Posts mit dem Label Kaiser Augustus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kaiser Augustus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 24. Dezember 2011

Friedliches und besinnliches Weihnachten 2011


Mit der Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium möchte ich allen ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest 2011 wünschen.
Fröhliche Weihnachten!


Es begab sich aber zur der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser
Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zurzeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen:
„Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.“
Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“
Und als die Engel von ihnen in den Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander:
„Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.“
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in einer Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

(Weihnachtsevangelium nach Lukas 2, 1-20)



Com o Evangelho de Natal Segundo Lucas quero desejar a todos um Natal 2011 cheio de páz e prosperidade.
Feliz Natal!


Por aqueles dias, saiu um édito da parte de César Augusto, para ser recenseada toda a terra. Este recenseamento foi o primeiro que se fez, sendo Quirino governador da Síria. E iam todos recensear-se, cada qual à sua própria cidade.
Também José, deixando a cidade de Nazaré, na Galileia, subiu até à Judéia, à cidade de David, chamada Belém, por ser da casa e da linhagem de David, a fim de recensear-se com Maria, sua mulher, que se encontrava grávida.
E quando eles ali se encontravam, completaram-se os dias de ela dar à luz e teve o seu filho primogénito, que envolveu em panos e recostou numa manjedoura, por não haver lugar para eles na hospedaria. Na mesma região encontravam-se pastores, que pernoitavam nos campos guardando os seus rebanhos durante a noite. O anjo do Senhor apareceu-lhes e a glória do Senhor refulgiu em volta deles, e tiveram muito medo. Disse-lhes o anjo:
„Não temais, pois vos anuncio uma grande alegria, que o será para todo o povo: Hoje, na cidade de David, nasceu-vos um Salvador, que é o Messias, Senhor. Isto vos servirá de sinal para o identificardes: encontrareis um Menino envolto em panos e deitado numa manjedoura.“
De repente, juntou-se ao anjo uma multidão de exército celeste, louvando a Deus e dizendo:
„Glória a Deus nas alturas e paz na terra aos homens de Seu agrado.“
Quando os anjos se afastaram em direcção ao Céu, os pastores disseram uns aos outros:
„Vamos então até Belém e vejamos o que aconteceu e que o Senhor nos deu a conhecer.“
Foram apressadamente e encontraram Maria, José e o Menino, deitado na manjedoura. E quando os viram, começaram a espalhar o que lhes tinham dito a respeito daquele Menino. Todos os que os ouviram se admiraram do que lhes disseram os pastores. Quanto a Maria, conservava todos essas coisas ponderando-as no seu coração. E os pastores voltaram glorificando e louvando a Deus por tudo o que tinham visto e ouvido, segundo lhes fora anunciado.

(Evangelho de Natal Segundo Lucas 2, 1-20)

Donnerstag, 5. November 2009

Vom Tempel zum Schlachthof und zurück


Évora ist eine wunderschöne, alte Stadt im Alentejo.
Die Stadt, deren historisches Zentrum 1986 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, ist eine römische Gründung, die ursprünglich Liberatias Iulia hieß.

Das einzige Bauwerk aus dieser Gründungszeit ist der relativ gut erhaltene Römische Tempel mit seinen korinthischen Säulen, aus dem 1. Jahrhundert n. Chr.
Überhaupt gilt dieser Tempel als der besterhaltene der gesamten Iberischen Halbinsel.

Mitten auf dem Largo Conde de Vila Flor stehend, ist das 15m x 25m große Bauwerk umgeben von der imposanten Kathedrale (Sé), dem alten Inquisitionsgericht (Tribunal da Inquisição), der Kirche und dem Kloster Lóios (Igreja e Convento dos Lóios) und der Stadtbibliothek (Biblioteca Pública de Évora).

Obwohl der Tempel heute unter dem Namen Diana-Tempel bekannt ist, also der römischen Göttin der Jagd gewidmet ist, so ist sicher, dass er erst seit dem 17. Jahrhundert so genannt wird.
Denn vorher wurde der Tempel dem römischen Kaiser Augustus zugeschrieben, der seinerzeit ebenfalls als römischer Gott angesehen wurde.
Welcher Gottheit nun der Tempel eigentlich geweiht war, bleibt ein Rätsel.
Wie aus dem Augustus-Tempel der Diana-Tempel wurde, wird wohl für ewig ein Geheimnis der Geschichte bleiben.

Was allerdings kein Geheimnis ist, ist der Grund, warum der Tempel nach fast 2000 Jahren heute noch so gut erhalten ist, und immerhin 14, seiner ursprünglichen 18 Granitsäulen, imposant in den Himmel ragen.
Die außerordentliche Konservierung der korinthischen Säulen gelang nämlich durch eine, nach heutigen Maßstäben, unglaubliche Kunstschändung!

Im 14. Jahrhundert hatte man die Flächen zwischen den Säulen einfach zugemauert und den Tempel in ein Schlachthaus umgewandelt.
Ein Verwendungszweck, der ihn letztlich vor dem Abbruch bewahrt hat.
Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein war der ehemalige Tempel der Schlachthof der Stadt Évora!

Erst 1870 entdeckte man die Säulen neu und legte sie vorsichtig frei.
1871 übernahm der italienische Architekt Giuseppe Cinatti die Instandsetzungsarbeiten.

Diesen Wiederaufbauarbeiten haben es die Besucher Évoras zu verdanken, das sie heute, Mitten in der portugiesischen Einöde, eines der schönsten Bauwerke römischer Kunst bestaunen und bewundern können.