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Dienstag, 3. Februar 2015

Süße Früchtchen aus Portugal


Ab dem morgigen Mittwoch öffnet die „Fruit Logistica“, die größte internationale Fachmesse für Obst (port.: fruta) und Gemüse (port.: legumes), in Berlin wieder ihre Tore.
Bis zum 06. Februar 2015 werden über 2.000 Aussteller aus aller Welt die Gelegenheit haben die verschiedensten Früchte- und Gemüsesorten, Nüsse, Gewürze und Blumen auf dem großen Berliner Messegelände vorstellen zu können.

Das diesjährige Partnerland, dieser weltweit größten Leitmesse für Früchte- und Gemüsemarketing, ist Portugal.

Ananas (port.: ananás) aus den Azoren,
Pflaumen (port.: ameixas) und Kirschen (port.: cerejas) aus Fundão,
Bananen (port.: bananas) aus Madeira,
Orangen (port.: laranjas) aus der Algarve,
Äpfel (port.: maçã) aus Alcobaça,
Erdbeeren (port.: morangos) und Trauben (port.: uvas) aus dem Ribatejo,
Wassermelonen (port.: melancias) aus dem Alentejo,
Birnen (port.: pêras) aus Sintra
und Kartoffeln (port.: batatas),
Zwiebeln (port.: cebolas),
Lupinenkerne (port.: tremoços),
Möhren (port.: cenouras,
Kohl (port.: couves)
und Bohnen (port.: feijão
aus den verschiedensten Anbaugebieten Portugals werden frisch und knackig auf dieser Fachmesse zu sehen und zu schmecken sein.       

Portugals Obst-, Gemüse- und Blumenexporte wachsen von Jahr zu Jahr beständig.
Alleine im vergangenen Jahr produzierte die portugiesische Landwirtschaft, laut hiesiger Agrarexporteure, Obst und Gemüse im Wert von über 2,5 Milliarden Euro, davon wurden 2014 gut 1 Milliarde Euro durch den Export umgesetzt.
Bis zum Jahre 2020 soll das Exportvolumen, so der Wunsch der portugiesischen Agrarwirtschaft, gut 2 Milliarden Euro betragen.

Portugals Agrarprodukte werden vor allem wegen ihrer hohen Qualität, ihres vorzüglichen Aromas und ihres sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses auf dem Weltmarkt sehr geschätzt und immer beliebter.
Damit das so bleibt, und die hochwertigen portugiesischen Agrarprodukte vor allem einem breiten deutschen Fachpublikum besser vorgestellt werden können, ist Portugal dieses Jahr mit seinem über 600 m² großen Messepavillon auf der „Fruit Logistica 2015“ vertreten.

Dienstag, 21. Juni 2011

Das Land feiert ein Fest in der Stadt






Am vergangenen Samstag, dem 18. Juni 2011, fand mitten im Zentrum von Lissabon, in der Avenida da Liberdade, der Hauptarterie der Stadt, ein Mega-Event statt, bei dem die nationale Landwirtschaft ihre landwirtschaftlichen Produkte vorstellte.

Unter dem Titel „O campo faz festa na cidade (port.: „Das Land feiert ein Fest in der Stadt”), organisierte eine große Supermarktkette, in Zusammenarbeit mit dem Rathaus von Lissabon (port.: Câmara Municipal de Lisboa), einen besonderen Bauernhof, inmitten der Stadt, mit viel Vieh und riesigen Feldern.
Die sonst stark befahrene Avenida da Liberdade wurde zu einem grünen Korridor mit viel Farbe, außergewöhnlichen Düften und Tönen, in denen angebaute Früchte (port.: frutas) und Gemüse (port.: legumes / hortaliças) genauso vorhanden waren, wie auch Tiere vom Bauernhof.

Insgesamt 32 Vieh-, Obst- und Gemüsebauern aus dem ganzen Land stellten ihre nationalen landwirtschaftlichen Produkte einer breiten Öffentlichkeit von über 500.000 Besuchern vor.
Vor allem die Stadtkinder hatten so endlich mal die Gelegenheit echte Kühe, Schafe, Schweine, Ziegen, Hühner, Enten und Truthähne zu sehen und ebenso echte Gurkenpflanzen, Sonnenblumenfelder, Orangenbäume, Möhren, Melonen, Kartoffeln, Kohlköpfe und Erdbeerpflanzen.
Über 20 t angebautes Obst und Gemüse und ca. 260 Bauernhoftiere bedeckten den Asphalt der Straße.

Bei diesem Event hatte man auch die Gelegenheit an einem großen Pick Nick (port.: piquenique) teilzunehmen. Man musste nur eine Decke von zuhause mitbringen und etwas zu essen, und schon konnte man sich mitten auf der Avenida, auf dem Rasen ausbreiten und das mitgebrachte Essen zu sich nehmen.

Doch die Kirsche auf der Torte war für viele um 20:00 h der Auftritt des portugiesischen Schlagersängers Tony Carreira, der dann seine Schnulzen zur Begeisterung vieler anwesenden weiblicher Fans, zum Besten gab.

Überhaupt nicht einverstanden mit dieser Veranstaltung war der portugiesische Automobilclub (port.: Automobil Club de Portugal = ACP).
Der ACP meinte, dass keinem Autofahrer zu vermitteln sei, dass eine der wichtigsten Straßen der Hauptstadt, einer Supermarktkette zur Verfügung gestellt wird, während der Verkehr im Chaos versinkt.
Sie argumentierten damit, dass per Gesetz, Lissabons Straßen nur bei sportlichen und politischen Veranstaltungen für den Autoverkehr gesperrt werden dürfen und nicht etwa für die Werbezwecke einer Supermarktkette, den bei diesen, so die Meinung des Automobilclubs, handelte es sich bei diesem Event zweifellos.
Vor allem die Taxifahrer drohten im Vorfeld der Veranstaltung damit, zu streiken, falls das Rathaus an seinem Vorhaben festhalten sollte.

Natürlich haben die Taxifahrer nicht gestreikt und ebenso gab es auch kein Verkehrschaos, wie vom ACP befürchtet.
Sicherlich, die Veranstaltung hätte an einem anderen Platz stattfinden können, denn ehrlich gesagt, waren zu viele Besucher in der Avenida zugegen, was einem das flanieren auf dem Boulevard fast unmöglich machte.
Aber nach vielen Jahren wurde die Avenida da Liberdade endlich wieder zu dem, was sie einmal ursprünglich war, nämlich ein „Passeio Público“ (dt.: „Bürgersteig für das Volk“).
Und alleine das, war die ganze Veranstaltung wert!