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Samstag, 28. November 2009

Für einen Inkompetenten ist ein Genie immer ein dummer Hund


Ein Hund betritt eine Metzgerei und wird sofort vom Metzger hinausgescheucht.
Der Hund kommt zurück und der Metzger will ihn wieder hinausjagen, als er merkt dass der Hund einen Zettel und einen 50-Euro-Schein im Maul hat.
Der Metzger nimmt sich das Geld und den Zettel, und liest was drauf steht.

„Bitte geben sie meinem Hund 12 Bratwürste und 1 kg Rindersteaks mit!“

Nach kurzem Zögern packt der Metzger die Bratwürste und die Rindersteaks in eine Plastiktüte ein und stellt sie vor dem Hund, der diese ins Maul packt, und daraufhin die Metzgerei verlässt.
Der Metzger ist äußerst überrascht, und da es schon spät ist, entschließt er sich, seine Metzgerei zu schließen und dem Hund zu folgen.

Der Hund läuft bis zur nächsten Ampel, setzt die Tüte ab, und drückt mit seiner Pfote den Ampelknopf.
Als die Ampel auf grün schaltet, nimmt der Hund wieder die Tüte, überquert die Straße und läuft bis zur nächsten Bushaltestelle.
Der Metzger folgt ihm unauffällig.
An der Bushaltestelle angekommen setzt sich der Hund hin und wartet auf den Bus.
Als der erste Bus anhält, schaut der Hund auf die Anzeigetafel mit der Busnummer und sieht dass es nicht der Bus ist, den er nehmen muss. Also setzt er sich wieder hin und wartet weiter.
Dann kommt der nächste Bus, und wieder schaut der Hund auf die Anzeigetafel hoch, um zu sehen, ob dies der richtige Bus ist.

Nachdem der Hund sieht, dass diesmal der richtige Bus an der Haltestelle hält, steigt er ein.
Beeindruckt folgt ihm der Metzger und steigt ebenso in den Bus ein.
Nach kurzer Fahrt drückt der Hund mit seiner Pfote auf den Halteknopf, um auszusteigen.
Als der Bus anhält, begibt sich der Hund nach draußen und macht sich auf dem Weg.

Vor einem kleinen, unauffälligen Haus hält der Hund an und stellt die Plastiktüte auf den Bürgersteig ab.
Er stellt sich vor die Haustür und fängt an zu bellen.
Als keiner die Haustür öffnet, läuft er um das Haus herum, stellt sich vor das Küchenfenster und bellt wie verrückt.
Als aber auch keiner ans Fenster geht, läuft der Hund erneut um das Haus, stellt sich wieder vor die Haustür und bellt erneut.

Plötzlich öffnet ein groß gewachsener, kräftiger Typ die Haustür, nimmt sich den Hund und fängt an auf ihn einzuschlagen.
Fassungslos geht der Metzger auf den Typen zu und fährt ihn an:

„Um Gottes Willen Mann, was machen sie da???
Dieser Hund ist ein Genie!“

Der Typ antwortet daraufhin gereizt:
„Ein Genie??? Von wegen. Das ist nun schon das zweite Mal in dieser Woche, das dieser Köter den Hausschlüssel vergisst…“

Die Moral von der Geschichte:

Du kannst dich noch so anstrengen wie du willst.
Dein Wert hängt immer von demjenigen ab, der dich bewertet.
Für einen Inkompetenten ist ein Genie immer ein dummer Hund.

Freitag, 12. Juni 2009

Wir sind Hund



Mit Kommandos wie “Hol das Stöckchen!“ oder „Bring den Ball!“ konnte der Portugiesische Wasserhund, der offiziell Cão de Água Português heißt, nie viel anfangen.
Mit „Tauch nach dem Netz“ oder „Zieh das Boot mit dem Seil“ schon mehr.
Nun hat es einer dieser wasserverrückten Portugiesen bis ins Weiße Haus gebracht.
Und wie damals vor Jahren die Bildzeitung, nach der Wahl von Kardinal Josef Ratzinger titelte „Wir sind Papst“, als dieser zum Papst gewählt wurde, so könnte man meinen „wir hier in Portugal wären jetzt Hund“, so groß ist die Nachfrage nach dem Portugiesischen Wasserhund in den letzten zwei Monaten geworden.
Keiner weiß woher der Wasserhund herkommt. Vielleicht brachten ihn die Phönizier, die Römer oder die Mauren mit nach Portugal. Jedenfalls war er auf einmal da, und ist es dann auch bis zum heutigen Tag geblieben, obwohl es in den letzten Jahren sehr schlecht um seine Existenz bestellt war. Um ein Haar wäre er beinahe ausgestorben. Aber das hat sich ja jetzt, da einer seiner Rasse es bis ins Weiße Haus, auf den Schoß von Barak Obama geschafft hat, wohl verhindert werden können. Denn jetzt will auf einmal jeder einen Portugiesischen Wasserhund haben.
Der Portugiesische Wasserhund, ist laut den Statuten der Portugiesischen Rassehundevereinigung ein „lebhafter, unermüdlicher, genügsamer, stolzer, manchmal eigenwilliger, aber nicht aggressiver, mittelgroßer“ Hund, so die Übersetzung.
Er sieht aus wie ein etwas kräftiger Pudel und hat sogar ein ähnliches, gekräuseltes Fell wie dieser. Wie der Pudel, so wird auch der Cão de Água Português geschoren. Der hintere Körperteil und die Hinterbeine werden kurz geschoren und der Vorderkörper und die Vorderbeine bleiben mit dem dichten Fell bewachsen. Das hat mal ausnahmsweise nichts mit dem „Schönheitsideal’“ der Besitzer zu tun, sondern mit der Tatsache, das das geschorene Fell am Hinterkörper den Hund hilft besser zu schwimmen, und der unrasierte Vorderkörper schützt die Lungen vor dem kalten Wasser!
Wie der Name es schon erahnen lässt, sind Wasserhunde im Wasser voll und ganz in ihrem Element. Sie können ausgezeichnet schwimmen und haben sogar kleine Schwimmhäute zwischen ihre Zehen, die ihnen das Paddeln erleichtern. Als es die königliche Marine noch gab, wurden die Wasserhunde als Boten zwischen den verschiedenen Schiffen benutzt.
Bemerkenswert bei diesem Hund ist auch die Tatsache, dass sie so etwas wie einen siebten Sinn haben, der sie vor Haien im Wasser warnt. Wenn sie nämlich meinen Haie wären im Wasser, dann gehen sie erst gar nicht rein, und die Fischer sind gewarnt.
Da er auf vielen portugiesischen Schiffen, Karavellen und Naus anzutreffen war, gelang er schon recht früh hinaus in die Welt. Er schaffte es nach Irland, Brasilien, Indien, Japan und dann nach Neufundland, Labrador und sogar nach Kalifornien. Alleine dort, in Kalifornien, gibt es heute mehr Wasserhunde als hier in seinem Heimatland Portugal.
Vor Wochen habe ich, anlässlich der Tatsache das den Obamas ein Portugiesischer Wasserhund geschenkt wurde, im deutschen Fernsehen eine Sendung gesehen, ich glaube auf n-tv, in der berichtet wurde, das die Baseballmannschaft von San Francisco fünf Wasserhunde in ihren Diensten hält. Die Aufgabe dieser Hunde ist es, die ins Wasser gefallenen Baseballbälle (das Baseballstadion befindet sich direkt an der San Francisco Bay), die aus dem Stadion geschlagen werden, zurückzuholen. Das war selbst mir neu.
Hier in Portugal stand der Cão de Água Português, wie schon erwähnt, schon einmal kurz vor dem Aussterben. Dem Reeder und Hundeliebhaber Vasco Bonsaúde ist es zu verdanken, das es den Portugiesischen Wasserhund heute noch in Portugal gibt. Denn er züchtete den Hund mit viel Liebe und Hingabe, so erfolgreich, das es heute an die 9000 Wasserhunde in Portugal gibt. Das klingt viel, ist aber im Verhältnis zu anderen Hunderassen, verschwindend wenig. Ich selber habe bis heute erst zwei Portugiesische Wasserhunde in meinem Leben gestreichelt. Der eine, vor einigen Jahren auf einer Hundeausstellung hier in Vila Franca de Xira, und der andere vor gut einem Jahr an der Küste der Costa de Caparica, als ich einen Strandspaziergang machte. Ich kenne sogar Landsleute von mir, die haben einen Cão de Água Português noch nie in ihrem Leben gesehen!
Einer von Vasco Bonsaúdes Hunden wurde in den 70er Jahren dem Senator Ted Kennedy, dem Bruder von J.F. Kennedy, geschenkt. Der vernarrte sich so sehr in diese Hunderasse, das er sich noch vier Hündinnen aus Portugal kommen ließ, und selbst anfing diese Hunderasse zu züchten. Und eines dieser gezüchteten Vierbeiner wurde nun dem amerikanischen Präsidenten Obama geschenkt, und kam somit ins Weiße Haus, und ist jetzt der „First Dog“.
Jetzt ist die Gefahr, dass der Portugiesische Wasserhund ausstirbt erst einmal gebannt, denn er ist zum Modehund geworden. Jeder will so einen Wollknäuel haben. Bleibt nur die Hoffnung, das in einigen Jahren, wenn der Hund wieder aus der Mode gekommen ist, die Tierheime nicht voll mit Wasserhunden sein werden. Denn schlimmer als ein Hund der vom aussterben bedroht ist, ist ein Hund der sein Dasein in einem Tierheim fristen muss!