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Mittwoch, 20. Mai 2015

Degenfisch oder Schwertfisch? – Hauptsache Fisch!


Meine liebe Freundin Regina aus Schwäbisch-Hall verbringt derzeit ein paar erholsame Tage hier in Cascais.
Gestern hat sie mir von ihrem dortigen Besuch auf dem Fischmarkt (port.: mercado de peixe) erzählt und wie sehr ihr die immense Auswahl an frischem Fisch imponiert hat.

Von so vielem frischen Fisch inspiriert, wollte sie dann in einem Restaurant zum Mittagessen Fisch essen.
Auf der deutschsprachigen Menükarte, die ihr nach dem feststellen ihrer Nationalität gereicht wurde, entdeckte sie „Schwertfisch“ und wollte diesen dann auch gerne mal probieren.

Leider sind ja die meisten ins deutsche übersetzten portugiesischen Speise- oder Getränkekarten hierzulande einfach nur grottensschlechte grammatikale Peinlichkeiten, und diese, die man Regina in Cascais in die Hand drückte, scheint so ein mit wenig Sorgfalt übersetztes Exemplar gewesen zu sein, denn anstatt „Schwertfisch“ (port.: espadarte) setzte man ihr „Degenfisch“ (port.: peixe-espada) vor.
Zwischen einem Schwert und einem Degen mag es keinen allzu großen Unterschied geben, zwischen einem Schwertfisch und einem Degenfisch aber ist der Unterschied riesengroß – sowohl biologisch als auch geschmacklich!
Na ja, Hauptsache der Fisch war lecker und hat ihr geschmeckt.
Und leckeren Fisch bekommt man hier in Portugal Gott sei Dank mit Leichtigkeit!

Die Fischerei hat in Portugal traditionsgemäß große Bedeutung.
Aktuell werden, durch die von der EU auferlegten Fischfangquoten bedingt, jährlich nur gut 160.000 t Meeresfisch vor der portugiesischen Küste oder auf hoher See gefangen, obwohl sich das portugiesische Meereshoheitsgebiet über stolze 3.877.408 km² erstreckt und bei weitem das größte Europas ist.
Große Bedeutung kommt hierzulande der Sardinen-Fischerei zu, sowie dem Schellfischfang (port.: bacalhau) vor der nordamerikanischen Küste zwischen Grönland und Neufundland.

Die mittel- und nordportugiesischen Fischanlandungsgebiete, wie Sesimbra, Matosinhos, Peniche oder Figueira da Foz, sind die produktivsten.
Aber auch die Inselarchipel der Azoren und Madeira sind sehr fischreich.

Die zehn wichtigsten Fischanlandungshäfen Portugals sind:

- Sesimbra (Zentrum) mit 25.000 t
- Matosinhos (Norden) mit 21.450 t
- Peniche (Zentrum) mit 14.300 t
- Figueira da Foz (Zentrum) mit 11.800 t
- Olhão (Algarve) mit 11.700 t
- Aveiro (Zentrum) mit 11.000 t
- Sines (Alentejo) mit 8.800 t
- São Miguel (Azoren) mit 6.000 t
- Portimão (Algarve) mit 5.500 t
- Funchal (Madeira) mit 4.100 t

Andere wichtige portugiesische Fischereihäfen sind Nazaré, Setúbal, Póvoa de Varzim, Tavira und Cascais.

Statistisch gesehen essen wir Portugiesen ca. 57 kg Fisch im Jahr!
Damit ist Portugal absoluter Spitzenreiter in der EU.
Weltweit liegt Portugal auf den 3. Platz des Fischkonsums. Lediglich die Isländer und die Japaner vertilgen pro Kopf mehr Fisch als die Portugiesen.
Da Portugals Fischfangflotte lediglich aus 4.469 registrierten Fischerbooten besteht, können diese den nationalen Konsum an Fisch bei weitem nicht decken und so muss Portugal 2/3 seines Fischbedarfes in gesalzener, getrockneter, geräucherter oder tief gefrorener Form importieren.
Die in Portugal am meisten gefischten und zum Verkauf angebotenen Fischarten sind Sardinen (sardinha), Makrelen (port.: carapau), Dorsch (port.: pescada), Schellfisch (port.: bacalhau) und Degenfisch (port.: peixe-espada).
Eine Meerestierart die biologisch natürlich nicht zu den Fischen gehört, die hier in Portugal aber immer zu diesen gezählt wird und die man auf jedem Markt neben den einzelnen Fischsorten bewundern kann, sind Kopffüßler wie Tintenfische (port.: polvo), Sepia (port.: choco) und Kalmare (lula).

So wichtig die Hochsee- und Küstenfischerei für Portugal ernährungstechnisch und wirtschaftlich auch sein mag, die Fluss- bzw. die Süßwasserfischerei spielt in Portugal keine relevante Rolle.
Nur in einigen Gegenden Portugals, zumeist im Landesinneren, greift man auf Süßwasserfische wie Aal (port.: enguia), Barbe (port.: barbo), Forelle (port.: truta) oder Neunauge (port.: lampreia) zum Verzehr zurück.

Folgend nun einpaar portugiesische Fischnamen, die einem Deutschen hier auf einem Fischmarkt, in einem Supermarkt oder auf einer Speisekarte jederzeit begegnen können:

- atum (dt.: Thunfisch)
- bacalhau (dt.: Schellfisch)
- carapau / cavala (dt.: Makrele)
- cherne / garoupa (dt.: Zackenbarsch)
- choco (dt.: Sepia)
- dourada (dt.: Dorade)
- espadarte (dt.: Schwertfisch)
- faneca (dt.: Franzosendorsch)
- linguado (dt.: Seezunge)
- lula (dt.: Kalmare)
- goraz (dt.: Rote Fleckbrasse)
- peixe-espada(dt.: Degenfisch)
- pescada (dt.: Hechtdorsch)
- polvo (dt.: Tintenfisch)
- pregado (dt.: Steinbutt)
- raia (dt.: Rochen)
- robalo (dt.: Wolfsbarsch)
- safio (dt.: Meeraal)
- salmão (dt.: Lachs)
- almonete (dt.: Streifenbarbe)
- sardinha (dt.: Sardine)
- sargo (dt.: Geißbrasse)
- tamboril (dt.: Seeteufel)

Wer viele der hier oben genannten Meeresfische einmal nicht nur tot in einer Markthalle oder auf seinem Teller sehen will, sondern lebend und schwimmend im Wasser, dem empfehle ich einen Besuch im Lissabonner Ozeanarium (port.: Oceanário de Lisboa), Europas größtem Aquarium auf dem ehemaligen EXPO-Gelände (bitte lesen sie hierzu auch meinen Blogeintrag „Ozeanarium – Oceanário, vom 14. August 2009).

Sonntag, 6. Juli 2014

ZON Air Race Championship in Cascais


Eine spektakuläre Kunstflugshow sorgt dieses Wochenende am Himmel über den beliebten Seebadeort Cascais, 25 km von Lissabon, für Begeisterung.
Seit Freitag, und bis zum heutigen Sonntag, findet in der Bucht von Cascais das erste „NOS Air Race Championship“ teil, eine Kunstflugshow die mit dem weltberühmtem „International Red Bull Air Race“ oder dem „Reno Air Race“ verglichen werden kann.

18 Flugzeuge, darunter Militärmaschinen Jakowlews Jak-52, Kunstflugflugzeuge Extra 300L und Kunstflugeinsitzer CAP 230 nehmen an der Show teil.
16 portugiesische und internationale Piloten werden versuchen aus ihren Maschinen so viele Loopings und Schrauben „herauszukitzeln“, um die geschätzten 500.000 Besucher die bis heute Abend erwartet werden, ja nicht zu enttäuschen und eher zu begeistern.

Da das Wetter dieses Wochenende auch mitgespielt hat, und es am heutigen Sonntag wohl hoffentlich auch so schön bleiben wird, kann ich jedem einen Ausflug an die Costa do Sol nur empfehlen!

Montag, 27. Januar 2014

Lissabon ist so cool


Die bekannte und erfolgreiche amerikanische Reisejournalistin und Buchautorin Fiona Dunlop hat am gestrigen Sonntag auf der Internetseite des US-Fernsehsenders CNN einen Artikel über Lissabon geschrieben, den sie „7 reasons Lisbon could be Europe’s coolest city“ tituliert hat.
In diesem Artikel führt Fiona Dunlop ihre persönlichen sieben Argumente auf, warum sie meint, das Lissabon die coolste Stadt Europas sein könnte:

7 reasons Lisbon could be Europe’s coolest city:

1. Das Nachtleben
Fiona Dunlop lobt die vielen guten Szene-Locations der Hauptstadt, verweist auf die über 250 ausgefallenen Bars und verrückten Kneipen die zwischen dem Bairro Alto und dem Cais do Sodré liegen hin und empfiehlt außerdem sie die schicken Clubs der Stadt, wie z.B. das LUX, wo jeden Abend das Nachtleben pulsiert.

„If you think Madrid stays out late, try a night out in Lisbon”
(Fiona Dunlop)
„Wenn Sie denken Madrid bleibt lange auf, dann versuchen sie erst einmal eine Nacht in Lissabon“

2. Die experimentelle Küche
Mit experimenteller Küche meint die Autorin die perfekte Kombination zwischen der modernen, anspruchsvollen und dennoch erschwinglichen Küche die sich in den letzten Jahren neben der traditionellen portugiesischen Küche behauptet hat, und die man überall in der Hauptstadt genießen kann.

„No traveler to Lisbon should miss the famed egg tarts pasties de nata“
(Fiona Dunlop)
„Kein Besucher Lissabons sollte sich die berühmten Pasteis de Nata entgehen lassen“

3. Die Ironie
Fiona Dunlop führt als drittes Argument für die Coolness Lissabons Ironie an.
Nun, Tatsache ist, dass Ironie eines der Sachen ist, die uns Lissabonner überhaupt nur wenige zutrauen oder zugestehen wollen. Die meisten halten uns Portugiesen ja doch eher für übertrieben melancholisch und fatalistisch.
Aber wir Lissabonner sind von Natur aus wirklich humorvoll und neigen sogar zur Selbstironie, auch wenn das Leben hierzulande im Augenblick alles andere als spaßig ist.
Wie dem auch sei:
es scheint so, als ob unsere Ironie auch von unseren internationalen Gästen positiv aufgenommen wird.

4. Strände und Burgen
Die vielen schönen Strände und Burgen die sich im Großraum Lissabons befinden werden von der Autorin als hervorragende Ausflugsziele angegeben.
Sowohl Estoril mit seinem Casino und Badestränden, Cascais mit seiner Gastronomie und auch das romantisch-verträumte Sintra mit seinen einzigartigen Burgen, Schlössern und Herrenhäuser sind für sie erwähnungswert.

„Lisbon is a place to inhale salty Atlantic air, sunbathe and hit the waves“
(Fiona Dunlop)
„Lissabon ist ein Ort an dem man salzige Atlantikluft einatmet, sonnenbadet und die Wellen schlagen hört“

5. Das großartiges Design
Sei es die stilvolle und zugleich aufregende Mode, die ausgefallene Kunst in den Museen und Galerien oder die preisgekrönte Architektur – Lissabon strotzt nur so vor Moderne, Lifestyle und Design.
Lissabon ist fashion!
…und das nicht zur Fashionweek

„This is a city that loves to look good“
(Fiona Dunlop)
„Das ist eine Stadt, die es liebt gut auszusehen“

6. Die Kunst
Ob ein Ausflug in die private Gulbenkian-Stiftung an der Praça de Espanha, ein Besuch im modernen Museu Berardo in Belém, einpaar Stunden im bedeutenden Museum für Alte Kunst mit seiner wertvollen Kunstsammlung alter portugiesischer Künstler oder eine Visite im exklusiven Museu do Oriente mit all seinen wertvollen asiatischen Exponaten – Lissabons Museen, Stiftungen und Kunstgalerien sind immer einen Besuch wert, so die Autorin.

„Large European capitals such as London, Paris, Berlin and Madrid may have blockbuster art collections, but Lisbon’s half million inhabitants have access to their own rare panoply“
(Fiona Dunlop)
„Große europäische Hauptstädte wie London, Paris, Berlin oder Madrid mögen vielleicht bedeutende Kunstsammlungen haben, aber nur eine halbe Million Lissabonner haben Zugriff auf ihre eigene seltene Kunstpalette“

7. Die faszinierenden Straßen
Als siebten und letzten Grund für die Coolness der portugiesischen Hauptstadt gibt Fiona Dunlop die Straßen Lissabons an, mit all ihren farbigen Kacheln an den Wänden und den kunstvoll schwarz-weißen Pflastermustern unter den Füßen.


Fiona Dunlop hat hier einen, wie ich finde, sehr informativen, interessanten und humorvollen Artikel geschrieben, der aber eigentlich nur das bestätigt, was wir Lissabonner selber schon seit langem wissen:
Lissabon ist so cool!

Wer den Originalartikel von Fiona Dunlop bei CNN lesen will, der findet hier den link:


Freitag, 5. August 2011

America´s Cup World Series 2011


Vom 06. August bis zum 14. August 2011 findet in den Wassern des Badeortes Cascais die erste von acht Etappen der weltberühmten America´s Cup World Series statt.

Zum ersten Mal in seiner 160jährigen Geschichte findet der America´s Cup nicht auf hoher See statt, sondern in einer Meeresbucht vor Cascais.
Diese Tatsache wird es vielen Menschen ermöglichen, vom Ufer aus, an der weltgrößten Regatta teilzuhaben.

Insgesamt neun Mannschaften, zu je sechs Mann Besatzung, werden an der diesjährigen Regatta teilnehmen.

Diese Mannschaften sind:

• Aleph (Frankreich)
• Artemis Racing (Schweden)
• China Team (China)
• Emirates Team (Neuseeland)
• Energy Team (Frankreich)
• Green Comm Racing (Spanien)
• Team Korea (Südkorea)
• Oracle Racing 4 (USA)
• Oracle Racing 5 (USA)

Wie die Rennleitung verlautbaren ließ, werden an der Regatta zum ersten Mal auch AC45-Segler teilnehmen, die die unglaubliche Geschwindigkeit von 60 km/h erreichen können und für den Segelsport den gleichen Stellenwert haben, wie Formel 1-Wagen für den Autosport.
Nur vier Nationen, nämlich die USA, Neuseeland, Australien und die Schweiz haben bis heute den America´s Cup gewonnen.

Da die Regatta dieses Jahr auch zum ersten Mal via Internet live übertragen wird, rechnen die Veranstalter damit, dass weltweit bis zu 60 Millionen Menschen sich dieses aufregende Segelspektakel anschauen werden.
Sollte der America´s Cup, sowohl für die Segler als auch für die Stadt Cascais ein Erfolg werden, dann ist mit einer neuen Etappe im nächsten Jahr sehr wohl zu rechnen.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Meuterei auf der Bounty in Neuzeitversion


Eine Sondereinheit der Marinepolizei (port.: Grupo de Ações Táticas da Polícia Marítima) musste gestern, mitten in der Nacht, mit zehn Mann ausrücken um dem Kapitän des unter maltesischer Flagge fahrenden Öltankers "Al-Mahhoobah" zu Hilfe zu kommen.

Der Kapitän hatte nämlich um 00:30 Uhr ein Notruf ausgesendet, indem er behauptete, die Besatzung wolle ihn lynchen.
Da die Marinepolizei (port.: Polícia Marítima) solch ein Notruf nicht ignorieren kann, machten sich also zehn Mann der Sondereinheit auf den Weg um den 100 m langen und 40 m breiten Öltanker in ihre Gewalt zu nehmen.

Die 18 Mann Besatzung, alles philippinische Staatsbürger, wurden von der Polizei auf See, in etwa der Höhe von Cascais, vernommen und am Ende zwei von ihnen, anscheinend die Rädelsführer, festgenommen.

Wie die Polizei mitteilte, hatte es an Bord wegen dem Be- und Entladen des Tankers Unstimmigkeiten gegeben.
Laut dem Kapitän fingen die Streitigkeiten im Hafen von Leixões, unweit von Porto, an, und eskalierten dann kurz vor der Ankunft des Tankers im Lissabonner Hafen.

Der Tanker durfte dann in Porto Brandão, in der Nähe von Lissabon, vor Anker gehen, und dort verbleibt er, bis er von der Polizei freigegeben wird.

In letzter Zeit häufen sich die Fälle von Gewalt an Bord von ausländischen Schiffen und Tanker, die durch portugiesische Gewässer fahren.
Die Marinepolizei verzeichnete alleine in der ersten Hälfte dieses Jahres 83 angezeigte Fälle.
Aufgenommen werden diese Anzeigen von der Polizei, auch heute noch, mit dem Begriff "rebelião" oder "revolta".
Dies kommt, auch wenn man es kaum glauben mag, dem deutschen Begriff der "Meuterei" nahe.

Freitag, 22. Oktober 2010

Ich will einen König


Ich kann das Thema „100 Jahre Portugiesische Republik“ (port.: „100 anos da República Portuguêsa“) ehrlich gesagt nicht mehr hören.
Nichtsdestotrotz will ich mich heute, hier in diesem post, wieder mit diesem leidigen Thema beschäftigen.

Denn wir leben zwar im 21. Jahrhundert, und offiziell leben wir hier am Rande Europas auch in einer Demokratie, aber die Realität sieht meistens leider anders aus.
Der beste Beweis dafür ist der Fall der sich letzte Woche in einer Schule in Cascais ereignete, und jetzt per Zufall herauskam.

Sebastião Menezes, ein Abiturient der 12. Klasse, der „Escola Secundária de São João do Estoril“, wurde regelrecht vor seinen Klassenkammeraden vorgeführt und gedemütigt.
Und warum?
Nun, er weigerte sich während einer organisierten Schulaufführung anlässlich der 100-Jahr-Feiern, wie von der Klassenlehrerin gefordert, in einem roten oder einem grünen T-Shirt, den heutigen portugiesischen Nationalfarben, in der Schule zu erscheinen.
Stattdessen erschien er mit einem königsblauen T-Shirt, mit der Aufschrift „EU QUERO UM REI“ (dt.: „Ich will einen König“).

Die Lehrerin, die ihre Autorität untergraben sah, und die diese Tat ihres Schülers auch keinesfalls mit ihrem roten Parteibuch vereinbaren konnte, forderte den achtzehnjährigen auf, sein T-Shirt augenblicklich auszuziehen, oder sich eine Jacke überzuziehen.

Da der Schüler sich weigerte, wurde er in die hinterste Ecke der Aula verbannt und ihm wurde verboten an der Veranstaltung teilzunehmen. Außerdem wurden ihm schulische Konsequenzen angedroht

Ich bin leider mit dem heutigen Schulsystem nicht so vertraut, und ich weiß auch nicht was Lehrer heutzutage Schülern beibringen müssen oder sollen.
Aber Demokratie und freie Meinungsäußerung scheinen garantiert nicht auf den heutigen Lehrplänen zu stehen!

Ich will einen König, und Du?

Dienstag, 2. Februar 2010

Brian Adams


In einem zwanzigminütigen Interview, den der kanadische Sänger und Komponist Brian Adams dem Fernsehsender SIC dieses Wochenende gab, erzählt er über seine musikalischen Projekte, seine privaten Zukunftspläne und seinen bevorstehenden Aufenthalt in Portugal.

Dieses Interview mit Brian Adams fand auf Portugiesisch statt, sowohl von Seiten des Reporters als auch des Sängers.
Denn, was kaum einer außerhalb Portugals und Kanadas weiß, Brian Adams spricht ein sehr gutes portugiesisch.

Als Sohn britischer Eltern, wurde Brian am 05. November 1959 im kanadischen Kingston, in der Provinz Ontario geboren.
Sein Vater Conrad J. Adams, kanadischer Diplomat, war von 1967 bis 1971 Botschafter in Portugal, und so verbrachte Brian einen Teil seiner Kindheit in Portugal.
Seine Eltern und er lebten in Birre, bei Cascais.
Und es war auch in Cascais wo Brian die Internationale Schule besuchte, und wo er portugiesisch lernte.

1977, mit 18 Jahren und nachdem er die Schule hingeschmissen hatte, begann Brian Adams seine steile Musikkarriere.
Bis heute hat er Millionen von Menschen mit seiner Musik glücklich gemacht.
Ich jedenfalls, bin einer von denen, die bei seiner Musik so etwas wie Glück oder Zufriedenheit fühlen.
Brian Adams ist wohl einer der Musiker, den jeder gerne Mal hört.

Lieder wie „Somebody“, „Heaven“, „Please Forgive Me“, „Everything I Do I Do It for You“ und „Summer of 69“ haben ihn weltberühmt gemacht.
Ach ja, „Summer of 69“; wer weiß schon das Brian Adams in diesem Lied vom sonnigen Sommer in Portugal singt?!?

Brian Adams kommt oft privat nach Portugal, denn er hat in Cascais, unweit des Hauses wo er als Kind aufgewachsen ist, ein Anwesen.
Er wird demnächst wieder hier nach Portugal kommen, diesmal aber nicht um ein Konzert zu geben, sondern um hier Aufnahmen für sein neues Bildband, das er demnächst herausbringen wird, zu machen.
Denn, was auch kaum einer weiß, Brian Adams ist ein talentierter Fotograf und Herausgeber wunderschöner Bildbände.

Vielleicht „erbarmt“ sich aber Brian Adams noch, und gibt seinen portugiesischen Fans doch noch ein Konzert.
Sie würden es ihm danken!
Der bevorstehende Musikevent „Rock in Rio“ hier in Lissabon wäre eine wunderbare Gelegenheit hierzu.