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Sonntag, 26. August 2012

Die 13. Internationale Architektur-Biennale von Venedig



Am kommenden 29. August 2012 wird in der italienischen Lagunenstadt Venedig die 13. Internationale Architektur-Biennale (port.: 13ª Mostra Internacional de Arquitectura da Bienal de Veneza) eröffnet.
Die Architektur-Biennale, die zu den größten architektonischen Kunstveranstaltungen der Welt gehört, findet alle zwei Jahre im Rahmen der Biennale von Venedig (port.: Bienal de Veneza / ital.: Biennale di Venezia) statt, die vor allem wegen ihres berühmten Filmfestival bekannt ist, aber auch wegen ihrer bedeutenden Kunstausstellungen, Musik-, Tanz- und Theaterfestivals.

Mehr als 100 renommierte Architekten, Fotografen, Künstler und Wissenschaftler aus 55 Ländern der Welt werden an diesem architektonischen Event teilnehmen, dass unter der Leitung des britischen Architekten Sir David Chipperfield steht.

Portugal wird sich in Venedig mit einer Ausstellung, die den Namen „Lisbon Ground“ trägt, im Stadtpalast Fondaco Marcello am Canal Grande präsentieren.
Diese Ausstellung, die von Inês Lobo koordiniert wird, wird u. a. Werke der Architekten Álvaro Siza Vieira, Eduardo Souto de Moura, Gonçalo Byrne, João Luis Carrilho da Graça und der Gebrüder Manuel und Francisco Aires Mateus zeigen.

Unter den großen Namen der in Venedig vertretenen internationalen Architekten-Elite befinden sich der schon erwähnte portugiesische Architekt Álvaro Siza Vieira, der Brite Sir Norman Foster, die aus dem Irak stammende Zaha Hadid, der Deutsche Muck Petzet und die Schweizer Jacques Herzog und Pierre de Meuron.

Vom künstlerischen Direktor der diesjährigen Biennale, Sir David Chipperfield, wird Álvaro Siza Vieira am 29. August, dem Eröffnungstag, den diesjährigen Goldenen Löwen (port.: Leão de Ouro / ital.: Leone d’Oro) von Venedig verliehen bekommen.
Der portugiesische Stararchitekt, der heute wohl Portugals bekanntester Baukünstler ist und zweifelsohne zu den bedeutendsten zeitgenössischen Vertretern der Architektur der Moderne weltweit gehört, erhält diese besondere Auszeichnung für sein ausgesprochen reiches und kreatives Lebenswerk.
Allerdings wird er den Goldenen Löwen wohl nicht persönlich entgegennehmen können, da er wegen eines im Juni erlittenen schweren Treppensturzes, sicherlich nicht in Venedig sein kann.

Ein Satz des portugiesischen Poeten Fernando Pessoa, aus dessen „Buch der Unruhe“ (port.: „O Livro do Desassossego“), begleitet und fasst die Begründung der Auszeichnung an Siza Vieira durch den Verwaltungsrat der Biennale von Venedig zusammen.
Er lautet:

„Ich habe die Maße dessen, was ich sehe und nicht das Maß meiner Größe vor Augen.“
(Fernando Pessoa)

(port.: „Porque eu sou o tamanho do que vejo e não do tamanho da minha altura.“)
(Fernando Pessoa)

Donnerstag, 5. Juli 2012

Die Portugiesischen Gitarren von Malabar Emotional Design









Die Portugiesische Gitarre (port.: guitarra portuguesa) ist zweifelsohne das typischste portugiesische Musikinstrument und untrennbar mit dem Fado verbunden.
Sie ist birnenförmig, etwas kleiner als eine normale klassische Gitarre und im Gegensatz zu dieser hat sie nicht acht sondern zwölf Saiten auf denen gespielt wird.
Eine Portugiesische Gitarre besteht zumeist aus Fichten- oder Lindenholz, manchmal auch aus Zedernholz, und sie ist, entsprechend der Farbennuancen dieser Hölzer, immer holzfarben.

Man muss sagen:
sie ist für gewöhnlich holzfarben!

Denn jetzt hat die aus Porto stammende Designerfirma „Malabar Emotional Design“ eine Kollektion von Portugiesischen Gitarren hervorgebracht, die ihresgleichen suchen.
Unter dem Namen „Tudo isto é Fado…“ (dt.: „All dies ist Fado…“ stellte „Malabar Emotional Design“ in ihrer Pop Up Galerie ASA, die sich in der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt Guimarães befindet, ihre neusten Gitarrenkreationen vor.

21 verschiedene Künstler, unter ihnen der renommierte Architekt Álvaro Siza Vieira, der Modedesigner Miguel Vieira und die bildende Künstlerin Joana Vasconcelos, haben verschiedene originelle und bis dato einzigartige Portugiesische Gitarren entworfen und diese nun einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Diese einzigartigen Gitarren von Malabar, so meinen viele junge Komponisten und Virtuosen der Portugiesischen Gitarre, sind qualitativ sehr hochwertig und ästhetisch wertvoll.
Meiner Meinung nach sind sie zudem vor allem ein Beweis dafür, wie kreativ portugiesische Künstler und portugiesische Kunst in unserer heutigen schwierigen Zeit sein können.

Bravo!

Dienstag, 20. Oktober 2009

Pavillon Centro de Portugal



In der Mittelportugiesischen Stadt Coimbra beginnen diese Woche die dritten Internationalen Treffen der Portugiesischen Gitarre (port.: 3ºs Encontros Internacionais de Guitarra Portuguesa).
Für Liebhaber guter Gitarrenmusik, ein Muss!

Dieses internationale Treffen findet unter der Mitwirkung des Kammerorchesters von Coimbra (port.: Orquestra Clássica do Centro - OCC) in dem Pavillon Centro de Portugal (port.: „Pavilhão Centro de Portugal“), statt.

Dieser Pavillon, welcher sich in dem Park „Parque Verde do Mondego“, am Ufer des Flusses Mondego, befindet, ist seit nunmehr gut einem Jahr das Stammhaus des Orchesters.

Der größtenteils aus Kork und Naturstein bestehende Pavillon, wurde im Jahre 2000 für die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover, von den Architekten Álvaro Siza Vieira und Eduardo Souto de Moura, gebaut.
Nach der EXPO in Hannover, wurde der Pavillon wieder abgebaut, nach Portugal verschifft und hier, wie schon erwähnt, in der Stadt Coimbra aufgebaut.

Der 1375 m² große Pavillon ist L-Förmig und hat eine durchsichtige, gewellte Dachkonstruktion aus Plexiglas, die natürliches Licht in die Räume hineinlässt.
Da der Pavillon mit Kork verkleidet ist, lässt er eine hervorragende Akustik zu und ist gegen Kälte und Lärm von draußen bestens isoliert.
Bunte Azeleijos (Kacheln) zieren die Wände, und machen diesen zweistöckigen Pavillon zu einem echten „Produkt“ portugiesischer Architekturkunst.