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Dienstag, 24. April 2012

Miss Sardinha 2012





Manjericos (dt.: Basilikum) in Blumentöpfen kündigen jedes Jahr im Juni die Zeit der drei „santos populares“ (dt.: Volksheiligen) Santo Antonio, São João und São Pedro an.
Den Anfang macht am 13. Juni Santo Antonio, der Lissabons Schutzpatron ist.
Am Vorabend des Festes wetteifern die einzelnen Stadtteile immer bei farbenprächtigen Umzügen (port.: marchas populares) miteinander.
Danach wird die Antoniusnacht traditionell mit gebratenen Sardinen und gutem Rotwein gefeiert.
Die Sardine ist in dieser Nacht, sprichwörtlich, in aller Munde.
Sardinen sind zweifelsohne so mit der Stadt Lissabon verbunden, das sie das offizielle Symbol der Stadtfeste geworden sind.

Wie in den letzten Jahren, so hat auch in diesem Jahr die Stadt Lissabon nun das Unternehmerbetrieb für kulturelle Ausstattungen und Animationen EGEAC (port.: Empresa de Gestão de Equipamentos e Animação Cultural) darum gebeten, in einem öffentlichen Wettbewerb, das „Maskottchen“ der diesjährigen Festlichkeiten zu ermitteln.

Jeder konnte an diesem Wettbewerb teilnehmen und seine Kreativität und Originalität unter Beweis stellen.
Die einzige Bedingung die die Stadt Lissabon und die EGEAC bei diesem Wettbewerb stellte war die, das die Silhouette einer Sardine auf jeden Fall immer zu erkennen sein musste.
Insgesamt wurden daraufhin 3526 Vorschläge, aus aller Welt, eingereicht. Sogar aus Italien, den USA, Brasilien und Mexiko kamen Vorschläge.

Von den 3526 kunstvollen Sardinen die eingereicht wurden, kamen dann schließlich 300 in die engere Wahl.
Eine Juri aus mehreren Designern Lissabons kürte nun diesen Monat die ersten drei Plätze.
Eine weitere Sardine wurde über facebook öffentlich aus den übrig gebliebenen 297 Sardinen ausgesucht und erhielt den vierten Platz.

Die „Siegersardinen“ des diesjährigen Wettbewerbes „Sardinha 2012“ sind

• auf dem 1. Platz die Sardine der drei jungen Kunstdesigner Micaela Vieira Neto, Patrick Ferreira dos Santos und Fernando Augusto, die den Künstlernamen „Matilha Cycle Crew“ angeben. Sie erhalten eine Siegerprämie von 2.500 Euro für ihr Kunstwerk, das bunte Häuser und einen Radfahrer darstellt

• auf dem 2. Platz und eine Prämie von 1.500 Euro erhielt die Sardine von Isabel Vaz und Nuno Dias, die eine rot-weiße Tischdecke als Motiv darstellt

• auf dem 3. Platz die Sardine von Ana Carvalho. Sie erhielt einen Preis von 1.000 Euro für eine schwarze Sardine, die einer schwarzen Schiefertafel nachempfunden ist, auf der „Prato do dia“ (dt.: „Tagesteller“) zu lesen ist

• auf den 4. Platz, und somit den Publikumspreis, erhielt die Sardine des jungen André Fernandes Trindade. Diese wurde mit einem Preisgeld von 500 Euro prämiert und stellt die Kombination zwischen zwei Raben, den Lissabonner Wappenvögeln, und einer Sardine dar. Das Werk von André Fernandes Trindade ist mein persönlicher Favorit gewesen

Diese ausgewählten „Maskottchen“ des diesjährigen Volksfestes werden in den nächsten Wochen und Monaten auf tausenden Plakaten überall in der Stadt zu sehen sein.

Aber damit nicht genug:
Auf einer Ausstellung, die ebenfalls im Monat Juni zu sehen sein wird, werden dann 150 der originellsten und beliebtesten Sardinen, die jetzt bei der Endausscheidung in die engere Wahl gekommen waren, in der Fundação Milenium (dt.: Mileniumstiftung) in der Baixa zu sehen sein.
Ich kann jedem jetzt schon einen Besuch dieser originellen und kreativen Ausstellung nur empfehlen!

Dienstag, 25. Oktober 2011

The Vincent Crow


Was zuerst nur eine Projektabschlußarbeit des jungen Graphikdesigners Nuno Dias im April 2011 sein sollte, ist mit der Zeit ein neues Modelabel worden, welches immer mehr Freunde findet.

Das Modelabel „The Vincent Crow“ kann man sich bis dato zwar nur über das Internet und in dem Modegeschäft „Loft Urbanwear“ in der nordportugiesischen Stadt Barcelos, besorgen, aber der junge Designer plant für die nahe Zukunft eine Geschäftsexpansion.

Bei „The Vincent Crow“ handelt es sich um einen jungen, peppigen und urbanen Modestil, dessen Markenzeichen ein Rabe ist.
Nuno Dias selbst bezeichnet sein Label als „Rockermode“.

Um sich von anderen Modelabels zu unterscheiden hat sich der Modedesigner etwas ganz besonderes einfallen lassen.
Er will jedes Jahr einen „Gastdesigner“ dazu einladen eine Special Edition des Modelabels zu kreieren.
Der erste, der eine Sonderedition von „The Vincent Crow“ herausbringen durfte, ist der bildende Künstler „Anoik“.
Er kreierte einen schwarz-grünen Raben auf einem weißen T-Shirt.

Ich selber habe mir ein solches T-Shirt von „The Vincent Crow“ zugelegt, nicht nur um den jungen Designer zu unterstützen, sondern vor allem weil es mir gefällt!
Die Verkaufszahlen zeigen, dass das Modelabel recht gut auf dem portugiesischen Markt ankommt.
Deshalb plant Nuno Dias bald auch in naher Zukunft in Spanien Kunden zu finden.

Wünschen wir ihm recht viel Erfolg dabei!