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Dienstag, 2. März 2010

Eine Nacht im Bairro Alto






Am letzten Freitag, nach mehrmaligem Planen und Absagen, sind ein paar Kollegen und ich, nach der Arbeit, zum Essen ausgegangen.

Spontan planten Yves alias El Ministro, David alias El Mensagero, Inês alias Agnes Luno, Marco alias Borga y Borga, Miguel alias Orlando, Lili alias Conchita und ich alias Angel Pablo in den Bairro Alto zu gehen, wo wir als erstes in der Kneipe „O Estadio“ landeten, unweit der Kirche São Roque, um uns dort mit ein paar Bierchen und Musik aus der Juke-box den Appetit etwas anzuregen.
Ebenso im Bairro Alto, in der „Lisbona Bar“, beendeten wir dann, später in der Nacht, den Abend mit einer Ginjinha.

Zwischendurch gingen wir in die Rua da Condessa, unweit des Carmoklosters (port.: Convento do Carmo), um dort gemütlich im Restaurant „Faca & Garfo“ (dt.: Messer & Gabel), zu Abend zu essen.
Das Restaurant, das traditionelle portugiesische Küche (port.: cozinha tradicional portuguesa) anbietet, wurde uns von Yves Freundin, Helena, empfohlen, die leider an diesem Abend fehlte.

Wir haben den Abend sehr genossen, uns amüsiert, sehr gut gegessen, gut getrunken und wir haben viel gelacht.

Kurz gesagt: wir hatten eine Menge Spaß!
Und wir haben uns fest vorgenommen den Abend zu wiederholen.

Samstag, 5. September 2009

Die Azoreninsel Pico




Auf der Insel Pico (Ilha do Pico) existiert eine eigene Welt, die im laufe der Jahrhunderte von Walfängern, Bauern und Fischern geschaffen wurde.

Die zweitgrößte Azoreninsel, die fünf Kilometer von der Nachbarinsel Faial und 18 Kilometer von der Insel São Jorge entfernt liegt, ist nach dem gleichnamigen 2.351 Meter hohen Vulkan Ponta do Pico, der höchsten Erhebung Portugals, benannt.

Die Hauptstadt und älteste Siedlung der Insel ist Lajes do Pico, ein ehemaliger Walfanghafen mit 2.500 Einwohnern.
Insgesamt leben auf Pico schätzungsweise 15.000 Menschen.
Die nächst größeren Siedlungen der Insel, sind São Roque und Madalena.
Pico gehört zur Zentralgruppe (Grupo Central) der Azoren.

Die Insel ist für drei Attraktionen, in und auch außerhalb Portugals, berühmt.

Da wäre zum einen natürlich der 2351 Meter hohe Ponta do Pico, der majestätisch aus dem Atlantik herausragt und dessen ungewöhnlich steiler Gipfel oft von Wolken umhüllt ist. Dieser heute noch aktive Vulkan ist zweifellos der Hauptanziehungspunkt der Insel.

Dann wäre da der Wein der Insel, der auf Grund der vulkanischen Erde, ein ausgeprägtes Aroma hat. Im 19. Jahrhundert wurde der Verdelho-Wein in allen Königs- und Fürstenhäuser Europas getrunken. Selbst der russische Zar und der deutsche Kaiser waren Liebhaber dieses Weines.
Der Weinbau auf Pico ist zweifelsohne eine herkulische Arbeit.
Zuerst muss der harte Lavaboden aufgebrochen werden und dann müssen die schweren Lavasteine zu Mauern geschichtet werden, die die einzelnen Weinstöcke vor den starken Atlantikwinden schützen sollen.
Im Jahre 2004 wurde die Weinbaukultur der Insel, von der UNESCO, als Weltkulturerbe in ihre Liste aufgenommen.

Die dritte Attraktion für die Pico weltberühmt ist, ist schließlich das „Whale-watching“.
Auf Pico hat sich seit dem Ende des letzten Jahrhunderts ein Zentrum für die sanfte „Walbeobachtung“ entwickelt.
Von Lajes und Madalena starten Boote und Schiffe um Meeressäuger, wie Blau-, Pott- und Grauwale und Delfine, zu beobachten. Die Insel zählt heute zu den weltweit besten Walbeobachtungsgebieten.

An den ehemaligen Walfang erinnern heute nur noch die Museen, die filigrane Schnitzereien und Gravuren aus Walzähnen und Walknochen präsentieren.
Bis ins 19. Jahrhundert hinein kamen amerikanische Walfänger nach Pico, um Wale zu jagen und Harpuniere anzuheuern.
Danach gingen die Inselbewohner mit schlanken Ruderbooten selber auf Walfang. Der Kampf zwischen Mensch und Meeresriesen endete nicht selten in einer Tragödie.

Glücklicherweise sind diese Zeiten vorbei!

Montag, 29. Juni 2009

Auf und nieder, immer wieder…




Wenn man sich Lissabon auf einer Stadtkarte anschaut, dann kann man, wenn man ein wenig Gefühl für Raum und Entfernung hat, sich ungefähr vorstellen welche Größe Lissabon hat, wenn es sich von Alges im Westen bis nach Moscavide im Osten, und von Odivelas im Norden bis zum Ufer des Tejo im Süden erstreckt.

Was man sich allerdings keineswegs vorstellen kann, wenn man noch nie hier in Lissabon war, ist wie uneben und hügelig die Hauptstadt in Wirklichkeit ist.

Als vor Jahren meine Freunde Sabine und Marcel, hier bei mir zu Besuch waren, hat sich Sabine darüber gewundert, wie „bergig" Lissabon eigentlich ist.
Nun, Lissabon mag vielleicht nicht „bergig" sein, aber hügelig ist meine Heimatstadt schon.
Wer nicht gut zu Fuß ist, wird große Probleme haben diese Stadt zu erobern. Denn manchmal geht es ziemlich steil bergauf, bzw. bergab.

Lissabon erstreckt sich auf insgesamt sieben alten, historischen Hügeln (colinas), von denen die Colina do Castelo (der Burghügel) mit ca. 120 m Höhe, die höchste Erhebung ist.
Die anderen Hügel sind
die Colina de São Roque (Sankt Rochushügel),
die Colina das Chagas (Hügel der Wundmale Christi),
die Colina de Santana (Hügel der Heiligen Ana),
die Colina de Santa Catarina (Hügel der Heiligen Catarina),
die Colina de Santo André (Sankt Andreashügel) und
die Colina de São Vicente (Sankt Vinzenzhügel).

Der dicht bewaldete Monsantohügel gehörte früher nicht zum Stadtgebiet. Aber da Lissabon mit der Zeit immer größer wurde und sich immer weiter ausdehnte, gehört er heute zum Stadtbild, so wie die anderen sieben historischen Hügel.

So beschwerlich es auch manchmal ist, Lissabon zu „erlaufen", so ist die Tatsache, das Lissabon so hügelig ist, mit zwei angenehmen „Nebeneffekten" verbunden.
Zum einen gibt es in der Stadt die typischen Aufzüge (elevadores) und natürlich hat man von jedem Hügel einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt, von den einzigartigen Aussichtspunkten (miradoures).

Sowohl über die Aufzüge (elevadores) als auch über die Aussichtspunkte (miradoures) werde ich demnächst ein post schreiben.