Posts mit dem Label Jardim da Estrela werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Jardim da Estrela werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 2. Juli 2011

Grüne Oasen






In Lissabon ist es im Augenblick unerträglich heiß!
Wer aber eine kühle, grüne Oase in der jetzigen Sommerhitze sucht oder einfach nur der Hektik der Großstadt entfliehen will, sollte einen der vielen Gärten und Parks aufsuchen, die über die ganze Stadt verteilt sind.

Unabhängig davon, ob man lieber eine moderne Gartenarchitektur mag oder den ursprünglichen Charme bevorzugt, ob man für einpaar Stunden an der frischen Luft sein will, oder so wie ich, einfach eine erholsame Mittagspause genießen will, man wird in Lissabon garantiert eine Grünfläche für jeden Geschmack finden.

Auch jeder Hobbybotaniker wird hier in der Hauptstadt auf seine Kosten kommen.
Wir befinden uns zwar am äußersten Rand Europas, aber trotzdem finden wir hier in den vielen Gärten und Parks der Stadt Bäume, Pflanzen und Blumen aus aller Welt.
Sie wurden über 500 Jahre lang von den portugiesischen Kolonien in Afrika, Brasilien, Indien und China gesammelt und hier in der Stadt dann angepflanzt.

Ich habe hier einmal die sehenswertesten und erholsamsten Gärten und Parks der Hauptstadt aufgelistet:

• Jardim 09 de Abril
• Jardim do Campo Grande
• Jardim Amália Rodrigues
• Jardim Fernanda de Castro
• Jardim da Estrela (dt.. Estrelapark)
• Jardim Garcia de Orta
• Jardim da Fundação Calouste Gulbenkian (dt.: Park der Gulbenkian-Stiftung)
• Jardim Botânico da Faculdade de Ciências (dt.: Botanischer Garten der Wissenschaftlichen Fakultät)
• Jardim do Príncipe Real
• Jardim e Miradouro de São Pedro de Alcântara (dt.: Park und Aussichtspunkt von São Pedro de Alcântara)
• Jardim Botânico da Ajuda (dt.: Botanischer Garten im Stadtteil Ajuda)
• Jardim-Museu Agrícola Tropical (dt.: Tropischer Garten im Stadtteil Belém)
• Jardim e Miradouro do Torel (dt.: Park und Aussichtspunkt von Torel)
• Jardim da Praça do Império (Park von Belém)
• Jardim Vasco da Gama
• Jardim da Torre de Belém
• Jardim do Castelo de S. Jorge
• Parque Florestal de Monsanto (dt.: Monsantopark)
• Parque Recreativo dos Moinhos de Santana
• Parque Eduardo VII
• Parque do Monteiro-Mor
• Parque Recreativo do Alto da Serafina
• Quinta das Conchas e dos Lilazes
• Tapada da Ajuda (dt.: Wildpark von Ajuda)
• Tapada das Necessidades (dt.: Wildpark im Necessidadespalast, dem portugiesischen Außenministerium)

Und wer mich einmal in der Mittagszeit besuchen will, der braucht nur jeden Tag in den kleinen Park „Jardim 09 de Abril“, den viele noch unter seinem alten Namen „Jardim da Rocha do Conde“ kennen, zu kommen.
Er liegt genau neben dem Nationalmuseum für Alte Kunst (port.: Museu Nacional de Arte Antiga), und von ihm aus hat man eine der schönsten Aussichten über den Lissabonner Hafen und den Tejo.
In diesem Park pflege ich nämlich, unter vielen alten Bäumen, wie brasilianischen Tipuanas, Sumaúmas,und Jacarandas und imposanten Dattelpalmen und Granatapfelbäumen, fast immer meine Mittagspausen zu verbringen.

Mittwoch, 16. März 2011

Tripa


Heute Mittag, nach dem Büro, bin ich in den Park „Jardim da Estrela“ gegangen, um ein bisschen zu spazieren und um auf andere Gedanken zu kommen.
Ich ließ es mir nicht nehmen, im dortigen Café „Quiosque do Jardim da Estrela“ einen leckeren Crêpe zu mir zu nehmen.

Ich schätze mal, die meisten Portugiesen, und zu denen gehörte ich noch vor ein paar Wochen auch, wissen nicht, dass wir hier in Portugal eine eigene Crêpesrezeptur haben.
Normalerweise denkt ja jeder, Crêpes stammen aus Frankreich – was eigentlich ja auch stimmt.
Aber diese Crêpes, von denen ich hier berichten will, stammen ursprünglich nicht aus Frankreich, sondern aus der nordportugiesischen Stadt Aveiro und hören auf den Namen „tripa“ (singular: tripa – plural: tripas).
Nun das mag auf Deutsch nett klingen, aber „tripa“ ist das portugiesische Wort für „Darm“.
Keiner, auch die Besitzerin des Cafés, konnte mir bis heute erklären wieso die Crêpes diesen außergewöhnlichen Namen tragen.
Fakt ist: sie schmecken besser als es ihr Name erscheinen lässt!

Wie die Crêpes aber nach Lissabon gekommen sind, dafür gibt es eine einfache Erklärung.
Inês Guerra, die Besitzerin des Cafés und so ziemlich der netteste und freundlichste Mensch, den ich in letzter Zeit im Bereich „Dienstleistung“ kennen gelernt habe, stammt ursprünglich aus Aveiro.
Und als sie letztes Jahr hier in Lissabon einen eigenen Laden aufmachen wollte, hat sie an diese Köstlichkeit aus ihrer Heimatstadt gedacht, und diese zur Attraktion ihres Cafés gemacht.
Die Crêpes aus Aveiro sind dicker als ihre französischen Verwandten, aber nicht so dick wie deutsche Waffeln, obwohl sie genauso stopfen wie diese.
Ein einzelner Crêpe reicht normalerweise aus, um satt zu werden.
Klassisch, mit Zimt, Puderzucker und einem Schlag Eiercreme schmecken sie mir am besten.
Aber man kann sie, wie andere Crêpes auch, mit Schokolade, Sahne oder Marmelade zu sich nehmen.
2,50 Euro kostet dieser Genuss, den es in der Hauptstadt nur hier gibt.
Eigentlich ein Schnäppchen, wenn man bedenkt was eine Fahrt nach Aveiro kostet…