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Freitag, 5. Oktober 2012
Kapitulation...?!?
Mein Blogeintrag „Glückwunsch zum 869. Geburtstag“ von heute Morgen fanden einige meiner Freunde und Bekannte nicht fair, denn sie meinten ich würde dem Ansehen der Republik, und somit dem Ansehen Portugals, schaden.
Nun, ich weiß zwar nicht, in wie weit ich dem Ansehen der Portugiesischen Republik schade, in dem ich nur an das Gründungsdatum Portugals vor 869 Jahre erinnere?!?
Fakt ist aber, das die höchsten Staatsorgane es sind, die dem Ansehen der Republik schaden und deren Symbole gnadenlos verunglimpfen!
Wie das möglich ist?
Nun, erst heute Morgen hat Staatspräsident Anibal Cavaco Silva, höchstpersönlich, bei einem feierlichen Festakt, auf dem Balkon des Lissabonner Rathauses die portugiesische Nationalflagge verkehrt herum gehisst.
Das ist so, als ob man in Deutschland plötzlich anstatt der schwarz-rot-goldenen Deutschlandfahne eine golden-rot-schwarze Flagge am Fahnenmast hängen hat!
Das ist nicht so tragisch werden da einige sagen.
Sicherlich…
Aber im Militärjargon bedeutet das auf den Kopf hissen einer Flagge, nichts anderes, als die totale und kompromisslose Kapitulation!
Und dies hat Präsident Cavaco Silva heute der Nation vermittelt – eine Kapitulationserklärung...
...das wir trotz aller Anstrengungen, aller Mühen und Sorgen vielleicht doch bald vor der Europäischen Union, dem Internationalen Währungsfond und der Europäischen Zentralbank einfach kapitulieren müssen!
Montag, 4. Oktober 2010
Hundert Jahre Was???

Heute vor genau hundert Jahren fand hier in Lissabon ein Denkwürdiges Bankett statt.
Dieses Bankett wurde zu ehren des gewählten brasilianischen Staatspräsidenten Marechal Henrique da Fonseca, der gerade zu einem Staatsbesuch in Portugal weilte, im königlichen Palast von Ajuda gegeben.
Während des Abendessens, drangen mehrere portugiesische Militärs in den Bankettssaal ein und berichteten den Anwesenden, dass sich im Zentrum der Stadt, am Marques de Pombal, bewaffnete Aufrührer zusammengetan hätten, und diese nun auf dem Weg zum Palast seien.
Sofort verließen die anwesenden Politiker, Adelige und selbst der junge König Manuel II den Raum, und begaben sich alle auf die Flucht vor dem Mob, der marodierend durch die Straßen ging und skandierte: „Abaixo o rei, viva a República“ (dt.: Nieder mit dem König, es lebe die Republik).
Am nächsten Tag, dem 05. Oktober1910, wurde in Lissabon die Republik von einer kleinen militärischen und bürgerlichen Elite vom Balkon des Rathauses ausgerufen, gegen den Willen der Mehrheit der Portugiesen.
Man schätzt heute, dass damals lediglich 7% der Bevölkerung dem republikanischen Gedanken zugetan war!
König Manuel musste mit seiner Mutter Amélia, seiner Großmutter Maria Pia und seinem Onkel D. Afonso (aus nur diesen vier Mitgliedern bestand die ganze portugiesische Familie), von Ericeira aus ins britische Exil gehen.
Heute, 100 Jahre nach dieser Vertreibung, feiert man hier in Portugal, die Republik.
Aber ich frage mich allen Ernstens, was diese Republikaner eigentlich feiern wollen?
Den feigen Mordanschlag (port.: regicídio) an König Carlos I und dem Thronfolger Luis Filipe, der der republikanischen Revolution zwei Jahre zuvor voran ging?
Oder feiern sie die Erste Republik, die das Land ins Chos stürzte und innerhalb von 15 Jahren 44 verschiedene Regierungen unter acht Präsidenten vorbrachte, eine inkompetenter als die andere?
Feiern sie etwa die Diktatur Salazars, die der Ersten Republik folgte und die das Land zum Stillstand zwang?
Oder Feiern sie gar die Tatsache, das wir heute vor einem Staatsbankrott stehen und das wir extreme Schwierigkeiten in der Arbeits-, Gesundheits-, Justiz-, Schul- und Wohnungspolitik haben?
Ich weiß nicht wie viele meiner Landsleute die Idee der Wiedereinführung der Monarchie befürworten würden.
In nächster Zeit werde ich dies wohl auch nicht erfahren, denn die aktuellen demokratisch gewählten Regierungen weigern sich beharrlich ein Volksentscheid durchzuführen.
Aber eines weiß ich mit Sicherheit: Die Anhänger der Monarchie werden immer mehr. Sei es im Internet oder auf der Straße, die Idee eines Königs in Portugal ist nicht mehr so abwegig wie noch vor einigen Jahren.
Ein Präsident der Republik kann, auch wenn er das Gegenteil behauptet, niemals der Präsident aller Portugiesen sein!
Dafür hat er eine oder mehrere Parteien hinter sich, die ihn an den Platz gebracht haben, an dem er ist.
Ein König dagegen ist von Natur aus überparteilich und als solcher ist er nicht nur ein natürlicher Repräsentant Portugals und aller Portugiesen, sondern auch ein Garant der Nationalen Einheit und der Stabilität des Landes.
Daher möchte ich gerne der Republik, zu ihrem 100jährigen Geburtstag folgendes in ihr Gästebuch eintragen:
Es lebe der König!
Es lebe die Monarchie!
Es lebe Portugal!
Viva El-Rei!
Viva a Monarquia!
Viva Portugal!
Dienstag, 30. März 2010
Carbonara – Mobarchie für die Massen

Eine 6 x 4 Meter große blau-weiße monarchistische Flagge wurde letzten Freitag, den 26. März, an der höchsten Stelle des Parque Eduardo VII, mitten in Lissabon, im Morgengrauen, auf den Fahnenmast hochgezogen, an dem normalerweise die grün-rote Nationalflagge Portugals hängt.
Zu der Tat bekannte sich eine Gruppe, die sich „Carbonara – Movimento Monárquico para as Massas“ (dt.: Carbonara – Monarchistische Bewegung für die Massen) nennt, und die angibt, diese Tat begangen zu haben, um den Geburtstag des portugiesischen Thronfolgers, den 14jährigen Infanten Dom Afonso de Santa Maria de Herédia e Bragança, zu feiern.
Die Flagge wurde auf Halbmast gesetzt um, so eine anonyme Quelle, auf die „aktuelle katastrophale Lage der portugiesisch-republikanischen Nation“ hinzuweisen.
Sie wehte im Parque Eduardo VII, unweit des Marques de Pombal, bis um ca.12 Uhr.
Erst dann konnte die Lissabonner Feuerwehr einen Leiterwagen erübrigen, um mit seiner Hilfe die blau-weiße Flagge vom Mast herunterzunehmen.
Wie der Lissabonner Polizeichef André Gomes der Nachrichtenagentur LUSA mitteilte, wird gegen die „Carbonaras“ Strafanzeige erhoben werden, und der Fall dann dem Innenministerium (port.: Ministério Público) übergeben.
Es obliegt dann dem Innenministerium juristisch gegen diese Carbonara-Gruppe vorzugehen.
Da die Portugiesische Staatsflagge über Nacht nicht am Fahnenmast hing, kann man nicht von einem Diebstahl von dieser Reden, wie damals im letzten August, als Monarchisten die republikanische Nationalflagge gegen die blau-weiße Flagge der Monarchie im Lissabonner Rathaus tauschten (lesen sie hierzu auch meinen post „31 da Armada - Die Monarchie in Portugal lebt” vom 13. August 2099).
Auch von Sachbeschädigung kann nicht die Rede sein, da ja kein Schaden am Fahnenmast entstanden ist.
Aber das republikanische Portugal wird schon Gründe und Wege finden, nach jungen Männern zu suchen, die sich einen Spaß daraus machen, blau-weiße Flaggen zu hissen.
Natürlich machen sich königliche Fahnen im Jahre der 100-Jahresfeiern der Republik nicht gerade gut. Also wird mit aller Kraft gegen solche politischen Aktionen vorgegangen.
Ohne Zweifel ändern sich mit der Zeit die politischen Systeme, genauso wie die Fahnen.
Aber anscheinend ist es eine Tatsache dass es hier in Portugal genug Menschen gibt, die sich die Wiedereinführung der Monarchie vorstellen können, ja sich diese sogar wünschen.
Und solch eine Tatsache zu ignorieren ist nicht nur zutiefst undemokratisch, sondern auch politisch sehr unklug!
Dom Duarte Pio, der Thronprätendent Portugals wurde am Parque Eduardo VII gesichtet, als er den Feuerwehrmännern zusah, wie sie sich Mühe gaben, die Flagge vom Mast runterzuholen.
Er war zu keinem Interview bereit.
Aber sein breites Grinsen sprach Bände.
Dienstag, 5. Januar 2010
Die letzte Adresse der Könige von Portugal





Heute besuchte ich mit meiner Familie das Museum im „Palácio Nacional da Ajuda“, den ehemaligen Wohnsitz der königlichen Familie Portugals, im Stadtteil Ajuda.
Der „Palácio Real“ (dt.: Königliches Schloss), wie der Palast auch genannt wird, beherbergt nicht nur das wunderschöne Museum, sondern auch das Kultusministerium und eine Bibliothek.
In seiner heutigen Form wurde er im 19. Jahrhunderts im neoklassischen Stil errichtet, nachdem der Originalbau im Jahre 1795, mit all seiner reichen Inneneinrichtung, einem zerstörerischen Feuer zum Opfer gefallen war.
Der Originalbau war eine aus Holz und Zeltstoffen zusammengebaute Baracke (port.: Barraca Real), die sich König José hatte zusammenzimmern lassen, nachdem beim großen Erdbeben vom 01. November 1755 das königliche Schloss „Palácio da Ribeira“, am Tejoufer, zerstört worden war.
Da der König nach dem großen Beben eine regelrechte Phobie in geschlossenen Räumen hatte, lebte er bis an sein Lebensende im Jahre 1777 in dieser luxeriösen Holzhütte mit Zeltdach.
Nach dem großen Brand und nachdem die königliche Familie wegen der Truppen Napoleons ins Exil nach Brasilien musste, wurde der Palast erst 1861, unter König Luis I, wieder ständiger Wohnsitz der königlichen Familie, nachdem er im Jahr 1861 König geworden war.
Die luxuriösen Säle sind mit Seidentapeten, Porzellan, edlen Möbeln und Kristallleuchtern dekoriert.
Die „Sala Saxe“ (dt.: Sächsischer Saal) ist ein besonderes Beispiel des königlichen Luxus. Sie ist ein Geschenk des Königs von Sachsen an Königin Maria Pia, der Ehefrau von Luis I. Alle Möbelstücke dieses Saales sind verschwenderisch mit Meißener Porzellan geschmückt.
Andere wunderschöne Säle sind unter anderem der Wintergarten (port.: Jardim de Inverno), das Anziehzimmer der Königin (port.: Toilette), das Botschafterempfangszimmer (port.: Sala dos Embaixadores), die Kinderzimmer von König Carlos I und seinem Bruder Afonso (port.: Quartos dos Infantes) und der große Thronsaal (port.: Sala do Trono).
Im ersten Stock ist ein riesiger Bankettsaal mit Kristallleuchtern und seidenbespannten Stühlen bestückt. Das Deckenfresko dieses Saales zeigt eine Allegorie der Geburt von König D. João VI.
Dieser Saal wurde nicht nur zu Zeiten der Monarchie als Bankettsaal genutzt, sondern wird auch heute noch, zu Zeiten der Republik, als Bankettsaal für Staatsempfänge benutzt.
Überhaupt werden viele Säle des Palastes als Repräsentative Räume bei Staatsempfängen und Staatsfeierlichkeiten benutzt.
So sind sie halt, unsere republikanischen Freunde:
Erst gaben sie keine Ruhe bis sie den König außer Landes geschafft hatten, und heute schmücken sie sich gerne mit den Räumlichkeiten und den Objekten der Monarchie.
Als Monarchist kann ich über solche Dinge nur schmunzeln!
Dienstag, 18. August 2009
Viva El-Rei! Viva a Monarquia! Viva Portugal!

In meinem post „31 da Armada – Die Monarchie in Portugal lebt“, vom 13.08.2009, berichtete ich über vier vermummte junge Männer, die letzte Woche die Lissabonner Stadtflagge vom Balkon des Rathauses entwendet, und sich dabei selbst gefilmt hatten.
In diesem post merkte ich an, das dieser „Dummer-Jungen-Streich“ wohl ernsthafte Konsequenzen haben würde.
Nicht so sehr für die „Aktivisten“ von der monarchistischen Bewegung „31 da Armada“, aber sehr wohl für die Lissabonner Stadtpolizei, die ihre Polizeiwache noch nicht einmal 50 Meter vom Rathaus entfernt hat, und vom „Überfall“ auf das Rathaus nichts mitbekommen hat; was nicht gerade für die allgemeine Sicherheit in der Hauptstadt spricht.
Seit dem Vorfall hat sich die Stadtpolizei, um weiteren Kritiken zu entgehen, verstärkt um die Identifizierung der vier jungen Männer bemüht, aber kein Erfolg gehabt.
Gestern Abend, gegen 18 Uhr, betraten nun Henrique Burnay, Spross einer alten Lissabonner Bankiersfamilie, und Rodrigo Moita de Deus, Abkömmling einer alten portugiesischen Adelsfamilie, das Rathaus und teilten einer verdutzten Sekretärin mit, sie wären gekommen um Bürgermeister António Costa persönlich die „ausgeliehene“ Stadtflagge zurück zu geben.
Nach einer kurzen Wartezeit wurden sie nicht vom Bürgermeister empfangen, aber von zwei Polizeibeamten, die sie in Gewahrsam nahmen und sie dann in die nahe Polizeiwache brachten.
Dort wurden sie dann drei Stunden lang verhört und wegen Hausfriedensbruch, Diebstahl und Öffentlichen Ärgernis angezeigt.
Sie gaben zu, am frühen Morgen des 10. August 2009 auf dem Rathausbalkon die Lissabonner Stadtflagge durch die blau-weiße Flagge des Königreiches ausgewechselt zu haben.
Wohlgemerkt, sie gaben zu die Fahne ausgewechselt, nicht aber gestohlen zu haben!
Nach Übergabe der unversehrten Stadtflagge und Feststellung ihrer Personalien wurden sie dann aber wieder freigelassen, mit der Auflage sich einmal wöchentlich bei der jeweiligen Polizeiwache ihres Wohnortes zu melden.
Henrique Burnay und Rodrigo Moita de Deus weigerten sich, die Namen ihrer zwei „Komplizen“ zu nennen (mindestens einer von ihnen muss aber ganz in der Nähe gewesen sein, denn in der Zwischenzeit ist ein neues Video im Internet aufgetaucht, welches die „Übergabe“ der Stadtflagge im Rathaus, und die Abführung der zwei „Aktivisten“ durch die Polizei zeigt) und sie weigerten sich auch sich schuldig zu bekennen, denn, so ihr Standpunkt, sie hätten weder Hausfriedensbruch begangen (sie waren auf dem Rathausbalkon, nicht im Rathaus selbst), noch hätten sie ein Diebstahl begangen (schließlich haben sie ja die Fahne gewaschen und gebügelt wieder zurückgebracht) noch seien sie ein öffentliches Ärgernis (im Gegenteil, sie meinen sie seien sogar eine öffentliche Bereicherung).
Die Aktivisten der „31 da Armada“ überlegen nun, wie sie am besten gegen das Lissabonner Rathaus angehen sollen.
Denn, das Rathaus weigert sich, die blau-weiße Flagge der Monarchisten, die die Jungs in der Nacht- und Nebelaktion an Stelle der Lissabonner Stadtflagge gehisst hatten, wieder rauszurücken.
Meiner persönlichen Meinung nach, versucht das Lissabonner Rathaus, überhaupt die gesamte nationale politische Klasse, sich diesen „Dummen-Jungen-Streich“ zu Eigen zu machen, um von ihrer mittelmäßigen Kommunal- und Landespolitik abzulenken.
Politiker aller Parteien predigen immer, junge Leute sollen sich politisch mehr Engagieren und aktiv an der Kommunalpolitik teilnehmen.
Wenn sich dann aber ein paar junge Männer, weder fanatisch, militant oder aggressiv, sondern eher außergewöhnlich, aktiv und originell politisch einsetzen, dann bricht, so könnte man meinen, das ganze demokratische System zusammen.
Es sollten mehr so junge, politisch engagierte Menschen geben, wie die Jungs von der Bewegung „31 de Armada“.
Dann wären vielleicht der politische Alltag und die daraus resultierenden Diskussionen nicht so trocken und langweilig.
Ich werde mich demnächst um eine Mitgliedschaft bei den „31 da Armada“ bemühen!
Viva El-Rei!
Viva a Monarquia!
Viva Portugal!
Donnerstag, 13. August 2009
31 da Armada - Die Monarchie in Portugal lebt


In einer Nacht- und Nebelaktion haben vor drei Tagen, vier als „Darth Vader“ aus der „Star Wars Saga“ verkleidete junge Männer, das Lissabonner Rathaus regelrecht „geentert“.
Sie entfernten, in der Nacht zum Montag, die dort am Rathausbalkon hängende Stadtflagge und ersetzten diese durch die blau-weiße Königsflagge der Monarchisten.
Dort wehte sie dann bis zum Morgengrauen, bis Mitarbeiter der Stadtverwaltung sie wieder abhängten, und erneut eine Stadtflagge am Fahnenmast anbrachten.
Zu der Aktion bekannte sich die Bewegung „31 da Armada“, eine Gruppe monarchistischer, königstreuer junger Männer, die schon einige Male mit außergewöhnlichen Aktionen für Aufmerksamkeit gesorgt haben.
So hat diese Gruppe vor zwei Jahren, nach dem alten portugiesischen Motto „Português que é português chateia um espanhol pelo menos uma vez“ (= Was ein echter Portugiese ist, der ärgert gerne ab und zu mal einen Spanier“) die spanische Grenzstadt Olivenza (port.: Olivença), die von Portugal beansprucht wird, „in Besitz genommen“, indem sie die dortige Burg überfielen und die spanische Fahne durch die portugiesische ersetzten.
Die vier jungen Männer filmten sich bei der jetzigen Fahnen-Aktion selbst, und stellten ihre Aufnahmen ins Internet (unter
http://31daarmada.blogs.sapo.pt/2923148.html
kann man sich die Videoaufnahme anschauen).
Die Gruppe erklärte, sie wolle mit dieser außergewöhnlichen Aktion ihren Beitrag zu den für 2010 geplanten Feierlichkeiten anlässlich der 100-Jahrfeier zur Einführung der Republik leisten.
Die Lissabonner Stadtverwaltung hat nun Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch und Diebstahl gestellt.
Dies können die Jungs (moços =Jungs, so nennen sie sich wirklich selber!) des „31 da Armada“ nicht nachvollziehen, denn so ihre, in ihrem Blog vertretende, Meinung:
„Wir sind weder in das Gebäude des Rathauses eingebrochen, noch haben wir die Stadtflagge gestohlen.
Wir haben sie lediglich abgehängt, um sie reinigen und bügeln zu lassen.
Die Flagge war nämlich in einem kümmerlichen Zustand. Schließlich wissen wir ja alle wie erbärmlich Republikaner mit nationalem Eigentum umgehen“.
Was nichts weiter als ein Dummer-Jungen-Streich sein sollte, wird nun wohl ernsthafte Konsequenzen für die Polizei haben.
Denn, da sich noch nicht einmal 50 Meter vom Rathaus entfernt eine große Polizeistation befindet, fragen sich nun viele, wie Sicher es eigentlich in der Hauptstadt ist.
Wenn vier, als „Darth Vader“ verkleidete Männer, das Rathaus ohne Probleme einnehmen können, obwohl die Polizei genau nebenan präsent ist, wie ist es dann um die Sicherheit anderer öffentlicher und nicht öffentlicher Gebäude in Lissabon bestellt?
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