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Freitag, 22. Oktober 2010

Madeira - Blume im Atlantik


Etwa 1000 km südwestlich von der portugiesischen Festlandsküste, liegt vor der afrikanischen Küste, mitten im Atlantik, die Blumeninsel Madeira.

Die Inselgruppe, die aus der Hauptinsel Ilha da Madeira (dt.: Insel des Holzes) und der kleineren Nebeninsel Porto Santo (dt.: Heiliger Hafen), sowie aus den drei fast unbewohnten Eilanden Ilhéu Chão (dt.: Flache Felseninsel), Deserta Grande (dt.: Große Unbewohnte), Ilhéu do Bugio (dt.: Affenfelseninsel) und die etwas südlicher gelegenen fünf unbewohnten Inseln Ilhas Selvangens (dt.: Wilde Inseln) besteht, ist sehr bergig und verdankt ihre Entstehung vulkanischer Tätigkeit.
Hauptstadt Madeiras ist Funchal (vomm port. Wort „funcho“ abgeleitet, was auf Deutsch „Fenchel“ bedeutet), im Süden der Insel gelegen.

Madeira verdankt sein mildes, an manchen Orten fast tropisches Klima, der südlichen Lage im freien Meer. Die Temperaturen pendeln konstant zwischen 16°C im Winter und 26°C im Sommer.

Die Vegetation auf Madeira, der „Blume im Atlantik“ (port.: „Flor do Atlantico“) ist sehr reich.
Neben Kiefern und europäischen Laubbäumen gedeihen hier zahllose immergrüne Bäume und Sträucher subtropischer und tropischer Herkunft, darunter Palmen, Araukarien, Hickory, Korkreichen, Feigenbäume, Palmenlilien, Yuccas, Mispeln, Mimosten, Eukalyptus, Bambus, Baumfarne und Agaven, sowie Drachenbäumen, Lorbeerbäumen und endemische Laurusbäumen (port.: „árvores laurisilva“).
Die Blumenwelt besteht meistens aus Kamelien, Rhododendren, Azaleen, Pelargonien, Begonien, Bignonien, Bougainvilleen, Glyzinien, Primadonnas, Strelizien und hunderten Orchideenarten.

Entdeckt wurde die Insel im Jahre 1419 vom Seefahrer João Gonçalves Zarco. Sie war bei ihrer Entdeckung unbewohnt und vollkommen mit dichtem Wald bedeckt, weshalb man ihr auch den Namen „Ilha da Madeira“ (dt.: „Insel des Holzes“) gab.

Nach der Kolonialisierung erlangte Madeira, durch den Anbau von Zuckerrohr, später auch durch den Weinanbau, Wohlstand und Ansehen.
Von diesen Industriezweigen ist heute wenig geblieben.
Haupteinnahmezweig Madeiras, ist heute ohne Zweifel der Tourismus.
Die ersten wohlhabenden Engländer kamen Mitte des 19. Jahrhunderts auf die Insel.
Auch heute stellen die Engländer einen Großteil der Besucher.
Daneben ist die Insel vor allem bei Skandinaviern und Deutschen beliebt.
Aber auch bei uns Portugiesen ist die Insel ein beliebtes Reiseziel, vor allem bei frisch verheirateten Paaren, die hier meistens ihre Flitterwochen verbringen.

Obwohl nicht frisch verheiratet und dementsprechend auch nicht in den Fliutterwochen, habe ich die letzte Woche einige Tage auf Madeira verbracht.
Es war nicht mein erster Besuch auf der Insel, aber ich habe die Insel für mich wieder neu entdeckt.
Man muss keine weite Reise machen, um den idealen Ferienort zu finden.
Er ist, mit Madeira, gerade mal 90 Flugminuten vom portugiesischen Festland und vier Flugstunden von Deutschland entfernt.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Jardim Botânico Tropical: Der Park






Letzte Woche besuchte ich den „Tropischen Botanischen Garten“ (port.: „Jardim Botânico Tropical“) im Stadtteil Belém, nicht zu verwechseln mit dem „Botanischen Garten“ (port.: „Jardim Tropical“) im Stadtteil Rato.

Der Tropische Botanische Garten, der, wie der Name schon sagt, hauptsächlich tropische und exotische Bäume, Blumen und Pflanzen aus den ehemaligen Kolonien Portugals und der ganzen Welt beherbergt, erstreckt sich über ein etwa 8 Hektar großes Areal, und beherbergt, unter anderem, ein altes Gewächshaus, ein Kakteenhaus, wunderschöne Statuen aus der Kolonialzeit und den alten Palast der Grafen von Calheta (port.: Palacio dos Condes de Calheta), dessen Außenwände mit wunderschönen Azulejos (dt.: Kacheln) ausgeschmückt ist.

Im „Palacio dos Condes de Calheta“ ist das „Tropisch-Landwirtschaftliche Museum“ (port.: Jardim Museu Agrícola Tropical (JMAT) untergebracht. Er wurde am 25. Januar 1906 in Anwesenheit seiner Majestät, König Carlos I, eingeweiht.

Seit seiner Gründung, soll es Aufgabe des Tropisch-Botanischen Gartens sein, die Pflanzen- und Tierwelt der Tropen, seinen Gästen nahe bringen.
Hier sollen die Besucher die landwirtschaftliche Nutzung der verschiedensten Bäume und Pflanzen aus den tropischen und subtropischen Gebieten der ehemaligen Kolonien Portugals kennen lernen.

Insgesamt wachsen in diesem Park über 430 verschiedene Bäume, Blumen und Pflanzen, wie

- riesige Zedern (dt.: Zeder / port.: cedro / lat.: Cedrus) aus dem heutigen Libanon
- mächtige Zypressen (dt.: Zypresse / port.: cipreste / lat.: Cupressus) aus Mexiko
- Gummibäume (dt.: Gummibaum / port.: árvore da borracha / lat.: Ficus elastica) aus Indien
- Drachenbäume (dt.: Drachenbaum / port.: dragoeiro / lat.: Dracaena draco) aus China
- uralte Ginkobäume (dt.: Ginkobaum / port.: gincgo / lat.: Ginkgo biloba) aus Japan
- Pfefferbäume (dt.: Pfefferbaum / port.: pimenteiro / lat.: Piper nigrum) aus Timor und
- Jakarandabäume (dt.: Palisanderbaum / port.: jacarandá / lat.: Jacaranda mimosifolia) aus Brasilien.

Außerdem leben hier, in freier Wildbahn, zusätzlich zu den vielen einheimischen Vögeln, 8 verschiedene exotische Vogelarten, die alle einmal aus Käfigen entflogen sind, und nun hier eine zweite Heimat gefunden haben, wie Papageien, Pfaue und die in Europa größte in Freiheit lebende Gruppe von Nymphensittichen.

Ich habe den Botanischen Garten jetzt im Winter besucht, und war begeistert, von der Vielfalt der Vegetation.
Aber man sagte mir, dass ein Besuch im Frühling oder Sommer besonders reizvoll sein soll.
Ich werde also wieder kommen, in ein paar Monaten!