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Samstag, 24. April 2010

Internationaler Tag des Buches


Gestern, am 23. April, feierten wir den Internationalen Tag des Buches (port.: Dia Internacional do Livro / engl.: World Book Day).
Dieser Tag wurde von der UNESCO im Jahre 1995 ausgewählt und anerkannt, um weltweit die Kultur des Lesens, und die Bücher zu überhaupt, zu ehren.
Der 23. April ist der Tag des Heiligen Sankt Georg.
An diesem Tag, so eine alte Tradition, werden Bücher verschenkt.

So bin ich gestern in den Chiado gegangen, in die Livraria Bertrand, und habe mich mit dem Kauf des Buches „Amantes dos Reis de França“ von den Schriftstellerinnen Ana Cristina Pereira und Joana Troni selbst beschenkt, und somit die Tradition fortgeführt.

Ich habe noch nicht angefangen das Buch zu lesen.
Deshalb weiß ich nicht genau was mich literarisch erwartet.
Aber um den Welttag des Buches zu ehren, hier eine Liste der, für mich, zehn besten Bücher, die ich in den letzten 12 Monaten gelesen habe:

- „Se as Jóias Falassem“ von Eduardo Alves Marques

- „Dramatische Verwechslung“ von Mark Tabb

- „Blutiges Erwachen“ von Roger Smith

- „Catarina de Bragança“ von Isabel Stilwell

- „ Auf den Spuren der Sehnsucht“ von Gerhard Nehls

- „JK, o artista do impossível“ von Claudio Bojunga

- „Großmama packt aus“ von Irene Dische

- „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ von Allen & Barbara Pease

- „Império à deriva“ von Patrick Wilcken

- „Filipa de Lencastre“ von Isabel Stilwell

Donnerstag, 12. November 2009

Chá Gorreana


Das Tee (port.: Chá / lat.: Camellia sinensis) seinen Ursprung im fernen China hat, ist wohl jedem bekannt.
Das es aber portugiesische Seefahrer waren, die Anfang des 17. Jahrhunderts, diese aromatischen Blätter aus Macau nach Europa brachten, wissen nur wenige.
Die Portugiesen waren es denn auch, die den Tee in Europa verbreiteten.

Auf den Britischen Inseln machte vor allem eine Frau, den Tee salonfähig.
Catarina de Bragança, portugiesische Infantin, und Tochter von João IV, heiratete 1662 den englischen König Charles II.

Catarina brachte als Mitgift, unter anderem, eine Truhe Tee aus China - zu dieser Zeit ein Vermögen wert - mit an den britischen Hof und führte seinen Gebrauch am englischen Hof ein.
Jeden Tag, um 17 Uhr, trank Königin Catarina ihre Tasse Tee, in Gesellschaft ihrer Hofdamen.

Dank Catarina de Bragança trinkt England noch heute so viel Tee wie kein anderes europäisches Land, und dank ihr, hat sich bis heute auch die Tradition des „Five o´clock teas“ beibehalten.

Der größte Teil der Teeproduktion findet auch heute natürlich in Asien statt. Aber auch in Europa wird Tee angebaut. An einem einzigen Ort. Nämlich auf der Azoreninsel São Miguel.
Dieser Tee ist eng mit einer azorianischen Familie verbunden, nämlich der Familie Hintze.

Es war Hermelinda Hintze, Tochter einer Azoreanerin und eines Deutschen, die im 18. Jahrhundert die Teeplantage Gorreana gründete.
Die Plantage ist heute noch in Familienbesitz, und wird von Margarida Hintze, einzige Erbin der Besitzungen und der Fabrik, und ihrem Ehemann, Hermano Ataíde Mota, geführt.

Die jährliche Teeproduktion beträgt nur ca. 25 bis 30 Tonnen.

Von diesen 25 bis 30 Tonnen Tee, sind nur drei Tonnen für den Export in die USA, Großbritannien und Kontinentaleuropa bestimmt.
Der Rest wird auf den Azoren selbst und natürlich in Portugal getrunken.

Tee hat auf den Azoren eine lange Tradition.
Während man auf Portugals Festland z.B. Kaffee trinkt, um wach zu werden, trinkt man auf den Azoren Tee.
Und während man auf dem Kontinent Wasser trinkt, um den Durst zu löschen, trinkt man auf den Azoren ebenso Tee.
Denn Tee ist weltweit das einzige Getränk, das sowohl einen aufputschenden als auch einen beruhigenden Wirkungsstoff hat.
Tee Gorreana ist qualitativ ein Spitzenprodukt, und unter Teetrinkern sehr beliebt.