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Donnerstag, 14. Januar 2010

Jardim Botânico Tropical: Die Kunst






Mitten im „Tropischen Botanischen Garten“ (port.: „Jardim Botânico Tropical“) im Lissabonner Stadtteil Belém, zwischen all den Zypressen, den Mammutbäumen, Palmen und anderen exotischen Bäumen und Blumen befinden sich mehrere Statuen, portugiesischer Künstler, zumeist aus der Kolonialzeit.

Vor allem die „Negerbüsten“ (port.: „Bustos dos negros“), die schwarze Ureinwohner der ehemaligen portugiesischen Kolonien darstellen, fallen einem ins Auge.
Sie sind sehr originalgetreu und stammen alle aus den 30iger und 40iger Jahren des letzten Jahrhunderts, als der Diktator António de Oliveira Salazar sie extra für den Jardim Botânico Tropical hat anfertigen lassen.

Diese Büsten sind die einzigen Kolonialkunstwerke, außer natürlich die, die in Museen ausgestellt werden, die heute noch öffentlich in Lissabon zu besichtigen sind!
Schon alleine ihretwegen lohnt sich ein Besuch im Tropischen Botanischen Garten zu Belém.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Jardim Botânico Tropical: Der Park






Letzte Woche besuchte ich den „Tropischen Botanischen Garten“ (port.: „Jardim Botânico Tropical“) im Stadtteil Belém, nicht zu verwechseln mit dem „Botanischen Garten“ (port.: „Jardim Tropical“) im Stadtteil Rato.

Der Tropische Botanische Garten, der, wie der Name schon sagt, hauptsächlich tropische und exotische Bäume, Blumen und Pflanzen aus den ehemaligen Kolonien Portugals und der ganzen Welt beherbergt, erstreckt sich über ein etwa 8 Hektar großes Areal, und beherbergt, unter anderem, ein altes Gewächshaus, ein Kakteenhaus, wunderschöne Statuen aus der Kolonialzeit und den alten Palast der Grafen von Calheta (port.: Palacio dos Condes de Calheta), dessen Außenwände mit wunderschönen Azulejos (dt.: Kacheln) ausgeschmückt ist.

Im „Palacio dos Condes de Calheta“ ist das „Tropisch-Landwirtschaftliche Museum“ (port.: Jardim Museu Agrícola Tropical (JMAT) untergebracht. Er wurde am 25. Januar 1906 in Anwesenheit seiner Majestät, König Carlos I, eingeweiht.

Seit seiner Gründung, soll es Aufgabe des Tropisch-Botanischen Gartens sein, die Pflanzen- und Tierwelt der Tropen, seinen Gästen nahe bringen.
Hier sollen die Besucher die landwirtschaftliche Nutzung der verschiedensten Bäume und Pflanzen aus den tropischen und subtropischen Gebieten der ehemaligen Kolonien Portugals kennen lernen.

Insgesamt wachsen in diesem Park über 430 verschiedene Bäume, Blumen und Pflanzen, wie

- riesige Zedern (dt.: Zeder / port.: cedro / lat.: Cedrus) aus dem heutigen Libanon
- mächtige Zypressen (dt.: Zypresse / port.: cipreste / lat.: Cupressus) aus Mexiko
- Gummibäume (dt.: Gummibaum / port.: árvore da borracha / lat.: Ficus elastica) aus Indien
- Drachenbäume (dt.: Drachenbaum / port.: dragoeiro / lat.: Dracaena draco) aus China
- uralte Ginkobäume (dt.: Ginkobaum / port.: gincgo / lat.: Ginkgo biloba) aus Japan
- Pfefferbäume (dt.: Pfefferbaum / port.: pimenteiro / lat.: Piper nigrum) aus Timor und
- Jakarandabäume (dt.: Palisanderbaum / port.: jacarandá / lat.: Jacaranda mimosifolia) aus Brasilien.

Außerdem leben hier, in freier Wildbahn, zusätzlich zu den vielen einheimischen Vögeln, 8 verschiedene exotische Vogelarten, die alle einmal aus Käfigen entflogen sind, und nun hier eine zweite Heimat gefunden haben, wie Papageien, Pfaue und die in Europa größte in Freiheit lebende Gruppe von Nymphensittichen.

Ich habe den Botanischen Garten jetzt im Winter besucht, und war begeistert, von der Vielfalt der Vegetation.
Aber man sagte mir, dass ein Besuch im Frühling oder Sommer besonders reizvoll sein soll.
Ich werde also wieder kommen, in ein paar Monaten!