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Dienstag, 20. Oktober 2009

Pavillon Centro de Portugal



In der Mittelportugiesischen Stadt Coimbra beginnen diese Woche die dritten Internationalen Treffen der Portugiesischen Gitarre (port.: 3ºs Encontros Internacionais de Guitarra Portuguesa).
Für Liebhaber guter Gitarrenmusik, ein Muss!

Dieses internationale Treffen findet unter der Mitwirkung des Kammerorchesters von Coimbra (port.: Orquestra Clássica do Centro - OCC) in dem Pavillon Centro de Portugal (port.: „Pavilhão Centro de Portugal“), statt.

Dieser Pavillon, welcher sich in dem Park „Parque Verde do Mondego“, am Ufer des Flusses Mondego, befindet, ist seit nunmehr gut einem Jahr das Stammhaus des Orchesters.

Der größtenteils aus Kork und Naturstein bestehende Pavillon, wurde im Jahre 2000 für die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover, von den Architekten Álvaro Siza Vieira und Eduardo Souto de Moura, gebaut.
Nach der EXPO in Hannover, wurde der Pavillon wieder abgebaut, nach Portugal verschifft und hier, wie schon erwähnt, in der Stadt Coimbra aufgebaut.

Der 1375 m² große Pavillon ist L-Förmig und hat eine durchsichtige, gewellte Dachkonstruktion aus Plexiglas, die natürliches Licht in die Räume hineinlässt.
Da der Pavillon mit Kork verkleidet ist, lässt er eine hervorragende Akustik zu und ist gegen Kälte und Lärm von draußen bestens isoliert.
Bunte Azeleijos (Kacheln) zieren die Wände, und machen diesen zweistöckigen Pavillon zu einem echten „Produkt“ portugiesischer Architekturkunst.

Donnerstag, 24. September 2009

Das Haus der Geschichten von Paula Rego




Am letzten Freitag, dem 18. September 2009, wurde in Cascais, im Beisein von Staatspräsident Anibal Cavaco Silva und seiner Ehefrau, ein bemerkenswertes neues Museum eröffnet, das voll und ganz dem Werk der portugiesischen Malerin Paula Figueiroa Rego gewidmet ist.

Der in den Farben rotbraun gehaltene Neubau "Casa das Histórias Paula Rego" (dt.: Haus der Geschichten von Paula Rego) wurde von dem Architekten Eduardo Souto de Moura entworfen.
Mit zwei Türmen in Pyramidenform und ganz schlichten Mauern ist das Museum im Stil historischer Gebäude gebaut.

Im Inneren kann man die einzigartigen Bilder der seit Jahrzehnten in London lebenden und international anerkannten 73jährigen Künstlerin bewundern.
Paula Rego hat dem Museum mehr als 500 ihrer Werke überlassen. Hinzu kommen noch einige Bilder ihres verstorbenen englischen Ehemannes Victor Willing.

Das Museum heißt nicht umsonst „Haus der Geschichten von Paula Rego“.
Denn wer sich jemals die Bilder von Paula Rego angeschaut hat, weiß wie ausdrucksstark ihre Kunst ist.
Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte, mit seinen überwiegend grotesken, aggressiven, dominanten und geschundenen Figuren.

Ich war gestern in Cascais und habe mir das Museum und die Werke von Paula Rego angeschaut.
Abgesehen davon, das das Museum eines der wenigen, wenn nicht gar das einzige, in Cascais ist das keinen Eintritt verlangt, lohnt sich ein Besuch in der „Casa das Histórias Paula Rego“ alleine schon wegen der Einzigartigkeit der Bilder dieser renommierten Künstlerin.