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Dienstag, 5. April 2011

Osterbasar 2011


Vorgestern, am Sonntag, fand im Stadtteil Campo de Ourique, in der katholischen Schule der Salesianer (port.: Escola dos Salesarianos), der Ökumenische Osterbasar der deutschen evangelischen und katholischen Kirchengemeinden statt.

Bei besserem Wetter als eigentlich vorhergesagt und auch erwartet, konnte man ein reichhaltiges Angebot an traditioneller Osterdekoration, Kleidung, Krimskrams, deutschen Lebensmittel und einer leckeren Osterbowle bestaunen und genießen.
Spezialitäten aus der deutschen Küche zum Mittagessen, wie Sauerkraut und Bratwurst, und eine reichhaltige Kuchen- und Kaffeetafel sorgten für das Wohlbefinden der Besucher.

Leider hielt sich der „Ansturm“ auf den Osterbasar in Grenzen.
Bleibt nachzuforschen warum dieses Jahr so wenig Besucher zugegen waren.
Sicherlich gibt es dafür Gründe.
Diese gilt es jetzt zu analysieren und bei Gelegenheit zu ändern.
Warum die leckere Osterbowle, die Friederike Zühl mit so viel Liebe und Geschmack gemixt hat, verkannt wurde, wird mir allerdings auf ewig ein Rätsel bleiben.

Nichtsdestotrotz war der Osterbasar, was den Zusammenhalt, den Gemeinschaftssinn und die Aktivität der beiden Gemeinden angeht, ein voller Erfolg!

Samstag, 28. November 2009

Für einen Inkompetenten ist ein Genie immer ein dummer Hund


Ein Hund betritt eine Metzgerei und wird sofort vom Metzger hinausgescheucht.
Der Hund kommt zurück und der Metzger will ihn wieder hinausjagen, als er merkt dass der Hund einen Zettel und einen 50-Euro-Schein im Maul hat.
Der Metzger nimmt sich das Geld und den Zettel, und liest was drauf steht.

„Bitte geben sie meinem Hund 12 Bratwürste und 1 kg Rindersteaks mit!“

Nach kurzem Zögern packt der Metzger die Bratwürste und die Rindersteaks in eine Plastiktüte ein und stellt sie vor dem Hund, der diese ins Maul packt, und daraufhin die Metzgerei verlässt.
Der Metzger ist äußerst überrascht, und da es schon spät ist, entschließt er sich, seine Metzgerei zu schließen und dem Hund zu folgen.

Der Hund läuft bis zur nächsten Ampel, setzt die Tüte ab, und drückt mit seiner Pfote den Ampelknopf.
Als die Ampel auf grün schaltet, nimmt der Hund wieder die Tüte, überquert die Straße und läuft bis zur nächsten Bushaltestelle.
Der Metzger folgt ihm unauffällig.
An der Bushaltestelle angekommen setzt sich der Hund hin und wartet auf den Bus.
Als der erste Bus anhält, schaut der Hund auf die Anzeigetafel mit der Busnummer und sieht dass es nicht der Bus ist, den er nehmen muss. Also setzt er sich wieder hin und wartet weiter.
Dann kommt der nächste Bus, und wieder schaut der Hund auf die Anzeigetafel hoch, um zu sehen, ob dies der richtige Bus ist.

Nachdem der Hund sieht, dass diesmal der richtige Bus an der Haltestelle hält, steigt er ein.
Beeindruckt folgt ihm der Metzger und steigt ebenso in den Bus ein.
Nach kurzer Fahrt drückt der Hund mit seiner Pfote auf den Halteknopf, um auszusteigen.
Als der Bus anhält, begibt sich der Hund nach draußen und macht sich auf dem Weg.

Vor einem kleinen, unauffälligen Haus hält der Hund an und stellt die Plastiktüte auf den Bürgersteig ab.
Er stellt sich vor die Haustür und fängt an zu bellen.
Als keiner die Haustür öffnet, läuft er um das Haus herum, stellt sich vor das Küchenfenster und bellt wie verrückt.
Als aber auch keiner ans Fenster geht, läuft der Hund erneut um das Haus, stellt sich wieder vor die Haustür und bellt erneut.

Plötzlich öffnet ein groß gewachsener, kräftiger Typ die Haustür, nimmt sich den Hund und fängt an auf ihn einzuschlagen.
Fassungslos geht der Metzger auf den Typen zu und fährt ihn an:

„Um Gottes Willen Mann, was machen sie da???
Dieser Hund ist ein Genie!“

Der Typ antwortet daraufhin gereizt:
„Ein Genie??? Von wegen. Das ist nun schon das zweite Mal in dieser Woche, das dieser Köter den Hausschlüssel vergisst…“

Die Moral von der Geschichte:

Du kannst dich noch so anstrengen wie du willst.
Dein Wert hängt immer von demjenigen ab, der dich bewertet.
Für einen Inkompetenten ist ein Genie immer ein dummer Hund.

Dienstag, 15. September 2009

Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht…


In Lissabon hat, in der Nähe der Praça de Espanha, ein neues Restaurant eröffnet, das sich auf deutsche Küche spezialisiert hat, und dementsprechend Gerichte wie Ente mit Rotkohl und Klößen, Nierenspießchen, Schaschlik und Bratwürste mit Kartoffelsalat verkauft.

Als ich davon einem portugiesischen Freund erzählte, meinte er nur abschätzig:
„Deutsche Bratwürste in Portugal anzubieten! Das ist ja wie Eisbein mit Sauerkraut auf Mallorca verkaufen. Warum bieten die nicht auch portugiesisches Essen an?!?“

Diese, wie ich meine abwertende Haltung, spiegelt in keinster Weise meine persönlichen Meinung.
Im Gegenteil!
Ich finde solch eine Einstellung absurd und nur schwer nachvollziehbar!

Schließlich regt sich in Deutschland auch keiner darüber auf wenn er beim Italiener eine Pizza essen kann, weder die Deutschen noch die Ausländer.
Kein Mensch käme auf die Idee, dem armen Pizzabäcker einen Vortrag zu halten, dass er doch lieber in Italien bleiben solle, wenn er ausschließlich italienische und keine regionale, landesübliche Küche anbiete.
Es regt sich auch kein einziger in Deutschland lebender Italiener auf, wenn er selber zum Italiener zum Essen geht. Im Gegenteil, er ist stolz darauf, dass seine ihm vertraute Küche, internationale Anerkennung findet.

Leider kann diese normale Sichtweise auf manche meiner Landsleute im Umkehrschluss nicht übertragen werden, besonders dann nicht, wenn sie sich einbilden die portugiesische Küche wäre das non plus ultra.
Sie ist zwar gut, aber sicherlich nicht die beste der Welt!

Ein Restaurant in dem nur „fremdländisches“ Essen angeboten wird, ohne das auch nur ein landesüblicher Teller angeboten wird, ist für viele meiner portugiesischen Landsleute (ich meine die Portugiesen, die stets darauf bedacht sind, möglichst weltoffen zu wirken, ohne es wirklich jemals annähernd gewesen zu sein) eine Kriegserklärung gegen die Esskultur im Allgemeinen und ihrer Meinung nach eine respektlose Missachtung, Demütigung und Verletzung der Gastfreundschaft.

Aber warum soll ich als Portugiese, in meinem eigenen Land, nicht die Möglichkeit haben, internationale und damit selbstverständlich auch deutsche Küche, zu probieren und zu genießen?
Wäre ja noch schöner!

Die portugiesische Küche ist eine einfache, schmackhafte und „ehrliche“ Küche.
Man sieht sofort was im Topf drinnen ist.
Normalerweise werden nämlich alle Fleisch-, Fisch- oder Gemüsezutaten, die es saisonal gibt, in einem großen Topf, ohne viel Tamtam, gar gekocht.
Die portugiesische Küche ist so „ehrlich“, das einem beim öffnen des Topfdeckels Hühnerfüße, ganze Fischköpfe oder grinsende Kaninchenschädel ins verwunderte Antlitz blicken können.
Auch kann es z.B. passieren, dass einem beim Tintenfischessen die ganze Tinte auf das Hemd spritzt, denn der Tintenfisch wird bei uns keineswegs ausgenommen.
Das sind Details, die selbst mir nicht schmecken.
Da lobe ich mir doch manchmal lieber die gute deutsche Hausmannskost.

Ich werde einmal, jetzt wo wir in den Monat Oktober reinkommen, mit meinem portugiesischen Freund das neu eröffnete deutsche Restaurant besuchen, und vielleicht kann ich ihn ja dann für ein paar Weißwürstchen mit süßem Senf und einer Brezel erwärmen.