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Dienstag, 4. Januar 2011

Salamaleque und Oxalá


„… der Frieden sei mit Dir (Euch)“ – das meint ein Portugiese, wenn er das Wort „salamaleque“ an sein Gegenüber richtet.
Dieses Wort, das heute eher selten benutzt wird, und das ich zum letzten Mal, jetzt über den Jahreswechsel, an der Algarve gehört habe, als sich zwei ältere Frauen in den Gassen der Altstadt von Albufeira begrüßten, wird heute kaum noch verwendet, und viele Portugiesen kennen es kaum noch.
Nur ältere Menschen, und die ausnahmslos aus dem Süden Portugals, benutzen heute noch diese, aus der Maurenzeit stammende, Begrüßungsformel.
„Salamaleque“ kommt aus dem arabischen „as-salam-malaik“ und bedeutet wortwörtlich: „der Frieden sei mit Dir (Euch)“.

Ein anderer, aus dem arabischen Wortschatz stammender Ausdruck, ist das Wort „oxalá“ (arab.: „inch-Allah“), das soviel bedeutet wie „so Gott will“.
Dieses Wort wird, im Gegensatz zu „salamaleque“ heute noch recht oft benutzt, auch hier im Lissabonner Raum.

Das heute noch das eine oder andere arabische Wort im portugiesischen Wortschatz benutzt wird, und ich meine damit nicht nur geographische Begriffe, haben wir Portugiesen sicherlich der langen maurischen Herrschaft über die Iberischen Halbinsel zu verdanken, aber auch der Tatsache das wir danach, als wir z.B. in Indien mit Arabern und Türken Handel trieben, noch lange mit der arabischen Kultur zu tun hatten.

In diesem Sinne:

„Salamaleque“ Euch allen im Neuen Jahr, und „oxalá“ treffen wir uns hier in meinem Blog!