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Dienstag, 15. Dezember 2015

Spektakuläre Inszenierung aus Licht und Ton im vorweihnachtlichen Lissabon





Eine spektakuläre Inszenierung aus Licht und Ton an der Fassade des Triumphbogens (port.: Arco de Triunfo), welches die berühmte Rua Augusta mit dem zentralen Platz Terreiro do Paço in der Lissabonner Unterstadt Baixa verbindet, gehört dieses Jahr zum vielfältigen Angebot des Weihnachtsprogramms der portugiesischen Hauptstadt.

Bis zum 20. Dezember kann ein Jedermann kostenlos jeden Abend auf diesem wunderschönen Platz eine faszinierende Videomapping-Show, voller ineinander verflochtener Bilder, Geräuschen, Musik und Lichtspielen bewundern.
Für etwas mehr als eine viertel Stunde können hier alle bei dieser projektierten Aufführung innehalten und wirklich alles um sich herum vergessen.
Jeden Abend gibt es drei Videomapping-Shows, und zwar immer um 19 Uhr, um 20 Uhr und dann noch einmal um 21 Uhr.

Ein besinnlicher und vorweihnachtlicher Genuss für Jung und Alt, der unzählige Menschen auf diesen wunderschönen Platz im Herzen Lissabons anlockt!
Ich kann wirklich nur jedem empfehlen hinzugehen, hinzuschauen, hinzuhören und einfach nur zu genießen.

Samstag, 18. Dezember 2010

Weihnachtsbeleuchtung II






Noch nie habe ich die Rua Augusta, die Prachtstraße der Baixa, oder ihre Parallelstraßen, die Rua da Prata und die Rua do Ouro zur Weihnachtszeit so armselig beleuchtet gesehen, wie in diesem Jahr.

Auch die Querstraßen, wie die Rua da Encarnação oder die Rua de São Nicolau, sind eher dunkel als hell erleuchtet.

Nur im Stadtteil Chiado ist die Beleuchtung etwas bunter gehalten. In einem zarten Pink ist dieses Jahr dort die Rua Garrett mit einer Straßenbeleuchtung dekoriert.

Aber wer die Rua Garrett in früheren Jahren bestaunen konnte, wird den Unterschied zu diesem Jahr sehr wohl merken.

Dienstag, 5. Januar 2010

In Portugal ticken die Uhren meistens anders


Hier in Portugal ticken die Uhren für gewöhnlich anders, als im restlichen Europa.
Das liegt zum einen daran, das wir hier am Rande Europas nicht, wie Deutschland, die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) haben, sondern die Greenwich Zeit (engl.: Greenwich Time).
Und zum anderen gehen bei uns die Uhren grundsätzlich nach.
So „hinken“ wir hier in Portugal dem restlichen Europa immer zeitlich etwas hinterher…

Die Menschen haben sich hier an die nicht ganz zuverlässige Zeitangabe der Uhren gewöhnt.
Einer dieser Uhren, die mal langsamer ging, mal ganz stehen blieb, ist die große Uhr am Triumphbogen der Rua Augusta, in der Lissabonner Baixa.

Der Triumphbogen der Rua Augusta (port.: Arco da Rua Augusta) gehört zu den wohl am meisten fotografierten Sehenswürdigkeiten Lissabons.
Dieser formenreich geschmückte Torbogen am Ende der Rua Augusta bildet das Eintrittsportal zur majestätischen Praça do Comerçio zum Tejoufer hin.
1941 wurde der fast siebzig Jahre früher errichtete Triumphbogen zur Stadtseite hin um ein weiteres Merkmal ergänzt: Eine weithin sichtbare Uhr, ausgestattet mit einem Glockenwerk zur Angabe der Stunde.
Trotz der erstklassigen Handwerkerarbeit an der Uhr machte sie schon kurze Zeit nach ihrer Errichtung Probleme.
Das feuchte Atlantik-Klima das in Lissabon herrscht, aber auch die unzureichenden Wartungen und die fehlenden Reparaturen, sorgten dafür, dass die Uhr am Triumphbogen der Rua Augusta immer öfter zur „unzuverlässigen Größe“ wurde.
Und das ausgerechnet in der Baixa, die noch immer Portugals
Banken- und Handelszentrum Nummer Eins ist.
„Zeit ist Geld“ - niemand weiß das besser als Geschäfts- und Kaufleute, auch die der Lissabonner Unterstadt.

Einer dieser Geschäftsleute, der in der Baixa seit mehreren Generationen ansässige Uhrmacher Pedro Torres, der gleichzeitig auch einer der erfolgreichsten Uhrmacher des Landes ist, hat sich dieser Uhr angenommen und erfolgreich Geld für ihre Renovierung aufgetrieben.
Trotz des schlechten Zustandes in dem sich das Uhrwerk befand, konnte die Uhr vor Monaten repariert werden.

So kann man nun in der Baixa, seit einigen Monaten, wieder das gewohnte Zeitsignal dieser schönen Uhr hören, so genau und zuverlässig wie bei ihrer Einweihung im Jahre 1941.
Ich selber habe mich, immer wenn ich in der Baixa war, nie auf den Stundenschlag dieser Uhr verlassen.
Aber vielleicht gewöhne ich es mir ja jetzt an, jetzt wo sie ja angeblich richtig laufen soll.

Mittwoch, 19. August 2009

Straßenplanetarium




Die Rua Aurea, oder Rua do Ouro (Goldstraße) wie sie heute für gewöhnlich genannt wird, ist eine der beliebtesten Flaniermeilen der portugiesischen Hauptstadt.
Diese Arterie der Lissabonner Unterstadt (Baixa Pombalina), ist zusammen mit der Rua da Prata (Silberstraße) und der Rua Augusta eine von acht Parallelstraßen die die Baixa von Süden nach Norden durchziehen.

Die Rua Aurea (lat.: aurea, port.: ouro, deutsch: Gold) erhielt ihren Namen, weil sich ursprünglich, nach dem großen Erdbeben von 1755, auf ihr die Goldschmiede (ourives) ansiedelten.
Heute befinden sich auf ihr nur noch drei Goldgeschäfte (ourivesarias), die die Goldschmiedekunst beherrschen. Die Goldschmiede haben mit der Zeit den Boutiquen, Schuhgeschäften, Buchhandlungen und Banken platz gemacht.

Obwohl die Rua Aurea mit den Jahren sehr viel von ihrem alten Charme verloren hat, tummeln sich auf ihr heute immer noch viele Fußgänger und Touristen.
Wahrscheinlich auch deshalb, weil sich in der Rua Aurea / Ecke Rua de Santa Justa, wohl das kurioseste Bauwerk der Stadt befindet, der Elevador do Carmo (Carmo-Aufzug) oder Elevador de Santa Justa wie er auch genannt wird.
Wie ein filigranes Kunstwerk aus Eisen steht hier plötzlich ein Aufzug im Freien. Eine Attraktion, die jeden Tag tausende von Touristen in diese Straße lockt.

Aber die Rua Aurea hat diesen Monat noch eine weitere Sehenswürdigkeit bekommen.
Wer jetzt, vor allem abends, durch diese Straße läuft und gen Himmel schaut, dem werden die vielen tausend Lichter auffallen, die strahlend und blinkend die Straße erhellen.
Man könnte glauben es handelt sich hierbei um eine vorzeitige Weihnachtsbeleuchtung; aber weit gefehlt.

Bei diesem Lichterschauspiel, der einem mitten auf der Straße geboten wird, handelt es sich um das „Straßenplanetarium“ des italienischen Künstlers Carmello Giammello, der anlässlich des Internationalen Jahres der Astronomie und in Zusammenarbeit mit der Stadt Turin in Italien, den Bürgern von Lissabon sein leuchtendes Kunstwerk zeigt, das aus 11.500 kleinen und großen Lampen besteht und die verschiedenen Sternbilder darstellen soll.

Ich selber war schon mit meiner Familie dort und konnte mich von der Originalität dieser Lichterketten überzeugen.