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Samstag, 1. Oktober 2011

Miradouros de Lisboa – Die Aussichtsterrassen der Hauptstadt






In meinen Beiträgen „Miradouro de São Pedro de Alcântara“ vom 22.09.2011 und „Miradouro de Santa Luzia“ vom 26.09.2011 erwähne ich zwei der Orte in Lissabon, von denen man atemberaubende Blicke auf die Stadt werfen kann.
Ich bin heute gefragt worden, ob denn der Miradouro de São Pedro de Alcântara und der Miradouro de Santa Luzia die einzigen sind, die die Hauptstadt zu bieten hat.

Mitnichten!
Lissabon kann insgesamt über 30 historische Miradouros (dt.: Aussichtspunkte oder Aussichtsterrassen) vorweisen.
Eines haben diese über 30 Miradouros aber zweifelsohne gemeinsam:
Generell hat man von ihnen eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt.
Folgend nun eine kleine Liste der 10 beliebtesten Miradouros der Hauptstadt:

• Miradouro da Graça – Im Stadtteiil Graça
• Miradouro da Senhora do Monte – Im Stadtteil Graça
• Miradouro de Santa Luzia – Im Stadtteil Santiago
• Miradouro de Santa Catarina – Im Stadtteil Santa Catarina
• Miradouro de São Pedro de Alcântara – Im Stadtteil Bairro Alto
• Miradouro do Castelo de São Jorge – Im Stadtteil Castelo gelegen, mit Rundumblick über Lissabon
• Miradouro do Torel – Unweit der Deutschen Botschaft am Campo de Santana
• Miradouro dos Montes Claros – Im Stadtpark Monsanto
• Miradouro do Alto do Parque Eduardo VII – An der höchsten stelle des Parque Eduardo VII gelegen
• Miradouro do Cais das Colunas – Am Ufer des Tejo, an der Praça do Comércio, im Stadtteil Baixa, mit Blick auf den Tejo und auf die andere Flussseite, bis hinüber zur Serra da Arrábida

Ich kann nur jedem empfehlen, der Lissabon zum ersten Mal besucht, als aller erstes eines der Miradouros zu besichtigen.
Nur von ihnen aus hat man den richtigen Nah- und Fernblick über die gesamte Stadt, die hier einem zu Füßen zu liegen scheint und die sich von immer wieder neu und überraschend vor dem Betrachter öffnet.

Montag, 26. September 2011

Miradouro de Santa Luzia





In meinem Beitrag „Verwahrloster Aussichtspunkt“, vom gestrigen 25.09.2011, habe ich mich verärgert über den augenblicklichen Zustand des „Miradouro de Santa Luzia“ (port.: „Aussichtspunkt von Santa Luzia“) geäußert und auch ein paar Fotos vom selbigen veröffentlicht.

Heute will ich einmal hier erzählen und zeigen wie schön der Miradouro, der im Stadtteil Santiago liegt, vor ein paar Jahren noch war.

Wie schon hier im Blog erwähnt, ist der Miradouro de Santa Luzia einmal einer der schönsten Aussichtspunkte der Stadt gewesen.
Sowohl der Miradouro und der kleine Park Jardim de Julio de Castilho, der an ihm grenzt, als auch die Kirche die dem Platz den Namen gegeben hat, sind sehr heruntergekommen.

Nichtsdestotrotz hat man von hier eine überragende Sicht über die Alfama und den Tejo. Von Links nach Rechts sind von hier aus die weiße Kuppel des Pantheon und die weißen Türme der Kirchen Igreja de Santo Estêvão und Igreja de São Miguel zu sehen.
Die wunderschöne Aussicht ist teilweise geblieben, aber vieles was der Miradouro einstmals zu bieten hatte, ist leider verloren gegangen.

So gab es einmal in dem Jardim de Julio de Castilho eine kleine Bibliothek in der man z.B. immer die jeweiligen Tageszeitungen lesen konnte.
Diese kleine Bibliothek ist heute leider geschlossen.

Auch die kleine Kirche Igreja de Santa Luzia, die ursprünglich im 12. Jahrhundert von Rittern des Malteserordens errichtet wurde und die auf den Grundmauern der maurischen Burgbefestigung steht, befindet sich die meiste Zeit über für die Öffentlichkeit verschlossen.
An der südlichen Außenmauer der Kirche sind zwei bemerkenswerte Azulejogemälde (port.: painéis de azulejos) von der Azulejofabrik Viúva aus der Stadt Lamego angebracht.
Beide Gemälde stammen aus dem späteren 20. Jahrhundert.
Das eine Azulejogemälde zeigt die Praça do Comércio vor dem großen Erdbeben im Jahre 1755 und das andere stellt die Eroberung Lissabons durch die Truppen des portugiesischen Königs Afonso Henriques dar.

Hätte der Namensgeber des kleinen Parks, der Schriftsteller Julio de Castilho, der einige bedeutende Werke über seine Heimatstadt geschrieben hat, geahnt wie heruntergekommen einmal dieser Ort sein würde, ich glaube er hätte niemals so von Lissabon geschwärmt und so positiv über diese Stadt geschrieben!

Sonntag, 25. September 2011

Verwahrloster Aussichtspunkt





Heute war ich in der Alfama.
Ich musste dort einer Freundin etwas vorbeibringen, die Anfang des Monats in die Rua do Limoeiro gezogen ist.
Nur ein paar Schritte von ihrer Wohnung entfernt befindet sich einer der schönsten Aussichtspunkte (port.: miradouro) der Hauptstadt, der Miradouro de Santa Luzia.

Ich beschloss zum Miradouro zu laufen, weil ich schon seit Jahren nicht mehr dort war, um die Aussicht zu genießen.
Was ich aber zu sehen bekam war allerdings alles andere als ein Genuss.
Ich hatte schon gehört, dass der Miradouro in einem etwas verwahrlosten Zustand sei, dass er aber so heruntergekommen ist hätte ich nie gedacht.

Der kleine Park Jardim de Julio de Castilho, der zum Miradouro gehört, ist etwas heruntergekommen, überall stehen leere Bier- und Weinflaschen herum und dort wo man früher eine der schönsten Aussichten über die Alfama hatte versperren jetzt teilweise Dächer und Fernsehantennen die Sicht.
Ich war über so viel Dreck, Unordnung und Zerstörung einfach nur entsetzt!

In diesem Moment, da ich diese Worte niederschreibe, kann ich es immer noch nicht fassen, das einer der touristischsten Orte Lissabons so heruntergekommen ist.
Man sollte die Verantwortlichen im Lissabonner Rathaus ( port.: Câmara Munícipal de Lisboa) dazu verdonnern, selber einmal mit einem Besen und einer Schaufel den Aussichtspunkt wieder auf Vordermann zu bringen.

Aus sparmaßnahmlichen Gründen gibt es jetzt weniger Müllabführen, Straßenkehrer und Gärtner in Lissabon – und leider nicht nur hier.
Die Stadt aber jetzt total verwahrlosen zu lassen, ist purer Wahnsinn.
Das Bürger einen solchen Platz beschmutzen und vandalisieren ist schon schlimm genug.
Aber die Ignoranz und Unfähigkeit von so manchem Kommunalpolitiker ist zweifelsohne dreist und beschämend!

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Mit Katrins Augen gesehen III: Lissabonner Aussichten






Die hier abgebildeten Fotos von Lissabon wurden im November von meiner Arbeitskollegin Katrin aus Berlin, bei ihrem letzten Besuch bei uns in Lissabon, gemacht, und mit ihrer Erlaubnis in diesen Blog veröffentlicht.

- Blick über die Lissabonner Unterstadt Baixa, mit der Kathedrale „Sé Patriarcal“ im Hintergrund

- Blick über die Alfama, die Altstadt von Lissabon, vom Aussichtspunkt „Miradouro de Santa Luzia“

- Die Kirche Santa Engrácia, das Nationale Pantheon (port.: Panteão Nacional) Portugals, die Grabstätte vieler großer portugiesischer Persönlichkeiten

- Die Brücke „Ponte 25 de Abril“ und der Tejo

- Sonnenuntergang über Almada