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Sonntag, 28. Oktober 2012
Der „Cotton Club“, mehr als ein Waschsalon im Herzens Lissabons
Ich weiß nicht wie oft ich schon von Menschen, die sich nur für eine begrenzte Zeit hier in Lissabon aufhielten, gefragt worden bin, ob es in der Stadt einen Waschsalon (port.: lavanderia) gäbe.
Leute die für drei oder sechs Monate hier nach Portugal ziehen, weil sie z.B. nur einen befristeten Arbeitsaufenthalt bei einem deutschen Konzern haben oder an einer der Lissabonner Universitäten einen Studentenaustausch praktizieren, sehen es verständlicherweise nicht ein warum sie sich für diese paar Monate eine Waschmaschine und eventuell auch einen Wäschetrockner anschaffen sollen.
Diesen Menschen bleibt oftmals, wenn sie ihre Wäsche nicht gerade privat bei Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen waschen wollen und können, nur der Gang zu einer der vielen Wäschereien und Textilreinigungen der Stadt übrig.
Einen Waschsalon aber, wo sie selbständig durch Münzeinwurf, ihre Wäsche waschen und trocknen konnten, gab es bisher in ganz Lissabon nicht.
Das hat sich aber jetzt geändert!
Diesen Monat hat nämlich unweit der Avenida Almirante Reis, im Stadtteil Anjos, der erste Waschsalon der Stadt eröffnet.
Er liegt in der Rua Andrade n° 15, heißt „Lavanderia Cotton Club“ und ist an sieben Tagen in der Woche, von 08.00 Uhr bis 21.00 Uhr durchgehend geöffnet.
Geleitet wird der „Cotton Club“ von dem sehr sympathischen Carlos Soares.
Waschsalons haben ja den Ruf regelrechte Kennlern- oder Kontaktbörsen für Singles zu sein; jedenfalls ist es das was uns viele amerikanische Spiel- und Fernsehfilme übermitteln.
Da Carlos Soares in seinem Waschsalon auch ein kleines, gemütliches Café eröffnet hat, spekuliert er darauf, das der „Cotton Club“ in Zukunft ein einmaliger Treffpunkt für wäschewaschende Romantiker in der portugiesischen Hauptstadt sein wird.
In einem Stadtteil wie Anjos, in dem vorwiegend ausländische Studenten leben und es viele Wohngemeinschaften gibt, scheint ihm der Erfolg sicher zu sein.
Zu gönnen wäre es ihm, denn ein jeder, der in der heutigen unsicheren und wirtschaftlich schwierigen Zeit die Neueröffnung eines eigenen Geschäftes riskiert, verdient absoluten Respekt und Unterstützung!
Und da auch ich gerne solche mutigen Geschäftsideen begrüße und unterstütze, war ich gestern Morgen im „Cotton Club“, nicht um Wäsche zu waschen, denn das habe ich Gott sei Dank nicht nötig, aber ich war im Café und habe dort, in einer sehr angenehmen Atmosphäre, gefrühstückt.
Als ich den „Cotton Club“ dann gut eine halbe Stunde später wieder gestärkt verließ, bin ich mit zwei wichtigen Erkenntnissen nach Hause gegangen:
Erstens, man kann auch in einem Waschsalon sehr gut frühstücken und seine Tageszeitung lesen und zweitens, ich kann ab jetzt jedem, der mich nach einem Waschsalon in Lissabon fragt, ruhigen Gewissens das „Lavanderia Cotton Club“ empfehlen!
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Freitag, 3. Februar 2012
Das Museum der Bank von Portugal

Einer der unbekanntesten und gleichzeitig originellsten Museen Lissabons ist das in der Avenida Almirante Reis gelegene Museum der Bank von Portugal (port.: Museu do Banco de Portugal).
In seiner permanenten Ausstellung „Das Geld der westlichen Iberischen Halbinsel: von den Anfängen bis zum Euro“ (port.: „O Dinheiro no Ocidente Peninsular: do Artigo Padrão ao Euro“) zeigt dieses Museum der portugiesischen Nationalbank die verschiedensten Zahlungsmittel der letzten 2000 Jahre auf der westlichen Iberischen Halbinsel – dem Gebiet also, auf dem Portugal heute liegt.
Ebenso wird die geschichtliche Evolution und sozialökonomische Bedeutung des früheren portugiesischen Geldes bis zum heutigen Euro vorgestellt.
Ein Teil dieses interessanten Museums beschäftigt sich natürlich mit der Geschichte der Bank von Portugal (port.: Banco de Portugal) selbst, aber auch die Geschichte des gesamten Finanzsystems wird hier gezeigt.
Dies erfolgt durch Dokumente, alte Banknoten und Wertpapiere, Geldmünzen, Goldbarren und sogar Ausstellungsstücke wie alte Gemälde und Fotos.
Die einzelnen Stücke sind geordnet und zeitlich gegliedert, so dass eine Zeitreise durch das gesamte Finanzsystem Portugals möglich ist.
Leider ist das „Museu do Banco de Portugal“ an den Wochenenden und an nationalen Feiertagen für die Öffentlichkeit geschlossen.
Aber ich kann jedem einen Besuch in diesem hochinteressanten und in Portugal einzigartigen Museum nur wärmstens empfehlen.
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Immer auf die Tasten schauen!

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal persönlich in einer Bank war, um eine Buchung zu machen, meinen Kontostand zu ersehen, eine Rechnung zu begleichen oder eine Geldabhebung zu erledigen.
Wenn ich eines dieser Dinge machen will, und noch viel mehr, wie z.B. mein Handy aufladen, eine Konzert- oder Kinokarte kaufen oder mir eine Bahnfahrkarte besorgen will, dann gehe ich, wie Millionen anderer Portugiesen auch, selbstverständlich an den nächsten Bankautomaten.
Bankautomaten gehören hier in Portugal, zumal in den großen Metropolen, zu unserem Leben, wie das Handy, der PC oder der Ipod.
An jeder Ecke stehen hier die ATM-Geräte, einfach auch Bankautomaten (port.: Multibanco) genannt, sei es auf öffentlichen Plätzen und Straßen, in Museen, Kinos, Einkaufscentern, Krankenhäusern, Supermärkten, Märkten, Schulen, Bahnhöfen, Flughäfen, Bibliotheken, Postämtern, Schwimmbäder, Kirchen usw.
Laut einer EU-Erhebung gehören wir hier in Portugal zu den drei führenden Ländern Europas, in denen die Benutzung der Bankautomaten als etwas Selbstverständliches und Alltägliches gilt, noch weit vor Ländern wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich oder Schweden.
Daher verwundert es mich, und ärgert es mich auch gleichzeitig, das es mitten in der Avenida Almirante Reis, einer der Hauptarterien der Hauptstadt, Ecke Rua Lucinda do Carmo, einen Bankautomaten gibt, der ein Tastenfeld hat, welches mit viel Vorsicht zu benutzen ist.
Man hat nämlich an diesem Bankautomaten die Tasten mit der Ziffer „4“ und die Taste mit der Ziffer „5“ vertauscht, und ebenso die Ziffer „7“ mit der Ziffer „9“ d.h. wer, wie ich, sonst die Geheimzahl „blind“ und schon fast im „schlaf“ eintippt, riskiert die Geheimzahl falsch einzugeben, und spätestens nach dem dritten Mal, wenn man wirklich nicht aufgepasst hat, „schluckt“ der Bankautomat ohne Erbarmen die Bank- oder Kreditkarte.
Mir ist dieses Ärgernis erspart geblieben, als ich gestern vor dem Automaten stand.
Aber auch nur weil einer meiner Vorgänger, der ebenso Geld abgehoben hat, mit einem Eddingstift deutlich gemacht hat, das die Zifferntasten „4 – 5 – 7 - 9“ vertauscht waren.
Ich bin jetzt mal gespannt, wie lange der Bankautomat in diesem Zustand bleiben wird.
Ich tippe mal auf einige Monate!
Ich werde meine Leser auf dem Laufenden halten…
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