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Dienstag, 27. Dezember 2011

Eselsohren: „A vida privada dos Bragança“


Im Verlag „A Esfera dos Livros“ ist in diesem November ein Buch erschienen, das viele kleine Geschichten aus dem Privatleben der Mitglieder der portugiesischen Königsfamilie Bragança erzählt.

Unter dem Titel „A vida privada dos Bragança“ (dt.: „Aus dem privaten Leben der Braganças“) erzählen die zwei Schriftstellerinnen Ana Cristina Pereira und Joana Troni viele persönliche Begebenheiten dieser Familie, die über 270 Jahre lang, von der Regierungszeit König João IV bis König Manuel II, die Geschichte Portugals geprägt haben.

In diesem wunderbar geschriebenen Buch von Pereira und Troni erfahren die Leser wie z.B. Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen und andere Feiern in dieser Familie vonstatten gingen.
Man kann hier nachlesen, wie sich Könige und Königinnen nach einem schweren Arbeitstag ausspannten, mit ihren Kindern spielten, wie und wo sie ihren Urlaub verbrachten und welchen Umgang sie zu ihrem Personal hatten.

Viele der Geschichten in diesem Buch zeigen einem wie „menschlich“ doch die gekrönten Häupter der Dynastie Bragança auf dem portugiesischen Thron gewesen sind.
Man muss nicht ein eingefleischter Monarchist sein, um Gefallen an dieser Lektüre zu finden.

Ich kann jedem das Buch „A vida privada dos Bragança“ nur empfehlen!

Dienstag, 27. Juli 2010

Eselsohren: „Dona Amélia“


Heute möchte ich Euch und Ihnen ein Buch ans Herz legen, welches mir eine Menge Spaß beim lesen gebracht hat.

Es handelt sich hierbei um die Romanbiografie der letzten portugiesischen Königin Amélia, die mit vollem Namen Maria Amélia Luísa Helena de Bourbon Orleães e Bragança hieß, und die 1865 im englischen Twickenham, als erste Tochter der Grafen von Paris (port.: Condes de Paris), geboren wurde.

„Eine Königin flüchtet nicht, und lässt ihr Land und ihr Volk im Stich“ – nach diesem Motto lebte Königin Amélia ein Leben lang.
Aber das Schicksal sollte sie eines anderen belehren.

Amélia war eine von der Tragödie gezeichnete Frau, als sie am 05. Oktober 1910, von Ericeira aus, nach Ausrufung der Republik in Portugal, ins englische Exil gehen musste.
Exil – dieses verfluchte Wort, hatte sie und ihre ganze Familie ein Leben lang verfolgt, und sollte sie nun weiter verfolgen, bis an ihr Lebensende.

Mit Jubel wurde sie als Prinzessin 1886, als Braut von Kronprinz Carlos, in Lissabon empfangen.
Und als Prinzessin war sie auch eine zeitlang glücklich.
Aber mit der Zeit wurde aus der glücklichen Prinzessin eine unglückliche Königin.
Ihr Mann, der König, betrog sie nach Strich und Faden mit anderen Frauen, die Politiker, egal welcher Partei, sahen in ihr nur die „Französin“ und der Hof intrigierte und konspirierte gegen sie, wo es nur konnte.

In dem Buch „D. Amélia – A rainha exilada que deixou o coração em Portugal“ (dt.: „Amélia – Die Königin im Exil, die ihr Herz in Portugal zurückließ“) erzählt die Bestsellerautorin Isabel Stilwell, in einem Roman, die Geschichte der letzten Königin Portugals, die 24 Jahre in einem Land lebte, das sie wie ihr eigenes liebte.
Obwohl dieses Land ihr alles nahm was sie liebte: ihren Erstgeborenen und ihren Ehemann, die beide bei einem Attentat am 01. Februar 1908, in Lissabon starben.

Isabel Stilwell hat wieder einmal ein wunderbares Buch geschrieben, das mich sehr gefesselt hat und das auch sie, sollten sie der portugiesischen Sprache mächtig sein, fesseln wird.

Erschienen ist das Buch im Verlag „A esfera dos livros“.