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Dienstag, 2. März 2010

Lisbona Bar






Am letzten Freitag ging ich mit meinen Arbeitskollegen und Freunden Inês alias Agnes Luno, Marco alias Borga y Borga, Miguel alias Orlando, Lili alias Conchita, Yves alias El Ministro, David alias El Mensagero und ich alias Angel Pablo in den Bairro Alto, wo wir zu Abend aßen und die Nacht mit einer Ginjinha in der „Lisbona Bar“ beendeten.

Die „Lisbona Bar“, mitten im Bairro Alto gelegen, in der Rua da Atalaia, ist eine kleine Bar, die sich durch ihre originellen schwarz-weißen Wandkacheln auszeichnet.
Jede einzelne von ihnen ist ein Original, denn jede einzelne wurde von einem Gast, im nüchternen oder im betrunkenen Zustand, liebevoll bemalt oder beschrieben.

Auch wir wollten uns mit einer Kachel verewigen.
Aber da wir und der Besitzer der Kneipe, keinen Edding hatten, musste die Ausführung dieser Kunstfertigkeit ausbleiben.
Das holen wir aber bestimmt bei unserem nächsten Besuch in der „Lisbona Bar“ nach!

Wer sich in den Gassen des Bairro Alto nicht auskennt, hier die GPS-Daten der Bar: N 38° 42.852, W 9° 8.748

Faca e Garfo






Wer kennt das nicht?
Man will mit seinen Freunden essen gehen, und jeder hat eine andere Idee, wo man denn hingehen kann um zu Speisen.
Als ich am letzten Freitag mit ein paar Kollegen essen gegangen bin, hatten wir eben dieses Problem.
Wenn man hier überhaupt von einem Problem reden kann, denn verhungert wären wir an diesem Abend garantiert nicht.
Ich selbst wäre gerne traditionell „Pão com Chouriço und Caldo Verde“ essen gegangen, aber Lili, Inês, Marco, Miguel, Yves und David waren alles andere als begeistert von meiner Idee.

Also gingen wir, nach langem hin und her, in die Rua da Condessa, unweit des Carmoklosters (port.: Convento do Carmo), in ein kleines Restaurant das traditionelle portugiesische Küche anbietet, und das den Namen „Faca & Garfo“ (dt.: „Messer & Gabel“) trägt.
Es war Yves Freundin Helena, die uns auf dieses Restaurant brachte.

Wir können uns nur bei Helena bedanken, denn wir haben sehr gut gegessen und man kann nicht sagen es wäre sehr teuer gewesen. Im Gegenteil, das Preis-Leistungs-Verhältnis im „Faca & Garfo“ ist indiskutabel!
Auch getrunken haben wir sehr gut, wobei man die hausgemachte Sangria, sowohl die Rote als auch die Weiße, nur loben kann.
Allerdings muss man sagen dass der Rotwein „Pirquita“, Jahrgang 2006, nicht zu empfehlen ist.
Aber vielleicht waren unsere Geschmacksnerven nur durch das vorher getrunkene Bier in der Kneipe „O Estadio“, etwas irritiert.

Die Atmosphäre war klasse, das Personal sehr nett und der Abend durchweg gelungen.
Man kann das Restaurant „Faca & Garfo“ nur weiter empfehlen, obwohl ich felsenfest der Meinung bin, das wir bei „Pão com Chouriço und Caldo Verde“ auch nicht schlecht davon gekommen wären...

Eine Nacht im Bairro Alto






Am letzten Freitag, nach mehrmaligem Planen und Absagen, sind ein paar Kollegen und ich, nach der Arbeit, zum Essen ausgegangen.

Spontan planten Yves alias El Ministro, David alias El Mensagero, Inês alias Agnes Luno, Marco alias Borga y Borga, Miguel alias Orlando, Lili alias Conchita und ich alias Angel Pablo in den Bairro Alto zu gehen, wo wir als erstes in der Kneipe „O Estadio“ landeten, unweit der Kirche São Roque, um uns dort mit ein paar Bierchen und Musik aus der Juke-box den Appetit etwas anzuregen.
Ebenso im Bairro Alto, in der „Lisbona Bar“, beendeten wir dann, später in der Nacht, den Abend mit einer Ginjinha.

Zwischendurch gingen wir in die Rua da Condessa, unweit des Carmoklosters (port.: Convento do Carmo), um dort gemütlich im Restaurant „Faca & Garfo“ (dt.: Messer & Gabel), zu Abend zu essen.
Das Restaurant, das traditionelle portugiesische Küche (port.: cozinha tradicional portuguesa) anbietet, wurde uns von Yves Freundin, Helena, empfohlen, die leider an diesem Abend fehlte.

Wir haben den Abend sehr genossen, uns amüsiert, sehr gut gegessen, gut getrunken und wir haben viel gelacht.

Kurz gesagt: wir hatten eine Menge Spaß!
Und wir haben uns fest vorgenommen den Abend zu wiederholen.

Dienstag, 26. Januar 2010

Die Hemerothek von Lissabon






Wissen sie was eine „Hemerothek“ ist?
Also ich wusste es bis vor ein paar Tagen noch nicht!
Noch nicht einmal ansatzweise.

Aber seit dem letzten Freitag, als ich mit meinen Kollegen Yves und Miguel in Lissabon unterwegs war (bitte lesen sie hierzu auch den vorhergehenden post „Igreja de São Roque“), ist mein Wortschatz um ein Fremdwort reicher.

Eigentlich wollten Miguel, Yves und ich im Bairro Alto einen trinken gehen.
Aber als wir kurz vor der Kneipe, in der Rua São Pedro de Alcântara, an besagter „Hemerothek“ vorbeikamen, und mit dem Begriff, der an einem Schild an der Tür befestigt war, nichts anfangen konnten, trieb uns die Neugierde in das Gebäude rein.

Als wir durch die Eingangstür gingen, kamen wir in eine Empfangshalle an deren Ende ein großes Treppenhaus in die oberen Stockwerke führte.
Was mir auf den ersten Blick auffiel, war das Treppengeländer.
Ich glaube ich habe noch nie so ein ausgefallenes und künstlerisch wertvolles Treppengeländer gesehen, wie diesen in der „Hemerothek“.

Schließlich fragte ich die Dame am Empfang, was denn eine „Hemerothek“ sei, und wo wir uns denn eigentlich befinden würden.
Ohne zu zögern gab uns die junge Frau augenblicklich eine Lehrstunde in Griechisch.
Denn „Hemerothek“ (port.: „Hemeroteca“), so meinte sie, käme aus dem griechischen, und würde sich aus den zwei Wörtern „heméra“ (dt.: Tag oder täglich) und „théke“ (dt.: Depot oder Sammlung) zusammensetzen.

Eine Hemerothek ist also nichts weiter als eine Sammlung von Tageszeitungen oder Zeitschiften, im Gegensatz zu einer Bibliothek, in der wir doch eher eine Sammlung von Büchern vorfinden.

Ohne es zu wissen, befanden wir uns also im Archiv der Tageszeitungen und Zeitschriften der Stadt Lissabon (port.: Hemeroteca Municipal de Lisboa), in dem seit 1973 alle Tageszeitungen und Zeitschriften die in Portugal publiziert wurden, gesammelt und archiviert werden.

Obwohl erst in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gegründet, besitzt die Hemerothek Zeitungen und Zeitschriften die bis ins 18. Jahrhundert zurückgehen.
Insgesamt befinden sich im Archiv der Hemerothek über 500.000 verschiedene Publikationen, die meisten auf Mikrofilm festgehalten, da die Originale aus Sicherheitsgründen dem Publikum nicht mehr zugänglich sind.

Ich fand unseren kurzen Besuch in der Hemerothek sehr interessant.
Und ich habe mir fest vorgenommen demnächst wieder vorbeizuschauen, denn ich konnte, aus Zeitgründen, leider nicht so in den Publikationen rumstöbern wie ich es gerne getan hätte.
Schließlich hatten Miguel, Yves und ich noch ein paar Bierchen auf uns warten…

Igreja de São Roque






Am letzten Freitag ging ich mit meinen Arbeitskollegen Yves und Miguel im Bairro Alto einen trinken.
Auf dem Weg zur Kneipe, die in der Rua de São Pedro de Alcântara liegt, steht auch die Igreja de São Roque (dt.: Sankt Rochuskirche), eines der reich geschmücktesten Kirchen der Hauptstadt.
Spontan beschlossen wir die Kirche zu besuchen, denn im Gegensatz zu mir, hatten Yves und Miguel noch nie die Kirche von innen gesehen, obwohl sie, wie sie selber meinten, schon tausende Male an ihr vorbeigelaufen waren.

Wer so vor der nüchternen, und gradlinigen Fassade der Igreja de São Roque steht, kann sich kaum vorstellen wie opulent und reich die Kirche von innen dekoriert und ausgestattet ist.

Die ursprüngliche Fassade dieser Jesuitenkirche, aus dem Ende des 16. Jahrhunderts, war aber durchaus nicht so schlicht wie die heutige.
Sie war ein Werk des italienischen Architekten Fillipo Terzi, und wurde beim großen Erdbeben von 1755 leider zerstört.
Nicht so aber die wertvolle Innenausrichtung.
Die blieb der Nachwelt glücklicherweise bis heute erhalten.

Das Innere der Igreja de São Roque ist ein Überschwank aus purem Gold, Gemälden, Elfenbein, Marmor, Azulejos und barocken, vergoldeten Holzschnitzereien (port.: telha dourada).
Glanzvoller Höhepunkt dieser Innenausstattung ist die letzte Seitenkapelle, auf der linken Seite, die dem Heiligen Johannes dem Täufer (port.: Capela de São João Baptista) gewidmet ist.

Diese Kapelle, die zu den wertvollsten auf der Welt zählt, hat eine außergewöhnliche Geschichte.
Im Jahre 1742 gab König João V, dem italienischen Künstler und Architekten Luigi Vanvitelli in Rom den Auftrag, eine Kapelle zu bauen, „die alle bis dahin gebauten in den Schatten stellen sollte“.

So baute Vanvitelli in fünf Jahren in Rom die außergewöhnliche Kapelle zusammen.
Nachdem sie zusammengebaut war, wurde sie dann feierlich vom Papst geweiht, um dann wieder in ihre Bestandteile zerlegt zu werden, damit sie dann 1747 auf drei Schiffen nach Lissabon gebracht werden konnte.
Kaum war die wertvolle Fracht in Lissabon angekommen setzte man die Kapelle, wie ein Puzzle, Teil für Teil wieder zusammen, bis sie 1750 fertig gestellt war.
Diese einzigartige Kapelle ist ein barockes Kunstwerk in Gold, Edelsteinen, Silber, Elfenbein und Bronze.
Die Säulen sind aus reinem Lapislazuli, der Altar aus seltenem blauem Marmor und die Engel und Johannes der Täufer sind aus Carraramarmor und Elfenbein.

Überhaupt ist die ganze Kirche Igreja de São Roque ein einziges Wunderwerk an Pracht, Kunst und Reichtum.

Wer also von euch jemals an der schlichten Igreja de São Roque vorbeigehen sollte, der sollte sich wirklich die Zeit nehmen reinzuschauen.
Glaubt mir, es wird sich lohnen!

Montag, 21. Dezember 2009

Feierabendbier






Am letzten Freitag, nach der Arbeit, gingen meine Arbeitskollegen Yves und David und ich, wie man so schön in Deutschland sagt, noch „einen trinken“, oder wie man es auf Portugiesisch sagen würde „fomos beber um cópo“.

Aber bevor wir in die Kneipe gingen, haben wir vorher im Martim Moniz vorbeigeschaut, um dort im „Ali Babas Kebab Haus“ einen Döner zu uns zu nehmen, der uns auch sehr gut geschmeckt hat.

Nachdem wir feste Nahrung zu uns genommen hatten, gingen wir nun weiter, um endlich die „flüssige Nahrung“ zu uns zu nehmen.
Wir fingen mit dem trinken einer „Ginjinha“ an, im Largo de São Domingos (lesen sie bitte hierzu auch meinen post vom 01. August 2009), unweit des Rossio.
Dann gingen wir weiter zum Cais do Sodré, wo wir in die „British Bar“, in der Rua Bernardino Costa 52, einkehrten und uns ein „Ginger-Beer“ gönnten.
David und Yves kannten noch kein „Ginger-Beer“, waren aber von dem Gebräu angenehm überrascht.

Ginger Beer (dt.: Ingwerbier / port.: cerveja de gengibre) ist eine erfrischende Biersorte, bei dem in erster Linie Ingwer (engl. Ginger) und Zitronen verwendet werden.
Ginger Beer war ehemals ein sehr stark alkoholisches Getränk, mit für gewöhnlich 11% Alkoholgehalt und mehr. Heute aber, hat Ginger Beer nicht mehr als 2% oder 3%.
Die Ursprünge von Ginger Beer gehen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Schon damals wurde es von England vor allem in seine nordamerikanischen Kolonien exportiert.
Später, durch die Prohibition in den USA, von 1919-33, schwand die Bedeutung des Ginger Beers stark.
Damals gab es weltweit über 300 US-amerikanische, über 1000 kanadische und etwa 3000 britische Ginger-Beer-Brauereien. Heute gibt es leider weltweit nur noch 12 Ginger-Beer-Brauereien. Und eine von ihnen versorgt die „British Bar“ im Cais do Sodré regelmäßig mit diesem „Zaubertrank“.
Bleibt nur zu hoffen das dem noch lange so bleibt, denn die „British Bar“ in Lissabon ist eines der wenigen Orte in Portugal in dem man dieses spritzige Bier trinken kann.

Nach dem Genuss des Ginger Beers, und nach dem wir die ganze Zeit gestanden hatten, beschlossen wir ein paar Schritte weiterzugehen und in die Kneipe „O´Gillins“ einzukehren, einem Irish Pub in der Rua Remolares 8/10.
Dort konnte dann David endlich sein geliebtes „Guinness Beer“ zu sich nehmen und Yves und ich versuchten ein „Kilkenny Beer“.
Kilkenny Beer stammte ursprünglich aus der gleichnamigen Irischen Grafschaft Kilkenny, und ist ein rotes Ale Beer, das etwas herber schmeckt als das gewöhnliche Guinness Beer.

Später kam noch Elena dazu, Yves Freundin, und trank noch ein Bierchen mit uns.
Wir hatten einen schönen Abend, interessante Gespräche und wir haben uns vorgenommen, wenn zeitlich möglich, diesen Kneipengang ein oder zwei Mal im Monat zu wiederholen.

Wer also mal mit Yves, David oder mir an einem Tisch sitzen will, der kann es ja mal zukünftig versuchen, an einem Freitagabend in der „British Bar“ oder im „O´Gillins Irish Pub“ uns zu treffen.

Und noch etwas, falls sich einer fragen sollte, warum sich ausgerechnet um den Cais do Sodré so viele englische und irische Kneipen befinden (immerhin heute noch sieben), dem sei gesagt, das es früher noch viele mehr waren.
Ende des 19. Jahrhunderts gab es um den Cais do Sodré über 50 solcher Kneipen und Pubs.

Das hatte damit zutun, dass es früher prozentual eine Menge englischer und irischer Schiffe gab, die den Lissabonner Hafen ansteuerten, und am Cais do Sodré ankerten.
Und um den berühmtberüchtigten Durst der englischen und irischen Matrosen zu stillen, gab es dementsprechend diese Menge an Pubs.
Heutzutage fahren leider nicht mehr so viele englische, schottische und irische Schiffe Lissabon an, aber einige Pubs und die Trinkkultur der britischen Inselbewohner sind uns zum Glück erhalten geblieben.