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Freitag, 7. August 2015

Portugals Strände – unter den besten der Welt


In ihrer letzten Ausgabe hat die US-amerikanische Onlinezeitung „The Huffington Post“ mit Hilfe ihrer Reisejournalisten und anderen redaktionellen Mitarbeitern die paradiesischste Meeresbucht der Welt gesucht und dann gekürt.
Badestrände in Brasilien, Australien, Mexiko, Hawaii und auf den Seychellen kamen auf die vordersten Plätze.
Den ersten Platz aber machte ein Strand in unseren Gefilden, nämlich der Strand in der Bucht von Ponta da Piedade südlich der Stadt Lagos, an der Algarve.

Und zu Recht, denn die Ponta da Piedade ist einer der malerischsten Küstenabschnitte der Algarve und ganz Portugals, mit vielen prächtigen Felsenbildungen, steilen Klippen, zahlreichen Grotten, kristallklarem Wasser und einem feinen Sandstrand, der das Prädikat Traumstrand ohne weiteres verdient.

Portugiesische Strände, so unterschiedlich sie auch sein mögen, waren schon immer sehr beliebt, nicht nur bei uns Portugiesen, sondern auch bei unseren ausländischen Gästen.
Hier nun im Folgenden einige internationale Bewertungen portugiesischer Strände der letzten Jahre:

- Ponta da Piedade in Lagos, Algarve
die US-amerikanische „The Huffington Post“ tituliert diese Badebucht in ihrer Onlineausgabe vom Juli 2015 als „Die schönste Bucht der Welt“

- Praia da Fábrica in Cacela Velha, bei Vila Real de Santo António, Algarve
laut den Lesern der spanischen Ausgabe der  Reisezeitschrift „Traveler“ ist dieser Strand unter den 15 anziehendsten der Welt – Ausgabe Juli 2015

- Praia da Adraga, Sintra
die Leser des englischen „The Guardian“ kürten im Mai 2014 diesen Strand zum attraktivsten in Portugal

- Praia da Salema, Vila do Bispo
die Reisezeitschrift „Travel and Leisure“ meinte im März 2012, dieser Strand sei einer der größten Geheimtipps der Welt

- Praia de Sagres, in Vila do Bispo und Praia de Sesimbra
die englische Ausgabe der „Time Out“ bezeichnet diese zwei Strandabschnitte im August 2010 als die besten und schönsten in Europa

- Praia de Porto Covo, Sines
laut der französischen Ausgabe der „Huffington Post“ vom Oktober 2014 gehört dieser zu den zehn attraktivsten Stränden der Welt

- Praia de Peniche
die spanische Ausgabe der „Lonley Planet“ bewertet Peniche im Juni 2015 als eine der zehn besten Europas im diesjährigen Sommer

Wer lange Strandspaziergänge mag, gerne eine Runde im glasklaren Wasser schwimmt oder schnorchelt, wer spektakuläre Sonnenuntergänge mag oder mit seinen Kindern lieber eine Sandburg baut, einen Drachen steigen lässt oder Muscheln sammelt, wer gerne Beachball oder Volleyball spielt oder lieber faul die Sonne genießt, der ist zweifellos mit den hiesigen Stränden immer bestens bedient!

Samstag, 5. April 2014

Bolo lêvedo – leckeres Brot aus den Azoren




Vor einiger Zeit erhielt ich eine E-Mail von meinem sehr guten Freund Andreas, der mich auf einen Artikel in der US-amerikanischen Onlinezeitung Huffington Post aufmerksam machte, in dem von portugiesischen „bolos lêvedos“ die Rede war.
Da Andreas, der mit seiner kleinen Familie hier in Lissabon lebt, noch nie hier in Portugal von diesen „portuguese muffins“, so die Huffington Post, gehört und diese auch noch nie probiert hatte, fragte er mich, ob ich wüsste, wo er sich denn solche mal besorgen könne.

Auf Anhieb habe ich Andreas darauf keine Antwort geben können, denn bei „bolos lêvedos“ handelt es sich um eine regionale Brotspezialität aus den Azoren, und wie bei allen regionalen Spezialitäten, so ist auch an dieser hier in der Großstadt nicht leicht ranzukommen.
Ich sagte ihm aber, ich müsste sicherlich noch irgendwo ein altes Familienrezept dieses Backwerkes rum liegen haben, und würde ihm dieses gerne zukommen lassen.
Dies tat ich dann auch und Andreas hat sich daraufhin ans backen gemacht. Von ihm sind auch die hier abgebildeten Fotos.

Aber, so werden viele sich nun fragen:
was ist eigentlich ein „bolo lêvedo“?

Nun, fangen wir mit dem Namen an:
„bolo lêvedo“ heißt ins Deutsche übersetzt soviel wie „fermenierter Kuchen“. Aber der Name täuscht, denn es handelt sich bei diesem Backwerk nicht um eine Kuchenart, sondern um eine süße Brotsorte.
Seinen Ursprung hat der „bolo lêvedo“ auf der Azoreninsel São Miguel, wo er im Tal von Furnas (port.: Vale das Furnas), in Steinöfen, die von warmen vulkanischen Quellen erhitzt werden, gebacken wird.

Wann genau dieses scheibenförmige süßliche Brot zum ersten Mal gebacken wurde, lässt sich heute nicht mehr feststellen, aber es ist bekannt, das kurze Zeit nach der Kolonialisierung der Insel, Mitte des 15. Jahrhunderts, dank des Vulkanismus im Tal von Furnas sehr gerne alles gebacken und gekocht wurde.
Über Jahrhunderte hinweg war diese Brotsorte nur den Inselbewohnern bekannt.
Doch heute, dank der vielen Menschen die die Azoren jedes Jahr besuchen und der vielen Azoreaner die in der Neuen Welt leben, sind die „bolos lêvedos“ auch über die Grenzen der Insel São Miguel hinaus bekannt geworden und sogar die renommierte Huffington Post schreibt heutzutage Artikel über diese leckere gastronomische Spezialität.

Für alle, die es Andreas gleichtun wollen, und sich gerne an diesem süßen, weichen Brot versuchen wollen, hier nun ein altes Familienrezept:

Bolo lêvedo (dt.: Fermentiertes Kuchen / Gegärter Kuchen)

Zutaten:

1 kg Mehl (vorzugsweise Weizenmehl)
250g Zucker
250g Butter
4 Eier
20g frische Bäckerhefe (port.: fermento de padeiro)
1 Teelöffel Salz
1 dl – 2 dl warme Milch
etwas geriebene Zitronen- oder Orangenschale

Zubereitung:

1. die Hefe und den Salz in etwas Milch auflösen
2. das Mehl mit dem Zucker, der Butter und den Eiern gut verrühren
3. dann, ganz nach Geschmack, etwas geriebene Zitronen- oder Orangenschale hinzufügen
4. jetzt die warme Milch hinzufügen und den ganzen Teig rühren und kneten
5. dann den Teig zum aufgehen an einem warmen Ort ca. 2 Stunden zum gären stehen lassen
6. danach den Teig ausrollen und in kleine Portionen teilen
7. die portionierten Stücke noch einmal gut eine Stunde stehen lassen
8. diese einzelnen Portionen in einer Pfanne, bei kleiner Gasflamme goldbraun backen (es ist sehr wichtig, dass die Flamme nicht sehr hoch ist, denn sonst wird der „bolo lêvedo“ außen zwar knusprig, ist dann innen aber roh!)