Dienstag, 7. Juli 2009

Portugiesische Austern aus Setúbal


Als die Römer Caetobriga gründeten, das heutige Setúbal, da lag die Ortschaft noch auf dem Südufer des Flusses Sado. Die Römer besiedelten nur die schmale Landzunge zwischen dem Fluss und dem Atlantik.
Man vermutet dass den Römern dieser Platz am sichersten erschien. Doch unzählige Erdbeben und Seestürme zwangen den Wiederaufbau von Caetobriga an den Nordufer des Sado zu verlegen.
Dort liegt sie bis heute, die Stadt Setúbal, zwischen riesigen Orangenhainen gebettet.

Die pastellfarbenen Häuser am Meer, die vielen kleinen, grünen Parks und die schönen Plätze verbergen geschickt, das Setúbal eigentlich eine Industriestadt ist und der drittgrößte Hafen Portugals, nach Lissabon und Porto.
Die Stadt lebt vom Zement und den Steinbrüchen aus der Serra da Arrábida, vom Salz aus den Salinen am Sado, von der größten Sardinenfangflotte der Iberischen Halbinsel und von…
Austern!

Aus Setúbal kommen die „Portugaises“, besonders schmackhafte Austern mit festem Fleisch, die wie kleine Steine aussehen.
Portugiesen, selbst die von der High Society, essen meistens nur gekochte Austern.
So ist der Verbrauch im Land minimal, und die Austergärtner exportieren die „Portugaises“, die sie in den Bänken vor der Stadt züchten, zum größten Teil nach Frankreich, wo sie reißenden Absatz finden.
Die wenigsten bleiben in Setúbal, man schätzt nur etwa 10% der Ernte.

Wer gerne mal gekochte Austern probieren will, sollte im Restaurant „Naval Setúbalense“ vorbeischauen.
Es ist der einzige Ort, den ich persönlich kenne, wo die Austern zusammen mit schmackhaften Kräutern in einer Kupferpfanne (Cataplana) zubereitet werden.

Wer sie roh essen will, der muss sich schon auf den Weg nach Frankreich machen…

1 Kommentar:

  1. na, da kann ich nicht so mitreden, Paulo

    ich mag nämlich keine Muscheln, aber würde mal eine gekochte Auster probieren. Ansonten zieht mich so was nicht an.

    Bis dann,
    CarMar

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