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Dienstag, 15. Dezember 2015

Spektakuläre Inszenierung aus Licht und Ton im vorweihnachtlichen Lissabon





Eine spektakuläre Inszenierung aus Licht und Ton an der Fassade des Triumphbogens (port.: Arco de Triunfo), welches die berühmte Rua Augusta mit dem zentralen Platz Terreiro do Paço in der Lissabonner Unterstadt Baixa verbindet, gehört dieses Jahr zum vielfältigen Angebot des Weihnachtsprogramms der portugiesischen Hauptstadt.

Bis zum 20. Dezember kann ein Jedermann kostenlos jeden Abend auf diesem wunderschönen Platz eine faszinierende Videomapping-Show, voller ineinander verflochtener Bilder, Geräuschen, Musik und Lichtspielen bewundern.
Für etwas mehr als eine viertel Stunde können hier alle bei dieser projektierten Aufführung innehalten und wirklich alles um sich herum vergessen.
Jeden Abend gibt es drei Videomapping-Shows, und zwar immer um 19 Uhr, um 20 Uhr und dann noch einmal um 21 Uhr.

Ein besinnlicher und vorweihnachtlicher Genuss für Jung und Alt, der unzählige Menschen auf diesen wunderschönen Platz im Herzen Lissabons anlockt!
Ich kann wirklich nur jedem empfehlen hinzugehen, hinzuschauen, hinzuhören und einfach nur zu genießen.

Freitag, 14. August 2015

Internationales Festival für Sandskulpturen FIESA an der Algarve






Seit einiger Zeit findet in der kleinen Ortschaft Pêra, an der südportugiesischen Provinz Algarve gelegen, das weltweit größte Internationale Festival für Sandskulpturen FIESA (port.: Festival Internacional de Escultura em Areia) statt.

Realisiert wird dieses seit 2003 alljährlich in Südportugal stattfindende Festival von zahlreichen nationalen und internationalen Künstlern, u. a. aus Norwegen, der Tschechischen Republik oder Deutschland, die alle aus etwa 40 t reinem Sand die kreativsten und originellsten Skulpturen herstellen.

Das diesjährige Festival steht unter dem Motto „Musik“.
Auf einem Areal von über 15.000 m² werden dieses Jahr mehr als Hundert kunstvoll modellierte Sandskulpturen, die berühmte Musiker, Komponisten und Musikinstrumente darstellen, zu bestaunen sein.

Wem die Sandbauten nicht nur gefallen, sondern auch gerne wissen will wie sie entstanden sind, bzw. wie sie gebaut wurden, der kann auf dem Ausstellungsareal bei verschiedenen Aktivitäten und Workshops von den Carver – so werden die Sandskulpteure genannt – selbst den einen oder andere Tipp erhalten und von diesen einige Techniken erlernen.

Das Internationale Festival für Sandskulpturen FIESA in Pêra, bei Silves an der Algarve, kann bis zum 20. Oktober 2015 besucht werden.
Kinder bis 12 Jahre bezahlen 4,50 Euro und Erwachsene 9,- Euro Eintritt für den Besuch des Sandskulpturenparks.

Wer sich also bis in den Herbst hinein an der Algarve aufhält, der sollte sich dieses imposante Sandspektakel nicht entgehen lassen.

Dienstag, 17. Mai 2011

Das Jubiläumslied


Wie schon in meinem vorherigen Blogtext „Festgottesdienst zum 250. Geburtstag der DEKL“ erwähnt, wurde die Kirchengemeinde zu Lissabon mit einem frischen Liedertext, welches zu den Klängen einer neuen, angenehmen Musik, die sich sofort als Ohrwurm entpuppte, von Pfarrer Stefan Stalling am vergangenen Sonntag Jubilate, dem 15. Mai 2011, überrascht.

Er komponierte und textete, anlässlich des 250jährigen Bestehens der Evangelischen Kirchengemeinde zu Lissabon, das sechsstrophige Lied mit dem Titel „ Lasst uns beten! Lasst uns singen!“, welches die Gemeinde und die Festgesellschaft an diesem Tag, in einer „Weltpremiere“, sang.

Der Text zu dem heiteren Lied „Lasst uns beten! Lasst uns singen!“ lautet:


1.
1755 bebt die Erde in Lissabon.
Alles lag in Schutt und Asche. Kaum meiner kam heil davon.
Menschen in Gebet und Trauer, auch die Kirchen stürzten ein.
Und bald stellte man die Frage: Das soll Gottes Liebe sein?


2.
1761 war die Stadt noch ganz kaputt.
Herzen wollten schwer verheilen inmitten von Angst und Schutt.
Doch eine Handvoll Hanseaten, Kaufleute aus deutschem Land,
waren stolze Protestanten – nahmen nun das Kreuz zur Hand:
Lasst uns beten! Lasst uns singen!
Lasst uns endlich wieder eine gute Predigt anhören!
Lasst uns beten! Lasst uns singen!
Lasst uns in einer Gemeinde fest zusammengehören!


3.
In 250 Jahren gute Zeiten, große Not.
Doch mit Gottes gutem Segen hielt sich das Gemeindeboot.
Mal im Sturm, mal ruhige See, mal kein Pastor, oft kein Geld
hielt der Geist sie doch zusammen, ließ sie spüren, was wirklich zählt:
Lasst uns beten! Lasst uns singen!
Lasst uns endlich wieder eine gute Predigt anhören!
Lasst uns beten! Lasst uns singen!
Lasst uns in einer Gemeinde fest zusammengehören!


4.
1914 – 18 flohen sie bis nach Madrid.
Doch auch dort hielt man zusammen, Hoffnung führte sie zurück
1934 weihten sie ihr Gotteshaus.
Dankbarkeit in allen Herzen – und ihr Pfarrer sprach es aus:
Lasst uns beten! Lasst uns singen!
Lasst uns endlich wieder eine gute Predigt anhören!
Lasst uns beten! Lasst uns singen!
Lasst uns in einer Gemeinde fest zusammengehören!


5.
1945 ging durch sie ein tiefer Riss,
weil sich manche sehr verirrten und man falsche Götter pries
Kirch und Hof waren am Boden. Konnte es noch weitergehen?
„Was ist, Leute, uns geblieben? Wo wollen wir in Zukunft stehen?“
Lasst uns beten! Lasst uns singen!
Lasst uns endlich wieder eine gute Predigt anhören!
Lasst uns beten! Lasst uns singen!
Lasst uns in einer Gemeinde fest zusammengehören!


6.
Wir schreiben 2011 und wir sind noch immer hier.
Kirch und Haus stehen prächtig da. Im Kühlschrank wartet kühles Bier.
Das ist köstlich, doch wir wissen: Es ist letztlich fader Schein.
Denn was unsere Seelen erdet: Das ist ER in Brot und Wein.
Lasst uns beten! Lasst uns singen!
Lasst uns endlich wieder eine gute Predigt anhören!
Lasst uns beten! Lasst uns singen!
Lasst uns in einer Gemeinde fest zusammengehören!


(Text und Musik von Pfarrer Stefan Stalling, 2011)

Dienstag, 6. Oktober 2009

Portugal. The Man


Heute habe ich zufällig von einer Rock-Band Namens „Portugal. The Man“ gehört.

Ich muss ehrlich gestehen dass ich bis dato weder von der Existenz dieser Gruppe wusste, noch konnte ich mir je vorstellen, das es eine Band mit so einem sonderbaren Namen geben könne.

„Portugal. The Man“ ist, so habe ich heute auf MTV vernehmen können, eine im Jahre 2004 gegründete amerikanische Band, dessen Mitglieder ursprünglich aus Alaska kommen.
Wahrscheinlich kommt man auch nur im entlegenen Alaska auf die glorreiche Idee, eine Rock-Band „Portugal. The Man“ zu titulieren.

Die Gruppe kam, so sagten die Bandmitglieder in dem MTV-Interview, zu dem originellen Bandnamen, weil sie einen „persönlichen“ Namen für ihre Gruppe suchten.
Und da ihrer Meinung nach ein Name immer für eine Einzelperson, eine Gruppe oder ein Land steht, entschieden sich die Jungs für „Portugal“, weil dieser Name für ihre amerikanischen Ohren einfach gut klang.
„The Man“ fügten sie dann zu „Portugal“ hinzu, um klar zu machen das es sich bei der Band um „Individuen“ handelte, und nicht um das Land.

Die Bandmitglieder versicherten aber auf MTV, das sie vorher, typisch amerikanisch, noch nie etwas über Portugal gehört hätten, dementsprechend auch nicht wussten wo dieses „komische Land“ (der Bandleader sagte wirklich „komisches Land“!!!) überhaupt lag, und das somit auch keiner von ihnen jemals in Portugal war, geschweige denn, das sie ihre CD´s hier an den Mann bringen würden, denn hier würden diese ja noch nicht einmal zum Verkauf stehen.

Die Band besteht aus dem Gitarristen und Sänger John Gourley, dem Bassisten Zacharias Carothers, dem Schlagzeuger Jason Sechrist und dem Keyboarder Ryan Neighbors.

Laut Wikipedia, hat diese Rock-Band, die dazu verdammt ist, einmal weltberühmt zu werden (schließlich kann ja bei dem Namen nun wirklich nichts schief gehen), bisher fünf Alben herausgebracht.

Diese sind:

- Waiter: „You Vultures!“ (2006, Fearless Records)
- Church Mouth (2007, Fearless Records)
- Censored Colors (2008, Equal Vision Records)
- The Satanic Satanist (2009, Equal Vision Records)
- The Majestic Majesty (2009, Equal Vision Records)

Ich habe mir fest vorgenommen, in den nächsten Tagen auf You-Tube einmal anzuhören wie „Portugal. The Man“ so drauf sind.
Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass wir den gleichen Musikgeschmack haben, aber meine Devise lautet ja sowieso seit jeher:

„Ich kann nur angenehm überrascht werden“.