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Montag, 20. Mai 2013
I´m back!
Wie einige von Euch es schon bemerkt haben, habe ich mich in letzter Zeit hier in meinem Blog so ziemlich rar gemacht.
Ich war weder krank, wie es manche leider vermutet haben, noch hatte ich eine meiner berühmtberüchtigten „Schreibblockaden“.
Nein, nichts dergleichen!
Ich war lediglich die letzten zwei Wochen in meinem wohlverdienten Urlaub und bin erst an diesem Wochenende nach Lisboa zurückgekehrt.
Zwar war das ein ziemlich verregneter und kalter Urlaub, aber wenigstens war er erholsam und ich konnte mit Freunden und Familie zusammenkommen.
Ich werde also ab dieser Woche wieder anfangen regelmäßig hier bei „Planet Portugal“ präsent zu sein, und meine Meinungen und einfachen Gedanken, die mich beschäftigen, hier aufzuschreiben und zu veröffentlichen.
I´m back!
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Freitag, 20. Mai 2011
Von Klischees und Populismus

Nun haben wir es hier in Portugal gewissermaßen amtlich, von höchster deutscher Stelle sozusagen, wer für die Euro-Krise in der EU verantwortlich ist:
Laut deutschem Bundeskanzleramt, sind wir faulen Südländer es nämlich selber, die viel zu viel Urlaub bekommen und vor allem viel zu früh in Rente gehen, während die arbeitsfreudigen Deutschen für halb Europa schuften, Rettungsschirme finanzieren und erst viel später in Rente gehen als wir.
Man könnte meinen, so aus ganz hohem berufenem Mund, nämlich aus dem der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, könnte das wirklich stimmen.
Aber es handelt sich bei den Worten von Merkel nur um populistisches und unangemessenes Gerede.
Auf einer CDU-Veranstaltung, im nordrhein-westfälischen Meschede, hatte nämlich die deutsche Bundeskanzlerin diese Woche doch tatsächlich über uns Südländer im Allgemeinen behauptet (und hier zitiere ich Frau Merkel wortwörtlich):
- „Natürlich wollen wir den Euro und natürlich wollen wir nicht, dass einer sozusagen Pleite macht und dann wir alle mitgezogen werden“.
- „Wir können nicht einfach solidarisch sein, und sagen, diese Länder sollen mal einfach so weitermachen wie bisher“.
- „Ja, Deutschland hilft, aber Deutschland hilft nur dann, wenn sich die anderen anstrengen. Und das muss nachgewiesen werden.“
Aber damit nicht genug!
Der Bundeskanzlerin sind auch die frühen Renten-Einstiegsalter sowie die angeblich vielen Urlaubstage in Portugal und Spanien ein Dorn im Auge.
Zu diesem Thema meinte sie:
- „Es geht auch darum, dass man in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht früher in Rente gehen kann als in Deutschland, sondern dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen - das ist wichtig.“
Vor dem Hintergrund der Heraufsetzung des Rentenalters in Deutschland auf 67 Jahre und nur 20 Tagen gesetzlichen Mindesturlaub, sagte Merkel:
- „Wir können nicht eine Währung haben und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen.“
So schwer attackiert und kritisiert zu werden, tut mir als Portugiesen weh!
Als fauler und betrügerischer Bürger der EU dargestellt zu werden ist für mich in höchstem Maße unerträglich, zumal die Wahrheit ganz anders aussieht!
Ich habe mir mal die Mühe gemacht (vielleicht hätte sich die deutsche Bundeskanzlerin auch diese Mühe machen sollen!) und im Internet einen Statistikbericht der OECD zu diesem Thema gesucht und auch gefunden.
Dieser Bericht ist sehr aktuell, denn er ist erst knappe zwei Monate alt, nämlich vom 17. März 2011!
In ihm wird, unter anderem, das Rentenalter in Frankreich mit durchschnittlich 62 Jahren angegeben, in Deutschland mit durchschnittlich 62,2 Jahren und für Portugal wird das Rentenalter mit durchschnittlich 65 Jahren angegeben!
So arbeiten die Deutschen im Jahr durchschnittlich 1390 Stunden, die Spanier durchschnittlich 1654 Stunden, wir Portugiesen bringen es auf jährlich durchschnittlich 1710 Stunden und die Griechen
Arbeiten durchschnittlich sogar 2119 Stunden jährlich.
Die meisten Portugiesen müssen hier in der Zwischenzeit sogar einem Zweitjob nachgehen, arbeiten 18 Stunden am Tag und das sechs Tage die Woche, und viele erwägen nun, angesichts der schweren wirtschaftlichen Lage in der wir uns befinden, sogar einem Drittjob nachzugehen.
Es wird also bei uns im Süden nicht weniger gearbeitet, sondern einfach weniger produziert!
Das Sparprogramm, das die portugiesische Regierung ihrer Bevölkerung in den nächsten Jahren zumuten wird, ist beispiellos.
Und nicht der Normalbürger ist an der finanziellen Misere schuld, sondern die habgierigen Banken und die korrupten, verschwenderischen Politiker, die uns regieren!
Auch was den Urlaub angeht, geht die Rechnung von Angela Merkel nicht auf.
Laut dem Statistikbericht der OECD haben in Deutschland z.B. Angestellte (dem Lebensalter entsprechend) und z.B. Arbeiter in der Autoindustrie bis zu sechs Wochen Urlaub, und das bei einer 35-Stunden-Woche.
Wir hier in Portugal können maximal von drei bis vier Wochen Jahresurlaub träumen, und arbeiten dafür durchschnittlich mindestens 40 Stunden die Woche.
Nicht umsonst werden die Deutschen „Urlaubsweltmeister“ genannt!
Diese populistischen und absurden Verallgemeinerungen der Kanzlerin, die sie diese Woche wieder einmal vom Stapel losgelassen hat, sind also äußerst verdreht dargestellt und falsch.
Es ist schon wahr, das die Griechen mit ihren – zugegebenen – Problemen uns langsam aber sicher gegen die Wand fahren.
Aber die Situation in Griechenland mit der in Portugal oder Spanien zu vergleichen zeugt von blamablen politischen Kenntnissen seitens der Bundeskanzlerin.
Aber diese Äußerungen der deutschen Bundeskanzlerin sind nicht
nur blamabel, sondern meiner Meinung nach, auch äußerst besorgniserregend, denn sie strotzen nur so vor Vorurteilen und Klischees.
Die wirtschaftlichen Probleme einzelner EU-Länder waren VOR der Wirtschaftskrise und VOR dem Beitritt einiger Staaten bekannt.
Die Bundeskanzlerin, und vor allem ihr Ziehvater Helmut Kohl, hätten damals intervenieren können.
Jetzt ist es zu spät!
Frau Merkel, deren Aufgabe es ist „Schaden vom Deutschen Volke abzuwenden“, hat sich selber mit ihren Bemerkungen diese Woche keinen Gefallen.
Im Gegenteil, sie hat allen bewiesen, das Dummheit ein wahrlich nachwachsender Rohstoff ist…
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Dienstag, 20. Juli 2010
Schönen Urlaub





Mit diesen „erfrischenden“ Bildern aus Lissabon und seinem Hausstrand Caparica möchte ich allen Lesern und Leserinnen von Planet Portugal, einen schönen Sommer wünschen und einen tollen Urlaub.
Viele werden wegfahren, Freunde besuchen, ausspannen oder zuhause bleiben und es sich auf Balkonia und Terrasia gemütlich machen.
Ich selber werde erst im Herbst in Urlaub fliegen, was bedeutet, dass Planet Portugal keinen Urlaub machen wird und sie weiterhin mit dem einen oder anderen Bericht unterhalten wird.
All meinen Lesern und Leserinnen wünsche ich auf diesem Wege einen schönen und erholsamen Urlaub.
Dienstag, 21. Juli 2009
Meine persönliche Landung

Heute am 20. Juli, vor genau 40 Jahren, betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond.
Millionen von Menschen verfolgten damals, live im Fernsehen, wie Armstrong die Sprossen der Leiter der Eagle runterhüpfte.
Was die Welt damals sah, und was wir noch heute an Bildmaterial zu sehen bekommen, ist das der Erdtrabant durch erschreckende Eintönigkeit glänzte.
Nichtsdestotrotz sind diese bewegten und wackeligen Schwarz-Weiß-Bilder, in Kombination mit Computerpiepsen und gemurmelten Technik-Chinesisch, heute noch äußerst reizvoll.
Als er seinen Fuß auf den Erdtrabanten setzte, sagte Armstrong die unvergesslichen Worte:
„Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“.
Das sind sehr bedeutende Worte, aber wie alles im Leben, so sind auch sie eine Sache des Betrachters.
Denn einige Monate später, als Alan Bean, der nicht gerade sehr hoch gewachsen war, den Mond betrat, relativierte er Armstrongs Worte mit folgender Bemerkung:
„Das mag ja ein kleiner Schritt für Neil Armstrong gewesen sein, aber für so einen kleinen Kerl wie mich ist das doch ein ganz schöner Satz“.
So hat jeder seine eigene Sicht und seine persönliche Mondlandung, sei es als Astronaut oder als Fernsehzuschauer.
Auch ich hatte heute meine „eigene (Mond)Landung“, an der ich teilnehmen durfte.
Am Lissabonner Flughafen „Aeroporto da Portela“ landeten heute meine Schwester Carla, mein Schwager Egbert, mein Neffe Nélson und meine Nichte Lorena aus Deutschland an.
Sie werden ihre Sommerferien hier bei uns verbringen, und ich habe es kaum abwarten können, sie heute am Flughafen endlich abholen zu dürfen.
Wir freuen uns alle auf gemeinsame Urlaubstage.
Für die Menschheit mag diese Landung heute kein Weltereignis gewesen sein.
Aber für mich persönlich, ging heute morgen am Flughafen, als ich die vier Menschen in die Arme nehmen konnte die ich so sehr liebe, unweigerlich die Sonne auf!
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