Posts mit dem Label Sardinha Assada werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sardinha Assada werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 20. September 2011

Die 7 Wunder der portugiesischen Gastronomie


In der ehemaligen Reitschule der Kavallerie von Santarém (port.: Antiga Escola Prática de Cavalaria de Santarém) fand Anfang dieses Monats (10. September 2011), in einer landesweit übertragenen Fernsehsendung, die Wahl der sieben gastronomischen Wunder Portugals statt.

Zur Auswahl standen insgesamt 70 portugiesische traditionelle und regionale Leckereien, und zwar jeweils zehn in den sieben Kategorien:

• Vorspeisen (port.: entradas)
• Suppen (port.: sopas)
• Fisch (port.: peixe)
• Meeresfrüchte (port.: mariscos)
• Fleisch (port.: carne)
• Jagd (port.: caça)
• Süßspeisen (port.: doces)

Die 21 Spezialitäten (sieben aus jeder Kategorie) die schließlich zur Auswahl standen mussten traditionell und geschichtlich verankert (alle älter als 70 Jahre) sein und durften ausschließlich aus nationalen Produkten bestehen, bzw. hergestellt sein.

Die sieben kulinarischen Leckereien der traditionellen portugiesischen Küche, die es aufs Siegertreppchen schafften sind:

• Alheira de Mirandela – eine aus Nordportugal stammende Wurstspezialität

• Queijo Serra da Estrela – ein schmackhafter Käse, der in dem portugiesischen Zentralgebirge Serra da Estrela produziert wird

• Caldo verde – eine ursprünglich aus Nordportugal stammende Grünkohlsuppe, die heute aus Lissabon nicht mehr wegzudenken ist

• Sardinha assada – gegrillte Sardinien, die ursprünglich aus Lissabon und Setúbal stammen, die aber heute in ganz Portugal gegessen werden

• Arroz de marisco – Meeresfrüchtereis, ursprünglich aus den Regionen Estremadura und Ribatejo stammend

• Leitão da Bairrada – Spanferkel aus der Bairrada, einer Gegend in der Provinz Beira Litoral

• Pasteis de Belém – die Lissabonner, wenn nicht gar die portugiesischste, Süßspeise schlechthin

Beachtenswert ist das diese Wahl nicht durch eine Fachjuri, sondern durch das breite Publikum, das sowohl telefonisch als auch übers Internet an der Auswahl teilnehmen konnte, durchgeführt wurde.
Somit kann man wohl behaupten, dass ausschließlich Gerichte bzw. Spezialitäten gewonnen haben, die von uns Portugiesen selbst gerne gegessen werden.

In diesem Sinne: Guten Appetit!

Mittwoch, 8. Juni 2011

Lissabonner Stadtfeste 2011


In den einzelnen Lissabonner Stadtteilen (port.: bairros de Lisboa) haben die Feierlichkeiten für das Sankt-Antonius-Fest (port.: Festas de Santo António), das Volksfest der Stadt, das jedes Jahr im Juni feierlich begangen wird, bereits begonnen.

Die gute Nachricht vorneweg:
Die Preise werden größtenteils die gleichen bleiben, wie im letzten Jahr.
Das hat eher mit der miserablen Wirtschaftslage zu tun, die gerade hier in Portugal herrscht, als mit der Kundenfreundlichkeit der einzelnen Veranstalter.

So kostet eine einzelne gegrillte Sardine (port.: „sardinha assada“) etwa 1,20 Euro.
1,50 Euro muss man bezahlen, wenn man zur Sardine auch ein Brötchen haben will!
Ein Stück Grillfleisch (port.: „bifana“) schlägt mit 2,50 Euro zu buche und das kleine, gezapfte Bier (port.: „imperial“), aus dem Plastikbecher, bekommt man mancherorts sogar für nur 1,00 Euro.
Die schmackhafte Lissabonner Grünkohlsuppe (port.: „caldo verde“), die in dieser traditionellen Zeit der Volksfeste (port.: „festas populares“) nicht fehlen darf, ist für etwa 1,50 Euro zu haben.

Laut einer offiziellen Verlautbarung aus dem Lissabonner Rathaus, sollen die Bürger der Stadt und ihre Besucher, vor allem in der Sankt Antoniusnacht, welche in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni sein wird, einmal nicht an den FMI (dt.: Internationalen Währungsfonds), die Wirtschaftskrise, den Rettungspaket der EU und die sorgenvolle Innenpolitik denken, sondern einzig und allein das Volksfest genießen!

War nicht eine der größten Maxime der Kaiser im alten Rom, um das rebellierende Volk immer in Schach zu halten, der Slogan „Gebt dem Volk Brot und Spiele!“, oder so ähnlich?

Nun, wie damals so wird man auch heute versuchen die Unzufriedenheit der Menschen mit „Brot und Spiele“ bei Laune zu halten.
Es gibt „Rezepte“, die sind auch nach Jahrtausenden beeindruckend wirkungsvoll!