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Freitag, 27. Juli 2012

Die Portugiesen bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London




Soeben wurden, mit einer spektakulären Eröffnungsfeier, die XXX. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit in London eröffnet.
Über angeblich vier Milliarden Menschen auf der ganzen Welt sollen sich dieses effektvolle Riesenspektakel, das mit vielen typisch britischen Details gespickt war, im Fernsehen angeschaut haben.

Mehr als 10.500 Athleten aus 204 Nationen werden in den kommenden zwei Wochen, vom heutigen 27. Juli bis zum 12. August 2012, in 26 Sportarten, verteilt auf 302 Wettbewerben, ihren Traum vom olympischen Gold leben.

Auch 44 Sportler und 33 Sportlerinnen aus Portugal werden an den Olympischen Sommerspielen 2012 in London teilnehmen, obwohl hierzulande die Hoffnung auf Medaillen, zumal auf goldene, dieses Mal sehr gering sind.
Nichtsdestotrotz, und getrost dem Motto „Dabei sein ist alles“, werden die portugiesischen Athleten sicherlich versuchen ihr bestes zu geben.
Die 77 portugiesischen Athleten werden sich in insgesamt 13 Sportarten mit den Sportlern anderer Nationen messen müssen.

Die Judoka Telma Monteiro hatte heute die Ehre, bei der Eröffnungsfeier im Olympiastadion von London, die portugiesische Mannschaft als Fahnenträgerin anzuführen.

Hier nun eine Auflistung der 77 portugiesischen Athleten die an den diesjährigen Sommerspielen in London teilnehmen und die 13 Sportarten in denen sie antreten werden:


Leichtathletik (port.: atletismo)

- Alberto Paulo (3.000m Hindernislauf)
- Ana Cabecinha (20-km-Gehen)
- Arnaldo Luis Isaías Abrantes (200-Meter-Lauf)
- Clarisse Maria Pinho Cruz (3.000-Meter-Hindernislauf)
- Ana Dulce Felix (Marathonlauf und 10.000-Meter-Lauf)
- Edi Maia (Stabhochsprung)
- Inês Henriques (20-km-Gehen)
- Irina Gomes (Diskuswerfen)
- Jéssica Augusto (Marathonlauf)
- João Almeida (110-Meter-Hürdenlauf)
- João Paulo Garcia Vieira (20-km-Gehen und 50-km-Gehen)
- Jorge Paula (400-Meter-Hürdenlauf)
- Luis Feiteira (Marathonlauf)
- E. Marisa B. Barros Rodrigues (Marathonlauf)
- Marco Fortes (Kugelstoßen)
- Marcos Chuva (Weitsprung)
- Maria Leonor RibeiroTavares (Stabhochsprung)
- Patricia Mamona (Dreisprung)
- Pedro Isidro (50-km-Gehen)
- Rui Pedro Silva (Marathonlauf)
- Sara Isabel F. Moreira (5.000-Meter-Lauf und 10.000-Meter-Lauf)
- Vânia Silva (Hammerwerfen)
- Vera Lúcia Mendes Barbosa (400-Meter-Hürdenlauf)
- Vera Lúcia M. Dos Santos (20-km-Gehen)


Badminton (port.: badminton)

- Telma Santos
- Pedro Martins


Fahrradfahren (port.: ciclismo)

- David Rosa (Mountainbike)
- Manuel Cardoso (Radrennen)
- Nelson Oliveira (Zeitfahren)
- Rui Alberto Faria da Costa (Radrennen)


Gymnastik (port.: ginástica)

- Ana Rente (Trampolin)
- Diogo Ganchinho (Trampolin)
- Manuel Campos (Gerätturnen)
- Zoi Lima (Gerätturnen)


Kanusport (port.: canoagem)

- Beatriz Gomes (K2 500m)
- Emanuel Eduardo Pimenta V. Silva (K2 1.000m und K2 200m)
- Fernando Pimenta (K2 1.000m und K2 200m)
- Helena Rodrigues (K4 500m)
- Joana Vasconcelos (K2 500m)
- Teresa Portela (K1 200m und K1 500m)


Judo (port.: judo)

- Joana Ramos
- João Pina
- Telma Monteiro
- Yahima Ramirez


Pferdesport (port.: hipismo)

- Luciana Diniz (Springreiten)
- Gonçalo Carvalho (Dressurreiten)


Rudern (port.: remo)

- Nuno Fraga
- Nuno Mendes


Segeln (port.: vela)

- Afonso Domingos
- Álvaro Marinho
- Bernardo Freitas
- Carolina Borges
- Diana Neves
- Francisco Andrade
- Frederico Melo
- Gustavo Lima
- João Rodrigues
- Mariana Lobato
- Miguel Nunes
- Rita Gonçalves
- Sara Ledo Lopez Mota Carmo


Schwimmen (port.: natação)

- Ana Rodrigues (100-Meter-Brust)
- Arseniy Lavrentyev (Freiwasserschwimmen)
- Carlos Almeida (100-Meter-Brust)
- Diogo Carvalho (200-Meter-Freistil und 400-Meter-Freistil)
- Pedro Oliveira (200-Meter-Schmetterling und 200-Meter-Lagen)
- Sara Oliveira (100-Meter-Schmetterling und 200-Meter-Schmetterling)
- Simão Morgado (100-Meter-Schmetterling)
- Tiago Venâncio (200-Meter-Freistil)


Sportschießen (port.: tiro desportivo)

- João Costa
- Joana Castelão


Tischtennis (port.: ténis de mesa)

- João Pedro Monteiro
- Lei Huang Mendes
- Marcos Freitas
- Tiago André Apolónia


Triathlon (port.: triatlo)

- Bruno Pais
- João Silva

Dienstag, 6. Oktober 2009

Rio 2016


In Ganzseitigen Zeitungsannoncen beglückwünschte dieses Wochenende die Stadt Lissabon ihre Partnerstadt Rio de Janeiro als die vom IOC (Internationales Olympisches Komitee) ausgewählte Stadt für die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2016.

In einer spannenden und emotionalen Wahl, setzte sich am letzten Freitag die brasilianische Metropole am Zuckerhut gegen die Städte Chicago (USA), Tokio (Japan) und Madrid (Spanien) als Austragungsort der übernächsten olympischen Sommerspiele durch.

Rio de Janeiro hatte sich schon für die Sommerspiele 1936 (verloren gegen Berlin), 2004 (verloren gegen Sydney) und 2012 (verloren gegen London) beworben.
Aber erst jetzt, für die Spiele 2016, konnte sich Rio gegen seine Konkurrenten durchsetzen.

Hier in Portugal ist die Freude, über die Wahl Rio de Janeiros als Austragungsort der Sommerspiele 2016, sehr groß.
Das liegt zum einen daran, dass es hier in Portugal eine große brasilianische Gemeinde gibt, und zweitens liegt es daran, das Rio de Janeiro wohl die portugiesischste aller Städte Brasiliens und Südamerikas ist.

Rio de Janeiro wurde am 01. März 1564 von Portugiesen gegründet.
Bevor die Stadt brasilianische Hauptstadt wurde, war sie von 1808 bis 1821 sogar portugiesische Hauptstadt.
Als nämlich 1807, die französischen Truppen Napoleons Portugal besetzten, floh der portugiesische König João VI mit der gesamten Krone nach Brasilien, und machte Rio de Janeiro de facto zur Hauptstadt Portugals.
Damals wurde, bis heute einmalig auf der Welt, eine europäische Nation von einer Kolonie aus, regiert!

Als der König wieder nach Portugal zurückkehrte, was er nur schweren Herzens tat, hinterließ er in Rio de Janeiro nicht nur eine von den Portugiesen gegründete und erbaute Stadt, sondern eine Stadt die bis heute ihre portugiesischen Wurzeln und ihre lusitanische Seele nicht verleugnen kann.

Und somit finden die übernächsten olympischen Sommerspiele zum Teil auch ein wenig in Portugal statt, und sei es nur dadurch, dass zum ersten Mal in der Geschichte Olympias, die Spiele in einem portugiesischsprachigen Land stattfinden werden.

Obwohl Barak Obama sich stark für „sein“ Chicago einsetzte, konnte er mit dem „Yes, we can“-Slogan diesmal keine Punkte machen.
Auch Tokio musste sich Rio geschlagen geben, denn hinter der Bewerbung Tokios waren zwar eine Menge Geld, aber wenig „spirit“ zu finden.
Als es dann nur noch um die Wahl zwischen Rio de Janeiro und Madrid ging, konnte es für mich als Portugiesen, nur einen Sieger geben.
Die Wahl Madrids zur Olympiastadt hätte ich persönlich nicht gerne gesehen!

Rio de Janeiro hat die Wahl mit 66 Stimmen gegen 32 Stimmen für Madrid gewonnen!
Nicht weil Brasilien eine große Sportnation oder gar eine sportliche Weltmacht ist (außer vielleicht beim Fußball) hat Rio de Janeiro gewonnen.
Nein Rio de Janeiro hat die Wahl gewonnen, weil die Stadt den IOC davon überzeugen konnte, dass von allen konkurrierenden Städten, sie die Jenige war, die Olympia am ehesten verdient hat.

Brasilien wird, innerhalb von nur zwei Jahren, mit der Veranstaltung der Fußballweltmeisterschaft im Jahre 2014 und den Olympischen Spielen 2016, die zwei wichtigsten sportlichen Ereignisse der Welt austragen.

Die Vergabe dieser zwei Sportereignisse sind eine Anerkennung der Welt an ein Volk und eine Stadt, die leider meistens nur negativ in den Schlagzeilen der Zeitungen und des Fernsehens zu finden sind, und denen man so die Gelegenheit gibt, auf die positivste Art und Weise der gesamten Menschheit zu beweisen, das in Brasilien alles, aber auch wirklich alles, möglich ist.

„Parabéns Rio de Janeiro, pela escolha para acolher os Jogos Olímpicos de Verão de 2016!“