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Dienstag, 4. Juni 2013
Steuerzahlergedenktag
Die europaskeptische Politikstiftung New Direction Foundation, die im belgischen Brüssel ihren Sitz hat, hat ausgerechnet, das erst mit dem heutigen 04. Juni 2013, der Durchschnittsverdiener hier in Portugal, rein rechnerisch, aufhört Steuern und Sozialabgaben für die Staatskasse zu leisten.
Erst ab dem heutigen Tag, den man hier in Portugal den „Dia da Libertação de Impostos“ (dt.: „Steuerzahlergedenktag“ / engl.: „Tax Freedom Day“) nennt, fängt der durchschnittliche portugiesische Arbeitnehmer für die eigene Geldbörse zu arbeiten.
Errechnet wird dieser Tag von der New Direction Foundation für die 27 jeweiligen Mitgliedsstaaten der EU.
Diese Berechnung geht folgendermaßen:
Die gesamten jährlichen Steuereinnahmen eines jeweiligen Landes, in diesem Fall Portugal, werden einfach durch das gesamte Einkommen der arbeitsfähigen Bevölkerung geteilt.
Als Ergebnis erhält man den prozentualen Anteil der Steuern die in der Bevölkerung erhoben wurden, und die nun die durchschnittliche Steuerbelastung der gesamten Volkswirtschaft darstellen.
Diese Summe wird dann, um sie dann besser veranschaulichen zu können, in Tage ab Neujahr umgerechnet, und so kommt dann die New Direction Foundation für das Jahr 2013, für Portugal, mit einem Wert von 42,20% Gesamtsteuerabzüge auf den heutigen 04. Juni!
Im Vorjahr erreichten die Portugiesen den Steuerzahlergedenktag schon einen Tag vorher, nämlich am 03. Juni 2012.
Und im Jahre 2011 wurde dieser Tag bereits am 29. Mai 2011 erreicht.
Im Vergleich werden deutsche Arbeitnehmer dieses Jahr durchschnittlich etwa sechs Wochen länger für den Staat arbeiten müssen.
In Deutschland ist der Steuerzahlergedenktag erst am 13. Juli 2013 erreicht, da die Gesamtsteuerabzüge der Durchschnittsverdiener hier 52,99% betragen werden.
Rein rechnerisch müssen die Arbeitnehmer auf Zypern die kürzeste Zeit für den Staat arbeiten. Sie haben bereits am 14. März mit 19,97% Gesamtsteuerabzügen den Stichtag gehabt.
Dagegen müssen Arbeitsnehmer aus Belgien noch bis zum 08. August 2013, mit einem Durchschnittswert von 60,25% an Steuern, für die Staatskasse arbeiten.
Freitag, 13. Mai 2011
Deutscher Bundestag stimmt über Milliardenhilfen für Portugal ab

Der Deutsche Bundestag hat gestern über die geplanten Milliardenhilfen für Portugal abgestimmt.
Die Abgeordneten der CDU/FDP-Regierungskoalition, der SPD und der Grünen sprachen sich für die geplanten EU-Hilfsgelder für Portugal in einer Höhe von 78 Mrd. Euro aus.
Als einzige Partei votierten die deutschen Linken gegen das geforderte Hilfspaket.
Diese Abstimmung im Deutschen Bundestag war gesetzlich nicht bindend!
Aber gerade weil nicht bindend, hat die positive deutsche Wahl für die Hilfe an Portugal, für die anderen EU-Mitgliedsstaaten, eine wegweisende Wirkung.
Wenn sich am kommenden Montag, dem 16. Mai 2011, die EU-Länder in Brüssel treffen, um das Hilfspaket für Portugal zu schnüren, werden alle Länder der EU, einschließlich der Finnen, die ja bis zuletzt gezaudert haben, sich für die finanzielle Hilfe an Portugal entscheiden.
Dies ist insofern wichtig, als das nur eine von allen Mitgliedsstaaten einstimmig erzielte Votierung, zählt!
Natürlich ist es für die Länder Europas nicht leicht mal so 78 Mrd. Euro locker zu machen.
Aber es ist auch nicht leicht um diese 78 Mrd. Euro zu betteln.
Es kommen harte und unsoziale Sparauflagen auf uns Portugiesen zu und im Verhältnis dazu, werden die Steuereinnahmen gering sein.
Aber es geht jetzt um die nachhaltige Sanierung und dauerhafte Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Portugals. Die portugiesische Regierung, egal welcher Partei sie zukünftig angehören wird, und die Mehrheit der Portugiesen, da bin ich mir absolut sicher, werden ihre „Hausaufgaben“ machen.
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