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Donnerstag, 4. August 2011

Pavillon der lebendigen Wissenschaften






Diesen Urlaub war ich mit meiner Nichte Lorena und meinem Neffen Nélson im Parque das Nações, dem ehemaligen Expogelände.
Wir haben dort den „Pavillon der lebendigen Wissenschaften“ (port.: Pavilhão da Ciência Viva), am linken Tejoufer besucht.
Der Pavillon ist ein Ort, an dem jedermann, vor allem Kinder, wissenschaftlich und technologisch stimuliert werden und dazu angeregt werden selbst die Welt wissenschaftlich interaktiv zu entdecken.

Das von dem Architekten Carrilho da Graça konzipierte Gebäude war ursprünglich als „Pavilhão do Conhecimento dos Mares“ (dt.: Pavillon der Entdeckung der Meere) eines der Anziehpunkte der ehemaligen Weltausstellung Expo 98 hier in Lissabon.
Nach der Weltausstellung wurde der Pavillon zum heutigen „Pavillon der lebendigen Wissenschaften“ umgebaut und am 25. Juli 1999 als interaktives Museum, in dem man nicht nur Besucher ist, sondern auch selbst auf 4. 000 qm physikalisch, mathematisch und technologisch die Welt entdecken kann, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Außer den temporalen Ausstellungen, die mehrmals im Jahr wechseln, sind im Museum vier ständige Ausstellungen präsent.

Die ständigen Ausstellungen sind:

• Vê, faz, aprende! (dt.: Schaue, tue es, lerne)
• Matemática viva (dt.: lebendige Mathematik)
• Explora (dt.: Erforsche)
• A casa inacabada (dt.: Das unferige Haus)

Lorena und Nélson hatten eine Menge Spaß im Museum und sie konnten eine spannende Welt spielend entdecken.

Dienstag, 6. April 2010

Mein Lesezeichen



Heute Morgen wurde ich auf mein originelles Lesezeichen angesprochen.
Auf dem Weg nach Lissabon, auf der Fähre die Cacilhas mit der Hauptstadt verbindet, pflege ich meistens zu lesen, um die Überfahrtzeit zu überbrücken.
Ein Junge, ca. 5 Jahre alt, welches mit seiner Mutter reiste, fragte mich nach dem Lesezeichen, das ich beim lesen immer in der rechten Hand zu halten pflege.
Ihm fielen die Zeichnungen auf dem Lesezeichen auf, und er meinte er könne auch so gut malen.

Nun, das will ich dem Knirps wohl glauben, denn mein Lesezeichen wurde nämlich von meinem kleinen Neffen Nélson und meiner noch kleineren Nichte Lorena kunstvoll kreiert.

Und das kam so:
Anfang des Jahres kaufte ich in Évora ein Lesezeichen aus Kork (port.: marcador de cortiça).
Daheim angekommen, legte ich das neue Lesezeichen auf meinen Schreibtisch. Lorena war von dem „jungfräulich leeren“ Lesezeichen so angetan, das sie beschloss diesen, als ich ihr den Rücken zukehrte, sofort zu bekritzeln.

Da nun der erste Schritt zu einem „abstrakten Kunstwerk“ getan war, ermutigte ich die Kleine weiter zu malen.
Und ich fragte dann auch Nélson ob er gerne die andere Seite des Lesezeichens bemalen würde. Er stimmte freudig zu, und malte mir eines seiner Lieblingsmotive, eine Space Shuttle, auf das Lesezeichen.

Und so kommt es, das ich ein individuelles Lesezeichen jeden Tag bei mir trage und jeden Tag, wenn ich das Buch aufschlage, welches ich gerade lese, denke ich mit „saudade“ an meine zwei Mini-Künstler.

Nélson und Lorena, meine kleinen Künstler, ich liebe Euch von ganzem Herzen!

Dienstag, 21. Juli 2009

Meine persönliche Landung


Heute am 20. Juli, vor genau 40 Jahren, betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond.

Millionen von Menschen verfolgten damals, live im Fernsehen, wie Armstrong die Sprossen der Leiter der Eagle runterhüpfte.
Was die Welt damals sah, und was wir noch heute an Bildmaterial zu sehen bekommen, ist das der Erdtrabant durch erschreckende Eintönigkeit glänzte.
Nichtsdestotrotz sind diese bewegten und wackeligen Schwarz-Weiß-Bilder, in Kombination mit Computerpiepsen und gemurmelten Technik-Chinesisch, heute noch äußerst reizvoll.

Als er seinen Fuß auf den Erdtrabanten setzte, sagte Armstrong die unvergesslichen Worte:
„Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“.

Das sind sehr bedeutende Worte, aber wie alles im Leben, so sind auch sie eine Sache des Betrachters.
Denn einige Monate später, als Alan Bean, der nicht gerade sehr hoch gewachsen war, den Mond betrat, relativierte er Armstrongs Worte mit folgender Bemerkung:
„Das mag ja ein kleiner Schritt für Neil Armstrong gewesen sein, aber für so einen kleinen Kerl wie mich ist das doch ein ganz schöner Satz“.
So hat jeder seine eigene Sicht und seine persönliche Mondlandung, sei es als Astronaut oder als Fernsehzuschauer.

Auch ich hatte heute meine „eigene (Mond)Landung“, an der ich teilnehmen durfte.
Am Lissabonner Flughafen „Aeroporto da Portela“ landeten heute meine Schwester Carla, mein Schwager Egbert, mein Neffe Nélson und meine Nichte Lorena aus Deutschland an.

Sie werden ihre Sommerferien hier bei uns verbringen, und ich habe es kaum abwarten können, sie heute am Flughafen endlich abholen zu dürfen.
Wir freuen uns alle auf gemeinsame Urlaubstage.

Für die Menschheit mag diese Landung heute kein Weltereignis gewesen sein.
Aber für mich persönlich, ging heute morgen am Flughafen, als ich die vier Menschen in die Arme nehmen konnte die ich so sehr liebe, unweigerlich die Sonne auf!

Samstag, 20. Juni 2009

Das Apotheken-Museum (Museu da Farmácia) in Lissabon


Gestern wurde vom amerikanischen Botschafter in Portugal, Mister Thomas F. Stephenson, dem Apotheken-Museum zu Lissaboon eine ganz besondere Schenkung gemacht.
Meiner Meinung nach, eine so besondere Schenkung, dass ich mich wahrscheinlich demnächst auf den Weg machen werde, um dem Museum ein Besuch abzustatten.

Obwohl ich mich rühmen kann, so ziemlich fast alle Museen in und um Lissabon zu kennen, muss ich gestehen, dass mir dieser bis jetzt entgangen ist.
Aber wie man so schön in Deutschland sagt: „Was nicht ist, kann ja noch werden!“

1996 wurde hier, im Lissabonner Stadtteil Santa Catarina, in dem Gebäude der Portugiesischen Nationalen Apothekervereinigung (Associação Nacional das Farmácias) das Apotheker-Museum (Museu da Farmácia), basierend auf der Sammlung des Pharmazeutikers Dr. Salgueiro Basso, gegründet.

Aber nun, zurück zur Schenkung des amerikanischen Botschafters.
Er überreichte dem Direktor des Museums, mit einem Gruß der NASA, den Erste-Hilfe-Koffer des Space Shuttle Endeavour, von der Mission STS-97.
Also, ich weiß nicht, wie viele Missionen Endeavour schon hinter sich hat, und wie viele Erste-Hilfe-Koffer immer an Bord sind. Aber, meiner Meinung nach, ist solch ein Geschenk schon etwas Außergewöhnliches.

Erst heute habe ich erfahren, dass das Apotheken-Museum schon drei Mal hintereinander zum besten Museum Portugals gekürt worden ist, nämlich 1996, 1997 und 1998.

Im Museum kann man über 5000 Jahre Medizingeschichte bewundern, unter anderem Objekte aus dem antiken Rom, Mesopotamien und Ägypten und verschiedene Apothekergeräte,
-gewichte, und Waagen aus Portugal. Außerdem ist der Nachbau einer chinesischen Apotheke, die 1994 bei der EXPO 94 im Pavillon von Macau zu bestaunen war, dort aufgebaut.

Der Erste-Hilfe-Koffer der Endeavour wird ab jetzt zwischen der Reiseapotheke von Roald Amundsen, den dieser auf seiner Nordpolexpedition 1911 mitnahm und dem Erste-Hilfe-Koffer von Carlos Sousa, der 2006 an der Rallye Lisboa-Dakar teilnahm, seinen Platz finden.

Wie gesagt, bis jetzt, habe ich es versäumt dem Apotheken-Museum einen Besuch abzustatten. Aber vielleicht nächsten Monat, wenn Carla, Egbert, Nélson und Lorena aus Deutschland zu Besuch kommen, werde ich dieses nachholen.
Mein Schwesterherz Carla Marina, die selber Pharmazeutisch-Technische Angestellte ist, wird bestimmt gerne mit kommen.

Ich werde dann hier im Blog berichten, wie der Besuch war.