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Sonntag, 14. August 2011

Pack die Badehose ein an der Algarve






In meinem Beitrag „Pack die Badehose ein“, vom 07. August 2011, berichte ich über die Lissabonner Hausstrände und Liste dort auch die Strände auf, die zu meinen persönlichen Highlights gehören.

Viele fanden den Beitrag lesenswert und meine liebe Freundin Melanie, die nächste Woche an die Algarve fährt um dort ein paar Urlaubstage mit ihrer Familie zu verbringen, fragte mich, ob ich nicht solch eine ähnliche Auflistung meiner liebsten Strände an der Algarve erstellen könnte.

Diesem Wunsch komme ich nun hiermit gerne nach, stelle aber auch gleich fest, das ich nicht sehr oft an der Algarve Urlaub gemacht habe, und ich somit, was die Quantität und Qualität der Strände dort angeht, etwas limitiert bin.
Nichtsdestotrotz habe ich mich mal an meine schönsten Urlaubstage an der Algarve erinnert, und an die Strände die ich dort aufgesucht habe.

Hier nun meine persönlichen Top10 der Strände an der Algarve:

• Praia de Vale Fiqueiras (Aljezur)
• Praia da Bordeira (Carrapateira)
• Praia do Camilo (Lagos)
• Praia da Marinha (Lagoa)
• Praia da Rocha (Portimão)
• Praia da Galé (Albufeira)
• Praia de São Rafael (Albufeira)
• Praia da Ilha Deserta (Faro)
• Praia da Cacela Velha (Ria Formosa bei Olhão)
• Praia do Barril (Tavira)

Außer diesen von mir ausgewählten zehn Stränden, besitzt die Algarve natürlich noch viele, viele mehr.
Nicht umsonst ist die Algarve das beliebteste Urlausgebiet vieler Portugiesen und vieler Nichtportugiesen schlecht hin.

Die Algarve ist bei ihnen allen im Allgemeinen wegen ihres außerordentlichen Klimas, der mancherorts von wildzerklüfteten Felswänden umrahmten schönen feinen Sandstrände und den angenehmen Wassertemperaturen beliebt.
Aber dadurch, dass die meisten Strände sehr malerisch sind, werden sie auch dementsprechend sehr stark frequentiert.

Nichtsdestotrotz wünsche nun Melanie und allen anderen Lesern meines Blogs schöne Urlaubstage, sei es an der Algarve oder wo auch immer sie die schönsten Tage des Jahres verbringen werden.

Dienstag, 25. August 2009

Das Unglück von Maria Luisa


Bei einem Erdrutsch (derrocada) am beliebten Badestrand Praia Maria Luisa in Albufeira, an der Algarve, unweit des weltberühmten Badestrandes Praia da Rocha sind am letzten Freitag, den 21.08.2009, fünf Menschen getötet und vier weitere schwer verletzt worden. Das Unglück ereignete sich zur Mittagszeit, als der Strand voller Badegäste war.

Um genau 11:52 Uhr brach ein riesiger Felsbrocken (rochedo) von einer Felswand (rocha) am Strand ab, und stürzte in Richtung Meer, auf einige Badegäste, die im Schatten der Felswand Schutz vor der sengenden Mittagssonne gesucht hatten. Der Strand war, eigentlich wie alle Strände im Hochsommer an der Algarve, voller Badeurlauber.

Ausgelöst wurde dieser Erdrutsch höchst wahrscheinlich von einem Seebeben der Stärke 4,2 auf der Richterskala, der sich tags zuvor 110 Kilometer vor der Algarveküste ereignet hatte, und der, so vermutet man, das Gestein locker und brüchig gemacht hat.

Bei den Toten handelt es sich um drei Frauen und zwei Männer, darunter vier Mitglieder einer einzigen Familie aus dem Großraum Porto, die ihren Jahresurlaub an der Algarve verbrachten.

Dutzende Feuerwehrmänner, Rettungshelfer und Polizisten waren mit Baggern, Hacken, Schaufeln und mit ihren bloßen Händen im Einsatz. Die Rettungsarbeiten wurden durch die Gezeiten erschwert, denn im Laufe des Nachmittags kam die Flut.
Nach Angaben der Polizei war der Erdrutsch „absehbar“. Die Behörden kannten das Einsturzrisiko und hatten sogar Warnschilder angebracht.

In den kommenden Tagen und Wochen werden nun die Behörden sicherlich jede Schuld von sich weisen, und behaupten die Badegäste wären durch eigenes Verschulden zu Tode gekommen, da sie die Warnschilder missachtet hätten.
Und die Familien der Toten und Verletzten werden wiederum von den Behörden wissen wollen, warum der Strand, da ja die Gefahr eines Erdrutsches bekannt war, nicht abgesperrt war.

Wie es auch sei, die Toten werden dadurch nicht wieder lebend gemacht.
Aber vielleicht ist dieser tragische Unfall der Auslöser dafür, dass die Behörden hier in Portugal zukünftig mehr ihrer Aufsichtspflicht an den hiesigen Badestränden nachgehen.

Denn eines hat uns dieses Unglück leider gezeigt: die Gefahr kommt nicht immer vom Wasser…