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Mittwoch, 8. Juni 2011

Lissabonner Stadtfeste 2011


In den einzelnen Lissabonner Stadtteilen (port.: bairros de Lisboa) haben die Feierlichkeiten für das Sankt-Antonius-Fest (port.: Festas de Santo António), das Volksfest der Stadt, das jedes Jahr im Juni feierlich begangen wird, bereits begonnen.

Die gute Nachricht vorneweg:
Die Preise werden größtenteils die gleichen bleiben, wie im letzten Jahr.
Das hat eher mit der miserablen Wirtschaftslage zu tun, die gerade hier in Portugal herrscht, als mit der Kundenfreundlichkeit der einzelnen Veranstalter.

So kostet eine einzelne gegrillte Sardine (port.: „sardinha assada“) etwa 1,20 Euro.
1,50 Euro muss man bezahlen, wenn man zur Sardine auch ein Brötchen haben will!
Ein Stück Grillfleisch (port.: „bifana“) schlägt mit 2,50 Euro zu buche und das kleine, gezapfte Bier (port.: „imperial“), aus dem Plastikbecher, bekommt man mancherorts sogar für nur 1,00 Euro.
Die schmackhafte Lissabonner Grünkohlsuppe (port.: „caldo verde“), die in dieser traditionellen Zeit der Volksfeste (port.: „festas populares“) nicht fehlen darf, ist für etwa 1,50 Euro zu haben.

Laut einer offiziellen Verlautbarung aus dem Lissabonner Rathaus, sollen die Bürger der Stadt und ihre Besucher, vor allem in der Sankt Antoniusnacht, welche in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni sein wird, einmal nicht an den FMI (dt.: Internationalen Währungsfonds), die Wirtschaftskrise, den Rettungspaket der EU und die sorgenvolle Innenpolitik denken, sondern einzig und allein das Volksfest genießen!

War nicht eine der größten Maxime der Kaiser im alten Rom, um das rebellierende Volk immer in Schach zu halten, der Slogan „Gebt dem Volk Brot und Spiele!“, oder so ähnlich?

Nun, wie damals so wird man auch heute versuchen die Unzufriedenheit der Menschen mit „Brot und Spiele“ bei Laune zu halten.
Es gibt „Rezepte“, die sind auch nach Jahrtausenden beeindruckend wirkungsvoll!

Mittwoch, 2. Juni 2010

Zum 1. Geburtstag von Planet Portugal


Man nehme ein halbes Pfund der schönsten Strände Europas, ein halbes Pfund weiter Ebenen mit Korkeichen- und Pinienwäldern, und zwei Teelöffel einer Kapitale mit alter Weltstadtatmosphäre.
Das Ganze in einem dreiviertel der besten süßen und roten Weine der Welt langsam quellen lassen und dann reichlich Kulturgewürz hinzugeben.
Je nach Geschmack ein paar Spritzer politisches Bittermandel-Essenz und eine Messerspitze Saudade.
Das Ganze gut durchrühren und auf der von der EU verordneten Sparflamme langsam gar kochen lassen.
Das fertige Gericht garniere man mit locker geschlagenem Optimismus und einer Prise Humor…

Sieht es wirklich so aus, mein Portugal?
Sicherlich, die Zutaten stimmen schon.
Und es gibt noch eine Menge anderer die Appetit machen.
Doch „kochen“ muss sich jeder, so glaube ich, Portugal schon selber.

Als ich vor genau einem Jahr, am 03. Juni 2009, anfing „Planet Portugal“ zu schreiben, wollte ich jedem der Interesse an meinem Heimatland hat, „Rezepte anbieten“, wollte jedem zeigen, was es hier im Land der Entdecker zu entdecken gibt.

Alleine die geschichtlichen und kulturellen Angebote meines Heimatlandes sind so umfangreich, dass auch der längste Urlaub nicht ausreicht, alles zu sehen und zu hören.
Die Gastronomie bietet Vielfältiges für jeden Gaumen und jeden Geldbeutel: von der einfachen „Bifana“ im Stehcafé an der Ecke, über den „Pastel de Nata“ in Belém bis zum Diner im Salon des Ritz-Hotels in Lissabon.
Das Nachtleben, die Feste und regionalen Feierlichkeiten sind auch nicht ohne und die vielen Strände und die historischen Städte alle Mal einen Ausflug wert.

Mir wurde einmal gesagt ich würde sehr kreativ und informativ über Portugal und seine Geschichte, seinen Alltag, seine Bürger, seine Politik und seine Gefühle in diesem Blog schreiben.

Aber diese Kreativität war mir nur möglich, weil ich den Lesern von „Planet Portugal“ immer mit „offenen Augen“ begegnete.
Ihre und Eure Anregungen und vor allem der vorgebrachte Lob, aber auch die Kritik, haben mich immer bestärkt weiter zu schreiben.
Deshalb möchte ich Sie und Euch einladen, mir auch in Zukunft Anregungen, Ideen und Empfehlungen zukommen zu lassen.

Hier in Portugal ist manches anders als anderswo – im Positiven wie im Negativen.
Es zu entdecken lohnt sich alle mal.
Ich hoffe „Planet Portugal“ ist meinen Lesern eine Hilfe dabei.

Danke für Ihre und Eure wunderbare Unterstützung in den letzten zwölf Monaten

Ângelo Paulo