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Freitag, 28. September 2012
The beauty of simplicity
Der portugiesische Werbefilm „The beauty of simplicity“ (port.: „ A beleza da simplicidade“ / dt.: „Die Schönheit des Einfachen“) hat diese Woche erneut auf zwei internationalen Touristikfilmfestivals wichtige Preise abgeräumt.
Unter dem Titel „The beauty of simplicity“ hat das portugiesische Touristikamt (port.. Turismo de Portugal) schon mehrere beeindruckende Kurzfilme herausgebracht, die für Portugal als Urlaubsland erfolgreich warben.
Auf dem dieswöchigen Internationalen Filmfestival für Tourismus und Ökologie „SILAFEST 2012“, in Serbien, gewann der Kurzfilm den Preis als bester Touristikwerbefilm der Welt!
Und im französischen Cannes gewann „The beauty of simplicity“ zur gleichen Zeit den bedeutenden Medien- und Fernsehpreis beim dortigen Filmfestival.
Der Film zeigt auf beeindruckende Weise die landschaftliche Schönheit und das kulturelle Reichtum Portugals und seiner Menschen.
Für die Musik, die den Film untermalt, ist der in Los Angeles lebende portugiesische Komponist Nuno Maló verantwortlich, der in Hollywood vor allem für seine Werbe- und Filmmusik bekannt ist.
Leider, so scheint es, hat dieser Film noch nicht jeden erreicht.
Vor allem viele portugiesische Politiker täten gut daran, sich diesen Streifen einmal anzuschauen.
Vielleicht würden sie dann begreifen, in was für einem wunderbaren Land wir leben!
Ich kann jedem nur empfehlen sich einmal „Portugal – The beauty of simplicity“ anzuschauen.
Es lohnt sich!
Hier der Link zum Film:
http://youtu.be/wk1BXpWDwfs
Mittwoch, 5. Januar 2011
And the Oscar goes to… Luis Ferreira

Man kann nicht sagen das portugiesische Schauspieler sich in Hollywood die Türklinke in die Hand geben.
Daher sind wir hier in Portugal auf jeden zweit- oder drittklassigen Schauspieler stolz, der die amerikanische Filmindustrie mit ein wenig lusitanischem Esprit bereichert.
Einer dieser Schauspieler (und er möge mir bitte verzeihen dass ich ihn als zweit- oder drittklassig bezeichne) ist der in Portugal geborene Kanadier Luis Ferreira.
Luis Ferreira wurde am 20. Februar 1967 in dem kleinen Ort Caminho d´Além, in der Gemeinde Terra Chã, auf der Azoreninsel Terceira geboren.
1971, als er vier Jahre alt ist, wandern seine Eltern mit ihm nach Kanada aus.
Dort wächst er in North York, einem Stadtteil von Toronto, inmitten der portugiesischen Gemeinde, die sich um den Kensington Market gebildet hat, auf.
1986 startet Luis Ferreira seine Schauspielkarriere in der Krimiserie „Night Heat“. Er spielt zuerst kleine Nebenrollen in Kanada, bis er aufgrund fehlender Arbeit in die USA zieht, um in Los Angeles sein Glück zu versuchen.
Dort hat er dann auch endlich seine erste große Rolle in der Serie „Public Morals“, allerdings unter dem Kunstlernamen Justin Louis. Sein damaliger Agent war nämlich der Meinung, dass er mit dem Namen Luis Ferreira keinen Erfolg haben würde.
Ferreira spielte in Filmen und Serien wie „Fallen arches“, „Hidden hills“, „Durham County“, „Naked Lunch“, „24“, „CSI“, „Missing“, „Criminal Minds“ und „CSI Miami“ mit.
Für „Fallen arches“ erhielt er 1998 den Acting Award und für „Durham County“ bekam er 2008 den Gemini Award.
Luis Ferreira spricht fliesend portugiesisch und eines seiner Träume ist es irgendwann einmal die Rolle eines Portugiesen in einem Film spielen zu können, so sagte er einmal.
In der Zwischenzeit hat Luis Ferreira seinen Künstlernamen Justin Louis abgelegt, und spielt nun wieder unter seinem richtigen Namen seine Rollen.
Luis Ferreira wurde einmal, in einem Interview mit der kanadischen Zeitung „Portuguese Times“ gefragt, was es für ihn bedeuten würde, Portugiese zu sein. Er antwortete darauf hin, das für ihn Portugiese sein bedeuten würde, „…in das Leben verliebt zu sein“!
Möchte gerne mal wissen, aus welchem Drehbuch Ferreira diese Worte entnommen hat!
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Donnerstag, 16. Juli 2009
Die Pasteis de Nata von Los Angeles

Was haben Nicole Kidman, Ben Stiller, Kevin Bacon, Lucy Lu, Matt Dillon, Jennifer Lopez, Leonardo di Caprio und Robert de Niro gemeinsam?
Genau, es handelt sich bei allen diesen Herrschaften um Hollywoodgrößen.
Und zwar handelt es sich um Hollywoodgrößen die alle gerne eine bestimmte Konditorei in Sherman Oaks, bei Los Angeles, besuchen.
Sie alle sind Stammkunden im „Natas Pastries“, einer Konditorei, die von der Portugiesin Fátima Marques geführt wird, und die portugiesische Konditorenleckereien im fernen Kalifornien an den Mann, bzw. an die Frau, bringt.
Fátima Marques wanderte vor 19 Jahren in die USA aus, um in Los Angeles Tanz zu studieren. Mit dem Studium wurde es nichts, und sie kam nach einigen Jahren nach Lissabon zurück.
Mit der Zeit vermisste sie aber die kalifornische Lebensart und so beschloss sie wieder in die Staaten zurückzukehren.
Vorher aber, ging sie bei dem berühmten Konditormeister Paulo Pedroza in die Lehre, und lernte bei ihm drei Jahre lang die traditionelle portugiesische Backkunst.
Vor allem lernte sie die schmackhaften „Pasteis de Nata“, das sind mit Creme gefüllte Blätterteigstückchen, zu backen.
Mit hunderten Backrezepten wanderte sie 2003 wieder in die Staaten aus, und eröffnete 2005 das „Natas Pastries“.
Diese Konditorei wurde ein Bombenerfolg. Und heute kann sich Fátima Marques vor Kunden, auch den Hollywoodstars, kaum noch retten.
Fátima Marques wurde diesen Monat von der Portugiesisch-Amerikanischen Handelskammer zur portugiesischen Unternehmerin des Jahres in Amerika, gewählt!
Mittwoch, 8. Juli 2009
Ein Fußballgott erobert Madrid

Von zwei Giganten wurde gestern medial weltweit berichtet.
Der eine war der „King of Pop“, hieß Michael Jackson, und von ihm nahm die ganze Welt, in einer bewegenden und überraschenderweise nicht kitschigen Trauerfeier, im amerikanischen Los Angeles, abschied.
Der andere heißt Cristiano Ronaldo, ist Weltfußballer, und wurde im spanischen Madrid, im Santiago-Bernabéu-Stadion einer grölenden Menge, als neuer Spieler für die Mannschaft von Real Madrid, vorgestellt.
Von dem einen nahm die Welt in Kalifornien abschied, als ob es Morgen keine Musik mehr gäbe, und der andere wurde in Madrid empfangen als sei er der Messias. Wie der Erlöser, der Real Madrid von der jahrelangen Barcelona-Übermacht befreien soll.
Das war schon eine bombastische Show, die sich unsere spanischen Nachbarn da für unseren Cristiano haben einfallen lassen. Ich muss gestehen, dass ich mir diese Show angeschaut habe. Schließlich lief sie zur besten Nachrichtensendezeit, und mir blieb nichts anderes übrig.
Zu den Klängen von „Nessun Dorma“ betratt Cristiano Ronaldo das Stadion und mit dem „Radetzky-Marsch“ verließ er denselbigen, nach gut einer halben Stunde.
Dazwischen eroberte der Fußballgott Madrid, indem er ein bisschen mit einem Ball rumkickte, sich mit seinem Hemd mit der Nummer 9 zeigte, ein paar Autogramme gab und eine, aus fünf Sätzen bestehende, Rede hielt!
Angeblich soll er 94 Millionen, manche meinen auch 100 Millionen, andere reden sogar von 120 Millionen Euro erhalten haben, um für Real Madrid zu spielen. Egal wie viel es auch immer gewesen sein mag: für ihn hat es sich auf alle Fälle gelohnt.
Natürlich gibt es jetzt Moralapostel (und hier in Portugal gibt es eine Menge Moralapostel!) die meinen, das wären Summen die völlig an der Realität vorbei gehen würden, und diese Summen wären nicht mit der Krise vereinbar, die wir im Augenblick weltweit haben.
Nun scheint es aber im bezahlten Profifußball keine Krise zu geben, und seien wir doch einmal ehrlich:
wenn einer uns so viel Geld anbieten würde, für ein bisschen Rumkicken, wer von uns würde so ein Angebot nicht annehmen?
Also bitte, liebe Moralapostel, erspart uns eure Heucheleien.
Kann man es einem Cristiano Ronaldo verübeln für so viel Geld, für solch eine Traumsumme, nach Madrid zu wechseln? Natürlich nicht!
Viel bedeutender als die exorbitante Summe, die Cristiano Ronaldo erhalten hat, finde ich aber die Tatsache, welchen Jubel man ihm heute entgegengebracht hat.
Noch nie in der Geschichte hat ein Portugiese in Spanien so viel Zustimmung und Sympathiebekundungen erhalten, wie heute Cristiano Ronaldo.
Und das ist, so finde ich, zweifellos die Nachricht des Tages:
Das nämlich ein 24jähriger Kicker, aus einem Armenviertel Madeiras, dessen Vater Frührentner war und seine Mutter Putzfrau, es schafft abertausende Spanier zu solchen Euphorieausbrüchen zu bringen und das er eine Fußballmannschaft findet, die bereit ist, ihm solch ein Gehalt zu zahlen!
„Ich bin mein Geld wert“ („Eu valo todo o dinheiro“) hat Cristiano vor Tagen in einem Interview der RTP gesagt.
Man möchte es ihm fast glauben!
Aber ich möchte nicht wissen, was ihm blüht, wenn er in Madrid versagt…
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