Posts mit dem Label Sandra werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sandra werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 1. September 2013
Ein Wiedersehen
Es ist im Leben gar zu schön,
wenn sich alte Kollegen und Freunde wieder sehen.
Und schön ist es auch, wenn sie beisammen bleiben,
gemütlich sich die Zeit mit gutem Speis, Trank und Gespräch vertreiben.
Doch wenn sie schließlich wieder auseinander gehen,
dann ist das auch recht schön!
Ein Wiedersehen wird es sicherlich wieder geben,
man muss nur seine Kollegen und Freundschaften pflegen!
(Reim in Anlehnung an ein Gedicht von Wilhelm Busch)
Ângelo Paulo, Miguel, Conxi, Sandra, David, Nadja, Christina, Fitzer (und Malene, die später zu uns gestoßen ist) im Restaurant „Sabores do Tejo“, in Cacilhas.
Labels:
Ângelo Paulo,
Cacilhas,
Christina,
Conxi,
David,
Fitzer,
Malene,
Miguel,
Nadja,
Sabores do Tejo,
Sandra,
Wilhelm Busch
Mittwoch, 19. Juni 2013
Betriebsausflug mit dem Bus der Linie 728
In Lissabon gibt es zwei große Tourismusbusunternehmen, die Besuchern Lissabons praktische Rundreisen durch die Stadt anbieten. Es sind dies die gelben Doppeldeckerbusse von „Yellow Buses“ und die roten Doppeldecker von „City Sightseeing Portugal“.
Beide Busunternehmen durchfahren zwar die Hauptstadt von Nord nach Süd, und von Ost nach West, immer an den wichtigsten touristischen Punkten entlang, aber man muss den stolzen Preis von etwa 20 Euro berappen, will man solch eine Rundfahrt mitmachen.
Da Lissabon ein sehr gutes öffentliches Nahverkehrsnetz hat, ausgenommen natürlich an den in letzter Zeit immer häufiger stattfindenden Streiks, ist eigentlich jeder Punkt mit den normalen Bussen, Bahnen, der Metro und den Fähren leicht zu erreichen.
Da eine Fahrt mit den Öffentlichen im Durchschnitt 1,80 Euro kostet, schlage ich meinen Freunden und Bekannten aus Deutschland oftmals vor, wenn sie hier in Lissabon zu Besuch sind, die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmittel zu erkunden, schließlich ist dies um einiges billiger als mit den schon erwähnten Touri-Bussen und zweifelsohne genauso sehenswert.
Als nun diese Woche meine Arbeitskollegen Melanie aus Berlin hier in Lissabon zu Besuch war, habe ich sie, in Begleitung anderer Arbeitskollegen aus unserem Büro, auf so eine Reise mit einem Bus der Lissabonner Verkehrsbetriebe Carris, mitgenommen.
Wir sind mit dem Bus der Linie 728, der die Strecke Portela – Restelo bedient, vom Oceanario (dt.: Ozeanarium) bis nach Belém gefahren.
Für einen Lissabonner, der diese Strecke tagtäglich fahren muss, mag diese Busverbindung nichts weiter als eine alltägliche Fahrt zum Arbeitsplatz sein, aber ein Tourist oder ein Besucher der Stadt mag es kaum glauben, wie viele Sehenswürdigkeiten man alleine auf dieser Stecke zu sehen bekommt.
Hier ein kleiner Auszug von einigen Sehenswürdigkeiten, die man sich vom Bus der Linie 728 bequem während der Fahrt anschauen kann:
- Museu da Ciência e Tecnologia (dt.: Wissenschafts- und Technologiemuseum)
- Antiga Fábrica do Gás de Portugal (dt.: ehemalige Gasfabrik)
- Praça 25 de Abril (dt.: Platz des 25. April)
- Poço do Bispo (alter Stadtteil von Lissabon)
- Palácio da Mitra (dt.: Bischöfliches Palais)
- Convento de São Francisco de Xabregas (dt.: Kloster Sankt Franziskus im Stadtteil Xabregas)
- Manutenção Militar (dt.: Militärische Wartungshallen)
- Doca de Xabregas (dt.: Wasserdock von Xabregas)
- Convento da Madre de Deus (dt.: Kloster der Mutter Gottes – Kachelmuseum)
- Fábrica Nacional (dt.: große Nudel- und Teigwarenfabrik Nacional)
- Tipografia Antiga (dt.: Alte Druckerei)
- Estação de Santa Apolonia (dt.: Bahnhof von Santa Apolonia)
- Museu Militar (dt.: Militärmuseum)
- Bairro São Vicente de Fora (dt.: alter Stadtteil von Lissabon)
- Igreja de São Vicente de Fora (dt.: Sankt Vinzenzkirche)
- Panteão Nacional (dt.: Nationaler Pantheon)
- Casa do Conto (dt.: Münzhaus)
- Alfândega (dt.: Zollhaus)
- Alfama (dt.: alter Stadtteil von Lissabon)
- Sé Patriarcal (dt.: Kathedrale)
- Casa dos Bicos (dt.: Haus der Spitzen)
- Ministerio das Finanças (dt. Finanzministerium)
- Praça do Cemercio (dt.: Handelsplatz)
- Praça do Municipio (dt.: Rathausplatz)
- Arsenal da Marinha (dt.: Marinearsenal)
- Cais do Sodré (alter Stadtteil von Lissabon)
- Praça da Ribeira (dt.: die Markthalle von Ribeira)
- Santos (alter Stadtteil von Lissabon)
- Museu de Arte Antiga (dt.: Museum für alte Kunst)
- Alcântara ( alter Stadtteil von Lissabon)
- Hospital Égas Moniz (dt.: Krankenhaus Égas Moniz)
- Antiga Cordoaria Nacional (dt.: alte Nationale Seilfabrik)
- Museu dos Coches (dt.: Kutschenmuseum)
- Praça do Vice-Rei da India Afronso de Albuquerque (dt. Platz des Vizekönigs von Indien Afonso de Albuquerque)
- Palácio de Belém (dt.: Palast von Belém)
- Mosteiro dos Jerónimos (dt.: Hieronymuskloster)
- Praça do Império (dt.: Imperiumplatz)
- Monumento dos Descobrimentos (dt.: Denkmal der Entdeckungen)
In Belém angekommen, bin ich dann mit Melanie, Sandra, Ana Rita, Sabine, Tanja und Miguel in der alten Konditorei „Casa dos Pasteis de Belém“ eingekehrt, in dem die original Pasteis de Belém hergestellt werden.
Die Pasteis de Belém sind kleine Törtchen aus Blätterteig, die mit einer geheimen Creme aus Sahne (port.: natas), Eigelb und Zucker, hergestellt werden, und weit über die Grenzen Portugals hinaus wegen ihres deliziöesn Geschmacks berühmt sind.
Wir haben diesen gemeinsamen „Betriebsausflug“ sehr genossen und uns vorgenommen, bei Gelegenheit wieder solch eine „Rundreise“ zu unternehmen.
Dazu mehr demnächst hier in diesem Blog!
Labels:
728,
Ana Rita,
Belém,
City Sightseeing Portugal,
Melanie,
Miguel Lopes,
Pasteis de Belém,
Rundreise,
Sabine,
Sandra,
Tanja,
Yellow Bus
Donnerstag, 16. Februar 2012
Das Ende der Livraria Portugal
Gestern war ich mit meiner Arbeitskollegin Sandra nach Feierabend im Chiado.
Unser Ziel war die alte Buchhandlung „Livraria Portugal“, die Ende dieses Monats leider für immer schließen wird.
Als ich vor gut zwei Wochen hörte, dass die Livraria Portugal schließen muss, konnte ich es zuerst gar nicht glauben, denn das Ende dieser Buchhandlung ist zweifelsohne ein herber Verlust für das kulturelle Leben der portugiesischen Hauptstadt.
Aber die Nachricht ist leider wahr:
die Livraria Portugal schließt am 29. Februar 2012 für immer ihre Türen!
Bevor die Livraria Portugal also aus dem Chiado verschwindet, wollten Sandra und ich gestern noch einmal in diesem Bücherpalast stöbern.
Aber vom ehemaligen Bücherpalast war nichts mehr zu sehen.
Wo früher Romane, Fotobänder, Geschichtsbücher, Atlanten, Sach- und Fachbücher aller Art die Bücherregale füllten, war jetzt zum großen Teil nur gähnende Leere zu sehen.
Da in den letzten Tagen ihres Bestehens in der Livraria Portugal Ausverkauf herrscht, und alle Bücher von 20% bis zu 50% billiger angeboten werden, sah es dementsprechend in dem Laden aus.
Mir hat es fast das Herz zerrissen, dieses Haus voller Geschichte und Geschichten so „nackt“ zu sehen, so ganz ohne Seele und auf irgendeine Art und Weise auch ohne Würde.
Ich habe noch zu meiner Kollegin Sandra gesagt, dass ich es fast bereue gestern in dieser alten Buchhandlung vorbeigeschaut zu haben. Denn gerne hätte ich die Livraria Portugal so in Erinnerung behalten, wie ich sie einstmals kannte und wie sie war.
Gegründet wurde die Livraria Portugal am 05. Mai 1941 von den drei Buchhändlern und Freunden Pedro Andrade, Raul Dias und Henrique Pinto.
In der Rua do Carmo n° 70 gelegen, genau gegenüber des berühmten Stadtaufzuges Elevador de Santa Justa, war diese Buchhandlung über 70 Jahre lang, neben der Livraria Bertrand, das literarische Mekka des Chiado.
Unter dem Motto „Levar a toda a parte e a cada um o livro necessário“ (dt.: „An jedem Ort und für Jedermann das passende Buch besorgen“) brachten die drei Buchhändler mit ihren bis zu 50 Angestellten, heute sind es noch nicht einmal zehn, ihr Bücher unter das Volk.
Die Gründe der Schließung der Livraria Portugal sind die gleichen wie die der anderen Buchhandlungen die in den letzten Jahren im Chiado schließen mussten: rückgängige Umsatzzahlen, eine ins astronomische gestiegene Miete, fehlende Kundschaft, das Internet und eine zahlreiche Konkurrenz.
Es war zum Schluss hin nur noch eine Frage der Zeit bis die heutigen Besitzer sich zu einer Schließung genötigt sahen.
Ein Buch ist immer ein Buch!
Es ist traurig wenn ein Laden, welches auch immer, schließen muss. Aber ich finde es ist besonders traurig, wenn dieser Laden eine Buchhandlung ist, so wie die Livraria Portugal.
Selbst der kleinste Buchladen ist ein Hort des Wissens, Entdeckens und Erfahrungssammeln.
Und wenn solch ein Laden dann schließt, dann werden wir zwangsläufig arm an Wissen, arm an Entdeckungen und arm an sammeln von Erfahrungen.
Adeus Livraria Portugal.
Du wirst mir fehlen!
Abonnieren
Posts (Atom)




