PR-Aktion entschuldigt:

„Nunca quisemos dar ao desporto ou ao espírito de competição uma conotação negativa. Pedimos desculpa a todos aqueles que se sentiram ofendidos pelos posts – estes foram imediatamente retirados.“

(dt.: „Wir wollten niemals den Sport oder den Wettbewerbsgedanken in ein negatives Licht rücken. Wir entschuldigen uns, sollte sich jemand von den Beiträgen angegriffen gefühlt haben – wir haben diese augenblicklich entfernt.“)

Der Haken an der ganzen Sache ist nur:
Die Entschuldigung wurde nur auf der portugiesischen Seite von Pepsi und nicht etwa auf der offiziellen Seite des Weltunternehmens publiziert – und das ist für portugiesische Gemüter anscheinend zu wenig!

So gehen die Proteste hierzulande weiter.
Die eigens vor drei Tagen gegründeten facebook-Seite „Nunca mais vou beber Pepsi“ (dt.: „Ich werde nie wieder Pepsi trinken“) zählt heute Mittag schon über 187.000 Anhänger – und es werden immer mehr.

Aber, die Gemüter werden sich hier in Portugal in ein paar Wochen wieder beruhigen. Schließlich sind wir Portugiesen dafür bekannt nicht sehr nachtragend zu sein.
Für einen Konzern wie Pepsi wird der kleine Absatzverlust, den sie hier in Portugal wohl in nächster Zeit haben werden, leicht zu verschmerzen sein. Die Verantwortlichen wissen nämlich genau, dass hier in Portugal der Konkurrent Coca Cola die Nase vorne hat!

In wieweit Pepsi aber für seine unglückselige PR-Kampagne weltweit bezahlen wird, wird sich in der Zukunft zeigen.
Schließlich hat Cristiano Ronaldo überall auf der Welt seine Fans und auch sein Fußballverein Real Madrid hat überall auf dem Globus seine Anhänger.

Was mich betrifft, so muss ich ehrlich gestehen, dass ich nicht so gerne Pepsi trinke, genauso wie ich auch nicht so gerne Coca Cola trinke. Mir ist das ganze Zeug einfach zu pappig-süß!
So kann ich also, für meine Person, ruhigen Gewissens sagen:

„Ich werde (vielleicht) nie wieder Pepsi trinken!“


Samstag, 13. Juli 2013

Das Luftfahrtmuseum in Sintra








Am gestrigen Freitag war ich mit meinem Neffen und meiner Nichte in Sintra, im dortigen Luftfahrtmuseum (port.: Museu do Ár).
Wir hatten schon vorgestern versucht das Museum zu besuchen, aber Dank des Navi´s, das wir benutzt haben um dort anzukommen, sind wir in der Gegend herumgefahren und haben besagtes Museum nicht gefunden.
Gestern aber, nach einer intensiven Suche in Google-Maps, haben wir dann doch den Weg zum Museu do Ár entdeckt!

Das Luftfahrtmuseum liegt auf dem Gelände der Flugbasis Nr. 1 (port.: Base Aérea n°1), in dem kleinen Ort Pêro Pinheiro, einer Gemeinde der Stadt Sintra.
In ihm sind viele historische Flugzeuge, Hubschrauber, Flugzeugmotoren, Turbinen und zahlreiche Flugzeugmodelle ausgestellt.
Das Museum hat im Laufe der Zeit zahlreiche wertvolle militärhistorische Objekte gesammelt, diese liebevoll restauriert und sie dann hier ausgestellt.
Über insgesamt 10.000 einzelne Ausstellungsstücke bildet die wertvolle Sammlung des Museums.
Flugzeugliebhaber und Kenner der internationalen Luftfahrt bezeichnen das Museu do Ár, aufgrund seiner sehr gut erhaltenen historischen Flugapparate, als eines der besten Museen der Luftfahrt weltweit.

Die Anfänge des Museums gehen auf das Jahr 1968 zurück.
Am 21. Februar 1968 wurde es gegründet und dann, knapp 4 Monate später, am 01. Juli 1968, dem Tag der Portugiesischen Luftwaffe (port.: Força Aérea Portuguesa), offiziell eingeweiht.
In vier Hallen, ehemalige Flughangar, sowie auf einem Hallenvorfeld können Besucher über 100 Jahre portugiesischer Fluggeschichte bestaunen und erleben.

In der ersten Halle, der größten des Museums, sind verschiedene aeronautische Geräte sowie mehrere historische Flugzeuge, Hubschrauber und Doppeldecker ausgestellt.
So kann man hier z.B. eine alte Junkers JU52 aus dem Jahre 1930, einen Doppeldecker Avro Cadet aus dem Jahre 1931 und eine De Havilland DH-89 Dragon Rapide aus dem Jahre 1934 bewundern.
Eine De Havilland DH-87 Hornet, ebenfalls Baujahr 1934, und eine nordamerikanische F-86 Sabre, aus dem Jahre 1947, sind hier ebenso ausgestellt.

Die zweite Halle ist der portugiesischen Fluggesellschaft TAP (port.: Transportes Aéreos Portugueses) gewidmet.
Hier werden, unter anderem, verschiedene Flugkapitän- und Stewardessenuniformen, Geschirr, Flugzeugsitze und auch der erste Flugsimulator der Fluggesellschaft gezeigt.

In der dritten Halle, die das Historische Hangar (port.: Hangar histórico) genannt wird, befinden sich fast ausnahmslos Flugzeuge der Luftwaffe, die in den ehemaligen portugiesischen Überseegebieten in Afrika, wie Angola, Moçambique und Guiné-Bissau, unterwegs waren.
So sind hier z.B. eine Dassault Falcon, eine einstrahlige Lockheed T-33 sowie ein Northrop T-38 Talon Überschalljet ausgestellt.

In der vierten und letzten Halle, dem Saal der Pioniere (port.: Sala dos Pioneiros) wird den Männern gedacht (Frauen sind leider keine dabei!), die für die portugiesische Luftfahrt unglaubliches geleistet haben und als Flughelden in die Geschichte eingegangen sind.
So werden hier persönliche Gegenstände, Flugkarten und historische Bilder, von António Jacinto da Silva Brito Paes, dem ersten Menschen der im Jahre 1924 den ersten Flug von Portugal nach Macau vollzog und von José Manuel Sarmento de Beires, dem ersten, der 1927 den Südatlantik nachts überflog, gezeigt.
Ebenso zu sehen sind hier einige persönliche Exponate der Piloten Carlos Eduardo Bleck und Humberto da Cruz, die 1930 die Flugverbindung Lissabon – Angola, gründeten.
Auch den zwei größten Flugpionieren Portugals, Carlos Viegas Gago Coutinho und Artur de Sacadura Freire Cabral, den beiden Ersten Menschen, die 1922 den Atlantik von Osten nach Westen, von Lissabon nach Rio de Janeiro, erfolgreich überflogen, ist in dieser Halle ein Platz gewidmet.

Die Flugbasis von Sintra, auf der das heutige Museum steht und die auch eine Flugakademie (port.: Academia da Força Aérea) beherbergt, war die erste Militärflugbasis Portugals.
Das Museum kann, sofern sie den Weg dorthin finden, an jedem Wochentag, außer Montags, von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr besichtigt werden.

Samstag, 25. Juni 2011

Hermínio de Palma Inácio


Es gibt Männer (und natürlich auch Frauen!) die ich einfach wegen ihres Mutes und ihrer Zielstrebigkeit schätze!

Einer von ihnen ist Hermínio da Palma Inácio.
Im Ausland kaum bekannt, wird er hier in Portugal teilweise sogar bewundert.
Abgesehen davon das er der erste Luftpirat der Welt war, der ein Flugzeug entführte, und er der Autor eines der beispiellosesten Banküberfälle hier in Portugal war, war er auch ein Mensch voller Prinzipen und Aufrichtigkeit.

Wie kommt es aber, das ein Flugzeugentführer und Bankräuber, so viel Achtung und Respekt hier in Portugal besitzt?
Nun ich werde versuchen dies hier zu erklären.

Hermínio da Palma Inácio wird am 29. Januar 1922 in dem Ort Ferragudo, bei Lagos, an der Algarve geboren.
Nach seinem Abitur wird er Flugmechaniker bei der Portugiesischen Luftwaffe (port.: Força Aérea Portuguesa).
Die Luftfahrt hat es ihm angetan, und er will nicht nur Flugzeuge reparieren, sondern sie auch gerne fliegen.
Also macht er mit 20 Jahren seinen zivilen Flugschein (port.: brevet de piloto civil).
Er macht seinen Militärdienst auf der Flugzeugbasis Nr. 1 von Sintra (port.: Base Aérea n° 1 de Sintra), und dort fängt er an, gegen das politische System von Diktator Salazar zu kämpfen.
Am 10. April 1947, im Alter von nur 25 Jahren, nimmt er an einem Militärputsch teil, den General Marques Godinho befehligt.
Seine Aufgabe ist es, die Flugzeuge die auf der Flugbasis stehen, zu sabotieren.
Er wird auch seiner Aufgabe gerecht, aber der Putsch misslingt gründlich.

Palma Inácio wird denunziert und von der Geheimpolizei PIDE (port.: Policia International e da Defesa do Estado) festgenommen.
Hätte die Geheimpolizei damals schon gewusst, das Palma Inácio einmal dem Diktator Salazar und seinem Regime so viel Kopfschmerzen bereiten würde, hätten sie ihn bestimmt erschossen oder in eine der Kolonien deportiert.

Nach seiner Festnahme in der Nähe von Loures, foltert die Geheimpolizei Palma Inácio zwölf lange Tage im Gefängnis von Aljube.
Sie wollen von ihm wissen wer sein Kontaktmann ist.
Er überlebt schwer verletzt die Folter, bleibt aber standhaft.
Er verrät keinen einzigen Namen!

Er bleibt bis Mai 1949 im Gefängnis.
In diesem Monat kann er aus einem offenen Toilettenfenster des Gefängnisses flüchten.
Mit der Hilfe von vier Bettlaken, die aneinander geknotet sind, springt er 15 Meter in die Tiefe. Als die Wärter seine Flucht bemerken, entkommt er ihnen nur dadurch, dass es ihm gelingt, sich unter die Menschen in der Lissabonner Baixa zu mischen.

Nach seiner Flucht verbringt er sieben Monate, bei guten Freunden versteckt, auf einem Bauernhof in der Nähe von Odivelas, bevor er auf einem Frachtdampfer in Richtung Casablanca, im damaligen französischen Marokko, fliehen kann.

In Marokko heuert er, mit falschem Namen, auf mehreren Handelsschiffen als Lastenträger an, die ihn nach Nordeuropa, Asien und in die USA bringen.
In den USA lebt er einige Zeit lang im Bundesstaat Massachusetts, bis die amerikanischen Behörden im Jahre 1955 dahinter kommen, das er sich illegal im Lande aufhält.
Er wird aus den USA ausgewiesen und geht nach Rio de Janeiro, in Brasilien.

Hier tritt er mit Humberto Delgado, den er noch aus seiner Zeit bei der portugiesischen Luftwaffe kennt und Henrique Galvão, den zwei größten Kritikern des Salazarregimes, in Verbindung.
In Brasilien wird er Besitzer einer kleinen Firma die Flugzeuge repariert, und mit dieser wird er dann auch etwas wohlhabend.
Das meiste Geld aber, das er verdient, steckte er in revolutionäre Aktionen die er plant.

Eine dieser ersten Aktionen, die er plant, ist die „Operation Vagô“, die erste Flugzeugentführung der Welt.
Am 10. November 1961 steigt Palma Inácio, mit fünf anderen Antifaschisten, in Casablanca, in eine viermotorige „Super Constellation“ der Fluggesellschaft TAP, in Richtung Lissabon, ein.

Knapp eine halbe Stunde vor der Ankunft in Lissabon betritt Palma Inácio, mit einer Waffe in der Hand, das Cockpit.
Er wendet sich an Flugkapitän José Marcelino und Copilot Raul Teles Grilo, und sagt zu ihnen, mit ruhiger Stimme:
„Meine Herren, dies ist eine revolutionäre Aktion. Ich möchte keinem Weh tun“.
Er verlangt von dem Flugkapitän, dass er eine Landung in Lissabon simuliert und dann besonders niedrig über der Hauptstadt fliegt.
Von Lissabon aus fliegen sie dann weiter gen Süden, über die Städte Barreiro, Setúbal, Beja und Faro.
Jede dieser Städte wird mit tausenden antifaschistischen Flugblättern „bombardiert“ – über 100.000 Stück insgesamt – auf denen für freie Wahlen geworben, das Regime von Salazar offen anprangern und dessen Sturz gefordert wird.

Hermínio de Palma Inácio befiehlt Flugkapitän José Marcelino den marokkanischen Flughafen Tanger anzufliegen.
Da die „Super Constellation“ besonders niedrig fliegt, kann sie vom Radar der Kampfjets der Flugwaffe nicht geortet werden.
Über dem Atlantik aber, werden zwei Zerstörer der portugiesischen Marine auf das Flugzeug aufmerksam.
Mit einem gekonnten Flugmanöver, den Palma Inácio selbst fliegt, kann das Flugzeug aus dem Schussfeld der Zerstörer genommen werden.

Die 13 Passagiere an Bord der „Super Constellation“ bemerken während des ganzen Fluges nichts. Erst als sie in Tanger landen, wird ihnen klar, dass sie entführt worden sind.
Palma Inácio entschuldigt sich bei jedem Fluggast und trinkt mit ihnen ein Glas Sekt, um mit ihnen den Erfolg der Mission zu feiern.
Er verabschiedet sich von ihnen und begibt sich wieder nach Brasilien, wo er die Arbeit, als einfacher Mechaniker, in seiner eigenen kleinen Firma wieder aufnimmt.

In den nächsten Jahren spart er wieder etwas Geld, um erneut eine Operation gegen das Salazarregime zu starten.
Er will wieder dem Diktator den Schlaf rauben.
Er plant die „Operation Mondego“, dessen Ziel es ist, die Zweigstelle der Bank von Portugal (port.: Banco de Portugal), in der Stadt Figueira da Foz, zu überfallen.
Er plant den Überfall auf diese Bank, weil er der Meinung ist, das es kein besseres Ziel gibt, als die Bank von Portugal, die ein Symbol des Staates ist.
Und diesem Symbol des Staates das Geld zu rauben, um damit zukünftige Aktionen gegen den selbigen zu unternehmen, ist sein großes Ziel.

Bevor Palma Inácio mit seinen drei Gefährten Camilo Mortágua, Barracosa und Luis Benvindo den Raub begeht, versprechen sie sich, das geraubte Geld niemals für sich selbst privat zu nutzen, sondern es für erneute Aktionen zu verwenden.
Außerdem machen sie aus, bei ihren Aktionen, niemals Blut vergießen zu lassen.

Am 17. Mai 1967, zehn Minuten vor Schließung der Bank um 16:00 Uhr, zielt Palma Inácio mit einem Revolver Smith & Wesson auf den Bankangestellten Adelino Cardoso und sagte zu diesem, mit ruhiger Stimme: „Dies ist ein Überfall! Keiner Bewegt sich!“
Nachdem die acht Bankangestellten und die drei Kunden überwältigt sind, rauben sie den Tresor aus und schließen ihre Geiseln in der Toilette ein.
Ohne dass sie auffallen, gehen sie mit dem Geld aus der Bank und begeben sich zum Flugplatz von Cernache, in der Nähe von Coimbra.
Der Raub bringt ihnen damals stolze 29.274.390 Escudos ein, was nach heutigem Wert ca. 5 Millionen Euro sind.

Am Flugplatz nehmen sie sich eine einmotorige „Auster“, um mit dieser zu fliehen.
Sie landen in Vila do Bispo, an der Algarveküste, wo sie der Polizei eine falsche Spur legen. Während diese nämlich glaubt, die Bankräuber wären über das Meer in das nahe Marokko geflohen, machen sie sich über Spanien auf den Weg nach Frankreich.

In Paris werden sie bei dem Versuch eine große Menge Geldscheine zu wechseln, von der Polizei festgenommen.
Palma Inácio muss wieder ins Gefängnis, bis die Regierung von Präsident Charles De Gaulle entscheidet ob sie ihn an Portugal ausliefern soll, so wie es Salazar wünscht, oder nicht.
Nach sechs Monaten kommt die französische Regierung zu dem Entschluss, das der Banküberfall politisch motiviert war, und nicht nur kriminell. Palma Inácio wird daraufhin frei gelassen.

Er hätte sich spätestens jetzt zur Ruhe setzen können.
Aber er ist weiterhin politisch aktiv und 1972 betritt er erneut sein Heimatland.
Er will diesmal irgendeinen hohen Politiker des Regimes entführen, um ein politisches Zeichen zu setzen.
Doch er gerät erneut in die Fänge der Geheimpolizei PIDE und wird bei der Vorbereitung zu diesem Coup festgenommen und später im Gefängnis von Caxias schwer gefoltert.
Erst am 26. April 1974, einen Tag nach der geglückten Nelkenrevolution, kommt er, wie viele andere politische Gefangene, frei.
Endlich sieht er sich am Ziel seiner Träume – einem freien Portugal!

Nachdem Portugal nun eine Demokratie ist, begibt er sich freiwillig in die Stadt Figueira da Foz, um dort auf einem öffentlichen Platz, Rechenschaft über das Geld abzugeben, welches er 1967 dort beim Bankraub gestohlen hat.

Am 14. Juli 2009 stirbt er, verarmt aber nicht alleingelassen, in einem Altersheim in Lissabon.
Er, der er ein Kämpfer für die Freiheit und die Demokratie war, war wohl der letzte romantische Revolutionär Portugals.

Montag, 24. Januar 2011

Über den Wolken…


Vera Silva, Stewardess der portugiesischen Fluggesellschaft TAP, muss am letzten Donnerstag wirklich gedacht haben, sie höre nicht richtig, als sie während des Fluges von Lissabon ins spanische Barcelona, in 10.000 m Höhe, ihren langjährigen Freund João Vieira, mit dem sie seit vier Jahren eine Beziehung hat, über die Bordsprechanlage folgende Worte durchsagen hörte:

„Vera, amo-te! Queres casar comigo?
(dt.: Vera, ich liebe dich! Willst du mich heiraten?)“.

Zuerst war die Stewardess durch diesen unerwarteten Heiratsantrag so fassungslos und überrascht, dass sie sofort in die nächste Bordtoilette fliehen wollte.
Doch ihre Kolleginnen hielten sie zurück und drückten ihr stattdessen ein Kabinenmikrofon in die Hand.
In diesen hauchte Vera dann schließlich auch das von ihrem Freund João so lang ersehnte „Ja“!

Dieser originelle Heiratsantrag war nur möglich, weil sich der Verlobte mit den Arbeitskollegen seiner Traumfrau zusammentat und diese in seinen romantischen Plan einweihte.
Während also die Flugbegleiterin Vera ganz normal zum Dienst antrat, schmuggelten ihre Kolleginnen und Kollegen ihren Freund João in die Maschine rein.

Die anderen 80 Fluggäste, die sich in der Maschine auf dem Weg nach Barcelona befanden, quittierten diesen durchaus originellen Liebesbeweis mit Minutenlangandauerndem Applaus und Glückwunschrufen.

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein - und ohne Zweifel, auch die Romantik!

Mittwoch, 17. Februar 2010

Flugsicherheit


Dieser Tage haben meine Eltern einen Flug nach Deutschland gebucht.
Und obwohl meine Eltern schon oftmals geflogen sind, fliegt bei meiner Mutter, immer noch die Angst mit.
Das Reisen durch die Luft ist für sie auch heute noch so etwas wie eine Herausforderung.
Bei der kleinsten Turbulenz steigen bei meiner Mutter nicht gerade die Panik, aber doch die Angstzustände.

Ich habe ihr schon oft erklärt, das das nicht sein muss, denn das Reisen per Flugzeug ist und bleibt, wie wir alle wissen, die sicherste Art und Weise, um von A nach B zu gelangen.

Laut einer Statistik, so habe ich erst kürzlich gelesen, müsste ein Passagier 4807 Jahre lang, täglich ein Mal fliegen, um statistisch gesehen von einem Flugunfall betroffen zu sein. Diese Bilanz wurde von der „International Air Transport Association“, anlässlich des Absturzes der Air France Maschine, die letztes Jahr auf dem weg von Rio de Janeiro nach Paris, mitten im Atlantik verschwand, errechnet.
Zwar nehmen diese nüchternen Zahlen, den Menschen die Flugangst haben, sicherlich nicht dieselbige.
Aber solche Fakten geben einem doch eine gewisse Beruhigung.

Das „Jet Airliner Crash Data Evaluation Center“ (JACDEC), ein Institut welches die Flugverkehrsunfälle analysiert und im laufe der Jahre berechnet, hat eine Top Ten der weltweit sichersten Fluggesellschaften erstellt.
Demnach sind die zehn Fluggesellschaften mit den höchsten Sicherheitsstandards auf der Welt, folgende:

Platz 1 - Quantas Airways (Australien)

Platz 2 – Finnair (Finnland)

Platz 3 - TAP Portugal (Portugal)

Platz 4 - Cathay Pacific Airways (Hongkong)

Platz 5. El Al (Israel)

Platz 6. All Nippon Airways (Japan)

Platz 7 - Air Berlin (Deutschland)

Platz 8 - Virgin Atlantic Airways (Großbritannien)

Platz 9 - Emirates Airlines (Vereinigte Arabische Emirate)

Platz 10 – Singapore Airlines (Singapur)

Wohlgemerkt, die portugiesische Fluggesellschaft TAP belegt den dritten Platz bei diesem Ranking.
Alleine das ist, wie ich finde, Bemerkenswert.
Aber überraschend ist die Tatsache, dass die deutsche Lufthansa nur auf dem 19. Platz landet.

Ich, der ich immer lieber mit der Lufthansa geflogen bin als mit der TAP, muss jetzt wohl langsam mal umdenken.
Denn so schlimm, wie sie mir immer erschien, scheint Portugals Fluggesellschaft Numero Eins dann doch nicht zu sein.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Beinahe vom Himmel runtergeholt


In meinem post „Blinder Passagier an Bord“, vom 10. Oktober dieses Jahres, berichte ich über den etwas kuriosen Flug eines Airbus 330 der Fluggesellschaft TAP von Lissabon nach Belo Horizonte, in Brasilien.
Diesen Sonntag ereignete sich ein weiterer außergewöhnlicher Flug mit einem Airbus der TAP, diesmal auf dem Flug von Lissabon in die dänische Hauptstadt Kopenhagen.

Demnach startete hier von Lissabon aus, Flug TP-504, pünktlich um 09.30h in Richtung Kopenhagen.
Die Maschine überflog Nordportugal, Nordspanien, die Biskaya und den Westen Frankreichs ohne besondere Vorkommnisse.
Als die Maschine aber dann den belgischen Luftraum betrat brach der Funkkontakt mit der Bodenkontrolle vollkommen ab, und die Europäische Flugsicherheit war für über eine halbe Stunde in höchster Alarmbereitschaft.

Das Flugzeug, ein Airbus 320 mit dem Namen „Luisa Todi“ und 147 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern an Bord, überquerte ganz Belgien und die Niederlande, ohne auch nur einen einzigen Funkspruch mit der Bodenkontrolle „Eurocontrol“ gewechselt zu haben.

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 reagieren die einzelnen Flugkontrollzentren weltweit äußerst gereizt in solchen Fällen.
Und so kam es, das von einem rheinlandpfälzischen NATO-Stützpunkt zwei deutsche Kampfflugzeuge des Typs Phantom F-4 starteten, um sich an die Passagiermaschine zu heften.~

Da man nicht wusste ob eventuell Attentäter oder Entführer an Bord waren, gehört eine Eskorte des Passagierflugzeuges mit mehreren Kampfflugzeugen in solch einem Fall zum Standart.
Erst über der niederländischen Stadt Eamshaven konnte der Flugkapitän der TAP-Maschine durch Blickkontakt den Piloten der Kampfjets mit Handzeichen klar machen, dass soweit an Bord alles OK sei.

Die Kampfflugzeuge der NATO hatten den strikten Befehl die Maschine nicht in den dänischen Luftraum eindringen zu lassen, sollte nicht klar ersichtlich sein, das mit der Maschine alles in Ordnung sei.
Der klare und unmissverständliche Befehl lautete, die Passagiermaschine über der Nordsee abzuschießen, wenn bis zum Eindringen in den dänischen Luftraum nicht klar sei, ob Terroristen an Bord seien.

Erst über der Nordsee konnte dann der Funkkontakt zwischen der Bodenkontrolle und der Airbusmaschine wiederhergestellt werden.
Das Flugzeug konnte dann, etwas verspätet, um 13.00h sicher in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen landen.

Die Fluggesellschaft TAP hat nun in einer Pressemitteilung mitgeteilt, das es sich bei diesem Fall „um ein außergewöhnliches Problem mit dem Kommunikationssystem“ gehandelt habe (um was denn sonst???) und „das die Passagiere nie in Gefahr waren“.

Außerdem teilt die TAP mit, dass sie die Kommunikationssysteme aller Airbuse ihrer Flotte durchchecken wird.
Das ist äußerst Lobenswert, denn man stelle sich solch einen Zwischenfall auf einem Flug in die USA vor.
Dort wäre wohl nämlich, und da bin ich mir ziemlich sicher, das Passagierflugzeug, ohne viele Skrupel, gewaltsam vom Himmel runtergeholt worden.

Samstag, 10. Oktober 2009

Blinder Passagier an Bord


Sind sie in letzter Zeit einmal geflogen?
Haben sie auch erlebt, wie ein pampiger und selbstgefälliger Securitymensch ihre Getränke, Shampoos und flüssige Pflegemittel, aus Sicherheitsgründen, einfach in eine blaue Mülltüte entsorgt hat?
Kennen sie den Frust, in endlosen Schlangen zu stehen, um dann fast entkleidet zu werden und die Schuhe ausziehen zu müssen, und das alles aus Sicherheitsgründen?
Wissen sie wie das ist, wenn jede Verspätung des Flugplanes mit der Verwirklichung von Sicherheitsmaßnahmen entschuldigt wird?

Nun, wenn sie dies alles Kennen, dann könnten sie, genauso wie ich, eigentlich davon ausgehen, das die Sicherheitsmaßnahmen hervorragend und funktionell sind, oder?!?

Nun, da haben wir wohl alle falsch gedacht!
Den dieses Wochenende wurde ein internes Schreiben der TAP bekannt, in dem steht, dass sich bereits am vergangenen 22. August, ein gravierender Sicherheitsvorfall in einem Flugzeug der portugiesischen Fluggesellschaft TAP (Transportes Aéreos de Portugal) ereignet hat.

Auf einem Flug von Lissabon nach Belo Horizonte in Brasilien, mit einem Airbus 330 machte ein „blinder Passagier“, drei Stunden nach dem Start in Lissabon, das Flugpersonal der TAP daraufhin aufmerksam, das er eigentlich aussteigen wolle, da er nicht in das Flugzeug gehöre.

Was war geschehen?
Einem Mitarbeiter der Putzkolonne hatte, beim säubern des Flugzeugs, die Müdigkeit übermannt, und er hatte sich in einem, für das Flugpersonal reservierte Bett im Untergeschoß des Langstreckenflugzeugs, da wo normalerweise kein Passagier hinkommt, hingelegt.
Er schlief dann ein und erst über den Atlantik wachte er auf, und machte, wie schon erwähnt, das Flugpersonal dahingehend aufmerksam, das er eigentlich da gar nicht hingehöre.

Die Passagiere und die Besatzung von Flug TP139 hatten einfach nur großes Glück das es sich bei dem blinden Passagier um einen harmlosen Mann von der Putzkolonne handelte.
Was aber, wenn dieser Mann ein Terrorist gewesen wäre?
Wäre er dann auch so leicht in das Flugzeug gekommen?

Natürlich wäre er das!
Und natürlich will die Fluggesellschaft TAP jetzt dafür sorgen dass nun, vor jedem einzelnen Flug, das gesamte Flugzeug auf die Beine gestellt wird.
Aber, hätte die TAP das nicht schon vorher tun müssen, wenn sie sich dem Luxus hingibt, mir meine Getränke vor jedem Flug wegzunehmen und mich stundenlang auf ein einchecken warten zu lassen?

Was den Mitarbeiter der Putzkolonne angeht, so wurde dem erst einmal fristlos gekündigt, bis das endgültige Urteil des Arbeitsgerichts, wegen Gefährdung des Flugverkehrs, gesprochen wird.
Aber selbst wenn er einer Anklage wegen Gefährdung des Flugverkehrs entkommen wird, so wird ihm wohl trotzdem fristlos gekündigt werden, einfach deshalb, weil er während seiner Arbeitszeit geschlafen hat.

Und das geht, bitte schön, nun schon einmal gar nicht!